Strahlengriffel - Actinidia-Arten - Pflege der Kiwi

kiwiDie Pflanzengattung Strahlengriffel mit der botanischen Bezeichnung Actinidia wird sicherlich unter dem Namen Kiwi weitaus besser bekannt sein. Sie zählt zur Ordnung der Heidekrautartigen und wächst als Kletterpflanze mit sich verholzenden Trieben. Die ursprüngliche Heimat des Strahlengriffels liegt im Südosten Chinas.

Weibliche und männliche Blüten erscheinen auf vollkommen voneinander getrennten Pflanzen, die am besten etwas getrennt voneinander stehen. Für bis zu 6 weibliche Strahlengriffel reicht ein männliches Gewächs. Mittlerweile bietet der Handel auch Kiwis an, die beide Geschlechter an einer Pflanze tragen.

In den ersten Jahren legen die Triebe pro Jahr bis zu einem Meter an Länge zu, so dass sie insgesamt leicht eine Höhe von 4 Metern und mehr erreichen.

Actinidia-Arten
  • Actinidia deliciosa
Die Früchte von Actinidia deliciosa werden so groß wie ein Hühnerei oder sogar noch etwas größer. Als Starkschlinger mit einem beachtlichen Dickenwachstum der linksdrehenden Triebe braucht diese Kiwi-Art ein sehr stabiles Rankgerüst, da die Pflanze ein beachtliches Gewicht erreicht, was sich während des Fruchtbehangs nochmals erhöht. Von Actinidia deliciose existiert bereits eine zweigeschlechtliche Züchtung, so dass die Pflanzung eines einzigen Strahlengriffels genügt. Die meisten der im Handel erhältlichen Kiwifrüchte entstammen Unterarten von Actinidia deliciosa.
  • Actinidia chinensis
Diese Kiwiart ist sehr eng mit Actinidia deliciosa verwandt.
  • Actinidia kolomikta
Mit einer besonders
attraktiven Blattfärbung fällt Actinidia kolomikta ins Auge. Die Blattspitzen sind zunächst weiß und wechseln im Laufe des Jahres hin zu einem Rosa. Die Früchte bleiben mit 2 cm Länge ziemlich klein.
  • Actinidia arguta
Die im Handel angebotene Weiki oder Bayernkiwi stammt von dieser Art ab. Die Früchte bleiben recht klein, schmecken zuckersüß und sind samt Schale genießbar. Actrinidia agruta ist im besonderen Maße frostresistent. So stellen auch Minustemperaturen von -25° C keine Probleme dar.

kiwi flPflege der Kiwi

Da der Strahlengriffel einen mitteleuropäischen Winter sehr gut übersteht, kann er ganzjährig im Freien wachsen. Lediglich Jungpflanzen sollten einen Winterschutz erhalten. Bei der Pflege der Kiwi sollten noch nachstehende Punkte Beachtung finden:
  • Ein lockerer Humusboden im neutralen oder leicht sauren Bereich eignet sich zur Pflanzung am besten.
  • Der Standort sollte über reichlich Sonneneinfall verfügen und vor Wind geschützt sein.  
  • Strahlengriffel eignen sich hervorragend zur Mauerbegrünung.
  • Ein belastbares Rankgerüst ist die Voraussetzung für den erfolgreichen Kiwi-Anbau.
  • Alle Actinidia-Arten brauchen viel Wasser, besonders zur Zeit der Fruchtentwicklung.
  • Die Düngung sollte eher zurückhaltend erfolgen. Einmalige Kompostgaben im Jahr reichen deshalb aus.
Kiwi schneiden

Üblicherweise werden der Haupttrieb senkrecht in die Höhe und ab 80 cm insgesamt 3 Seitentriebe waagerecht zu beiden Seiten hin geleitet. Der Abstand zwischen den Trieben liegt bei 40-50 cm. Die Triebe, die aus diesem Grundgerüst wachsen, tragen die Früchte, wobei abgeerntete Triebe im Jahr darauf keine neuen Fruchtansätze bilden. Deshalb können sie im Frühjahr bis auf 3-4 Augen zurückgeschnitten werden. Idealerweise werden beim Rückschnitt auch noch alle Triebe entfernt, die über das Rankgerüst hinaus wachsen.

Lediglich die Anfertigung des Rankgerüsts ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Die weitere Pflege der Kiwi stellt dann keine größere Mühe mehr dar und besteht aus Wassergaben bei großer Trockenheit, dem Rückschnitt im Frühjahr und der Ernte im Herbst.