Aprikosenbaum-Pflanzen - Pflege: Schneiden und Krankheiten

aprikosenbaum flDer Aprikosenbaum (Prunus armeniaca oder Armeniaca vulgaris) ist als früh blühendes Obstgehölz sehr gefährdet durch späte Fröste. Es gibt aber auch mittelfrühe und spät fruchtende Sorten, die weniger von Nachtfrösten im Frühjahr gefährdet sind. Der Aprikosenbaum gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Geeigneter Standort und Krankheitsanfälligkeit

Wegen der Gefahr dass die frühen Blüten bei Frost erfrieren, sollte dieses Steinobst ein warmes, geschütztes Plätzchen im Garten bekommen. Das kann in der Nähe einer warmen Hauswand sein oder auch ein geschützter Standort

zwischen Gebäuden, hohen Hecken oder anderen Bäumen. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Normale nicht zu feuchte Gartenböden reichen aus. Auch ein etwas regengeschützter Platz kann für den Aprikosenbaum von Vorteil sein. Denn wenn es im Sommer zu sehr regnet, können viele Aprikosen unter der Schrotschusskrankheit sowie der Monilia Fruchtfäule leiden.

Stammformen

Genau wie Sauer- und Süßkirschen handelt es sich bei Aprikosenbäumen ebenfalls um veredelte Sorten. Je nach dem auf welcher Unterlage sie kultiviert werden handelt es sich dabei dann um Hoch-, Halb- oder Niedrigstämme (Buschbäume oder Zwergobst) bzw. auch um schlank bleibendes Säulenobst. Generell gilt für Obstbäume bei der Stammform die Faustregeln: Je kleiner das Gehölz ist, umso schneller trägt es Früchte. Aber auch je kürzer der Stamm, umso geringer ist die Lebenserwartung des Obstbaumes.

Einen Aprikosenbaum pflanzen

Hat man nach den oben angegebenen Hinweisen den geeigneten Standort
und die gewünschte Wuchsform ausgewählt, kann man sich an das Einpflanzen machen. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Herbst solange der Boden noch frostfrei ist.
  • Dazu gräbt man ein Loch. Dieses braucht nur etwas größer als der Wurzelballen des Bäumchens zu sein.
  • Sollte die Erde fest oder gar tonig sein, so ist ein doppelt so großes Pflanzloch nötig. Dies gilt auch, wenn der Aprikosenbaum an der Hauswand im Spalier erzogen wird.
  • Wildkräuter rund um das Pflanzloch werden entfernt. In das Pflanzloch kommt ein Pfahl, welcher dem Jungbaum Stütze sein soll.
  • Fester toniger Boden sollte vorher mit Sand und Kompost auf gelockert und angereichert werden.
  • Den Ballen so hineinstellen, dass sich die Wurzeln gut ausbreiten können.
  • Als Faustregel gilt, der Baum sollte nur so tief eingesetzt werden, wie er auch im Pflanzkübel oder in der Baumschule in der Erde stand. Die Veredelungsstelle sollte sich etwa 5 bis 10 cm über dem Erdboden befinden.
  • Danach den restlichen Freiraum mit lockerer Erde aufüllen - dabei das Bäumchen vertikal hin und her bewegen um Hohlräume auszugleichen und fest antreten.
  • Abschließend das Bäumchen an den Stützpfahl binden und gut gießen.

Vor allem im ersten Jahr nach der Anpflanzung muss auf eine gute Wasserversorgung geachtet werden. Zum Verdunstungsschutz und zum Schutz vor Unkraut die Baumscheibe mit organischem Material abdecken.

Der Pflanzschnitt

Beim Pflanzschnitt kommt es auf die jeweilige Erziehungsform an. Beim freistehenden Gehölz werden Pfirsiche als Busch erzogen. Das heißt, im Bereich des zukünftigen Stämmchens werden alle Triebe etwa 40 bis 60 cm über dem Boden entfernt. Danach drei bis vier Seitentriebe auswählen und diese auf zwei bis drei Augen zurückschneiden. Im Folgejahr wird die Krone durch die Austriebe aufgebaut. Soll im Spalier ein Fächer erzogen werden, dann reichen zwei Seitentriebe aus. Diese werden auch auf zwei bis drei

Augen zurückgeschnitten. Den Mitteltrieb belässt man etwa eine Scherenlänge länger.

Auch beim Pflanzschnitt zum Busch wird der Stamm auf etwa eine Länge von 60 cm gekürzt. Drei bis vier gut um die Mittelachse verteilte Triebe auswählen und soweit zurückschneiden, dass sie in einer Ebene enden. Hier sollte der Mitteltrieb eine Scherenlänge länger belassen werden. Möchte man die Aprikose zur Spindel erziehen, wird der Mitteltrieb nicht zurückgeschnitten und alle Seitentriebe werden in eine waagrechte Stellung gebracht.