Weiki-Kiwi, winterharte Bayern-Kiwi - Pflanzen, Pflege

kiwibaum-pflanzen_flDie Weiki-Kiwi ist die kleine Schwester der großen Kiwi, die jeder aus der Obstabteilung im Supermarkt kennt. Lange Zeit stand diese stachelbeer- oder traubengroße Beerenfrucht im Schatten ihrer großen Verwandten und wurde zu Unrecht an ihr gemessen.

Beide Fruchtarten werden zwar in die Gattung der Actinidia eingeordnet, doch wird hierbei unterschieden in die Weiki-Kiwi als Actinidia arguta und die Actinidia deliciosa. Als eigenständige Obstart ist die Weiki-Kiwi zu betrachten, die auch unter den Namen Bayern-Kiwi bekannt ist.

Die Blüten der Pflanze werden

bis zu zwei Zentimeter groß und sind reinweiß bis cremefarben und Ende Mai verströmen sie ihren Duft. Zu beachten ist, dass die Pflanzen zweihäusig sind, das bedeutet, dass die weiblichen und männlichen Blüten auf verschiedenen Pflanzen sitzen.

Das weibliche Exemplar braucht für die Bestäubung und Fruchtansatz unbedingt eine männliche Blüte.

Ansprüche der Weiki-Kiwi

Die Weiki-Kiwi bevorzugt einen Standort, der vor Wind geschützt ist und eine sonnige Lage aufweist. Da es sich hierbei um eine Schlingpflanze handelt, sollte sie dementsprechend in ihrem Wachstum auch unterstützt werden. So kann sie zum Beispiel an einem Gartenhäuschen oder einem Maschendrahtzaun hochranken.

Gerne wird die Pflanze genauso mit einem Holzspalier als Rankhilfe in ihrem Wachstum unterstützt. Es sollte lediglich in den ersten drei bis fünf Jahren nach dem Pflanzen darauf geachtet werden, dass sich die Triebe, die sich nach der linken Seite winden, gleichmäßig an der Rankhilfe verteilen. Hierfür können die Triebe genauso in die entsprechende Richtung gelegt und festgebunden werden, was in den ersten Jahren
sicherlich erforderlich ist.

Allerdings sollte die Pflanze so wenig wie möglich geschnitten werden. Die Weiki-Kiwi ist äußerst resistent gegen frostige Temperaturen, so soll sie sogar bis zu minus 30 Grad Celsius frosthart sein.

Pflege der Bayern-Kiwi

Bei den jungen Pflanzen sollten im Frühjahr nur die schwachen Triebe entfernt und die abgestorbenen Triebe zurückgeschnitten werden. Erst im Laufe der Jahre kann das Auslichten der Pflanze zweckmäßig sein, wenn die Triebe wirr durcheinander wachsen, dann sollte man einen so genannten Auslichtungsschnitt vornehmen. Es ist nicht so wie bei der großen Schwester ein strenger Fruchtholzschnitt nötig.

Die Bodenbeschaffenheit

Für die Weiki-Kiwi eignen sich ideal schwach saure Böden, aber genauso gibt sie sich mit einem kalkhaltigen Boden zufrieden und gedeiht auch hier prächtig. Im Grunde genommen ist diese kleine Kiwiart sehr anspruchslos und zur Freude des Gärtners gleichfalls sehr widerstandsfähig. Ist die Pflanze auf einem besonders leichten Boden angepflanzt, so sollte man im Frühjahr diesen mit reifem Kompost düngen.kiwi_fl

In der Regel erhält dann die Weiki-Kiwi alle nötigen Nährstoffe in einem ausreichenden Maß. Bis heute sind bei der Pflanze keine Schädlinge und Krankheiten bekannt.

Die Pflanzung und die ersten Blüten und Früchte

Die Pflanzung der Weiki-Kiwi erfolgt idealerweise im Oktober, aber auch im Frühjahr kann man sie noch pflanzen. Wer bereits im ersten Jahr nach dem Pflanzen auf Blüten und Früchte hofft, wird enttäuscht werden.

Bis die ersten Blüten  und die erste Fruchtbildung erscheinen, sollte man etwas Geduld aufbringen. Erst nach vier bis sechs Jahren wird man diesbezüglich für seine Arbeit belohnt.

Allerdings ist die Bayern-Kiwi genauso ohne Blüten und Früchte ein wahres Highlight im Garten und kann in den ersten Jahren als Zierpflanze angesehen werden. Die Blicke werden durch die dunkelgrünen, herzartigen Blätter angezogen, die an den roten Blattstielen wachsen.

Wer die Früchte ernten will, sollte unbedingt darauf achten eine weibliche und männliche Pflanze zu erhalten. In der Regel werden die Pflanzen im Doppelpack im Handel angeboten, so dass man stets eine weibliche und eine männliche Pflanze erhält.