Holz- und Wildbirnen-Baum - Steckbrief

birnen-ernte-korb-hg-flDer Holz- und Wildbirnenbaum ist ein vergleichsweise kleiner Baum mit in sich weit verzweigten Ästen, die jeweils mit winzigen Dornen besetzt sind. Der Pyrus communis L. gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae) und wurde im Jahre 1998 zum Baum des Jahres gewählt.

Der Holz- und Wildbirnen-Baum gilt als der Vorreiter des uns heute bekannten Birnbaumes und zeichnet sich auch durch seine vergleichsweise niedrige Wuchshöhe aus. In der Regel ist er auf freien Weiden und an Waldrändern zu finden und dient nicht nur der Tierwelt als

Nahrungsquelle.

Betrachtet man in der heutigen Zeit die Artenvielfalt und auch die Größe der Birnenfrucht, so fällt auf, wie unterschiedlich mittlerweile die einzelnen Züchtungen sind. Der ursprüngliche Wildbirnenbaum ist offenbar stark vom Aussterben bedroht; Expertenmeinungen zufolge kommt es äußerst selten vor, eine echte Wildbirne in ihrer reinen, ursprünglichen Form zu finden. Die größten Chancen hierfür hat man - wenn überhaupt - in wärmeren Gefilden.

An Rhein und Elbe zu Hause

Sowohl im Kaukasus, als auch in Westeuropa, insbesondere an Rhein und der Elbe
findet man den Holz- bzw. Wildbirnenbaum. Sofern der Boden nicht allzu trocken, sauer und kalkhaltig ist, kann der Pyrus communis nahezu an jedem beliebigen Ort angepflanzt werden.

Wichtig ist allerdings, zu berücksichtigen, dass ein ausreichender Lichteinfall gewährleistet ist. Hinzu kommt, dass die Pflanze geschützte Standorte schätzt, denn Kälte und Frost können sich schädlich auf den Wuchs bzw. die Lebensdauer allgemein auswirken.

Ganz im Gegensatz zum Wildapfelbaum, der sich durch ein hartes, aber nur bedingt haltbares Holz auszeichnet, punktet das Holz des Wildbirnenbaumes durch seinen besonders hohen Härtegrad. Das in sich sehr schwere Holz mit seiner attraktiven, rötlich-braunen oder hellroten Farbgebung lässt sich noch dazu sehr leicht verarbeiten. Gründe genug also, die das Naturmaterial in der holzverarbeitenden Industrie so begehrt machen.

Auch in gesundheitlicher Hinsicht ist der Wildbirnenbaum von Bedeutung. Bei Erkältungskrankheiten beispielsweise, aber auch bei Nierenbeckenentzündungen empfiehlt es sich, aus den Blüten des Baumes einen wohlschmeckenden Teeaufguss zuzubereiten.

Obendrein sind die geschlossenen Knospen der Birnenbaum-Blüten ein attraktives Highlight auf jedem Salatteller. Der Saft aus den Früchten hingegen eignet sich hervorragend, um Entschlackungs- oder Diätkuren durchzuführen. Aber nicht nur der Mensch, sondern auch die Tierwelt profitiert von einem reichen Bestand an Wildbirnbäumen in der Natur.

Denn sowohl Insekten, als auch (kleine) Nagetiere, wie zum Beispiel Dachs, Marder & Co. lieben die Früchte; sie ernähren sich aber auch sehr gern von den wohlschmeckenden Blüten.