Holz- und Wildapfel-Baum - Steckbrief

Der Wild- bzw. Holzapfelbaum (lat.: Malus sylvestris) ist der Baum des Jahres 2010 und war bereits den Menschen in der Steinzeit bekannt.

Seinerzeit wurde er unter anderem als Nahrungsmittel verwendet, jedoch ist bis zum heutigen Tage umstritten, inwiefern ein Zusammenhang bzw. eine Verwandtschaft zwischen den uns heute bekannten Äpfeln besteht.

Mittlerweile gehört der Wildapfelbaum zu den vom Aussterben bedrohten Baumarten. Und das, obwohl er als sehr widerstandsfähig und anspruchslos gilt. Denn er fühlt sich an nahezu jedem Standort bzw. in jeder Bodenart wohl; allerdings nur

dann, wenn diese einen gewissen Feuchtigkeitsgehalt nicht überschreitet.

In Sumpf- und Moorlandschaften wird man den Holz- und Wildapfelbaum dementsprechend wohl kaum finden. Die durchschnittliche Lebensspanne des Holz- oder Wildapfelbaumes liegt etwa zwischen 75 und 100 Jahren.

Ein Baum der besonderen Art - vor allem in optischer Hinsicht

Grundsätzlich gedeiht der Baum in halbschattigen oder sonnigen Gefilden am besten. Die Blütezeit des kleinwüchsigen Wildgehölzes, das in der Regel zwischen drei und zehn Metern groß werden kann, ist zwischen Mai und Juni. Während dieser Zeit können die weißen
bis leicht rosa werdenden, wunderschönen Blüten bewundert werden.

Zu Beginn der Herbstperiode, etwa ab September darf man sich dann auf die kleinen, optisch sehr ansprechenden Holzäpfel freuen. Sicherlich rührt die Bezeichnung Holzapfel auch von der in sich sehr harten Konsistenz der rotbäckigen oder grünen bis leicht gelblichen Früchte.

Ein solcher Wildapfel kann durchaus einen Durchmesser von bis zu 3 1/2 cm umfassen. Roh kann man sie nur bedingt genießen, denn der bittere, sehr säuerliche Geschmack ist ganz im Gegensatz zum klassischen Apfel wahrlich nicht jedermanns Sache. Eine echte Köstlichkeit sind Wildäpfel jedoch im gekochten oder im gedörrten Zustand. Dennoch sind die Wildäpfel nur selten im Handel zu finden.

Ähnlich, wie auch das Holz des Baumes. Es zeichnet sich zwar durch seine ganz besondere Härte aus, jedoch ist es dahingegen nicht sehr lange haltbar. Folglich wird es auch in der holzverarbeitenden Industrie nur selten verwendet. Nichtsdestotrotz werden am Markt immer mal wieder Möbel oder andere Erzeugnisse aus dem Holz des Wildapfelbaumes angeboten, wie zum Beispiel extravagante Einzelstücke oder ausgefallene Drechslerarbeiten.

Dahingegen bietet sich die Verwendung eines Wildapfelbaumes als Hecke oder Garten- und Wiesenumrandung geradezu an. Auch für die Pflanzung an Waldrändern ist der Holzapfelbaum sehr gut geeignet.

Denn das Gewächs ist in sich sehr fest und weitverzweigt, sodass Vögel und anderes Kleingetier dieses als Unterschlupfmöglichkeit nutzen können. Zugleich ist der Wildapfelbaum eine willkommene Nahrungsmittelquelle für Fledermäuse, Vögel und andere Tierarten.