Aprikosenbaum- Pflanzen, Pflege und Krankheiten
Ihre Heimat ist das nördliche China. Der Aprikosenbaum stellt keine besonderen Ansprüche, nur durchlässig muss der Boden sein. Er verträgt auch trockene Hitze recht gut.
Zur vollen Ausbildung seiner Früchte liebt er viel Wärme ... und Sonne.
Der Wuchscharakter ist dem der Pflaumen nahe.
Der Baum übersteht unsere Winter gut, wenn nicht durch Wärme im Februar-März der Saftstrom zu zeitig angeregt wird und nachfolgende Kälte Schaden anrichtet. Seine sehr frühe Blüte zwingt beim Anbau bzw. bei der Anbauempfehlung zu starken Einschränkungen. Die Blüten vertragen durchaus etwas Frost. Dieser kann aber schnell zu stark werden, und das Risiko, dass es dann keine Ernte gibt, ist außerhalb der klimabegünstigten Weinbaugebiete recht groß, außerdem ist die Blüte gegen Regen empfindlich. Die Ernte ist in der Regel folgernd, d. h., es muss öfter durchgepflückt werden.
Die Früchte sind erntereif, sobald sie auf der Schattenseite langsam gelb werden. Ist ein Versand beabsichtigt, so sollte dieser zeitig durchgeführt ...
werden. Bei der Verwertung zu Konserven, Kompott, Konfitüre und als Kuchenbelag dürfen die Früchte nicht weich sein, für die Marmeladeherstellung sind voll ausgereifte Früchte besser. Bei der Aprikose lassen sich auch die Kerne nutzen. Neben dieser vielseitigen Verwendung sei der Frischverzehr nicht vergessen.
Wenn auch die Aprikose noch gut als großes Wandspalier verwendbar ist, so sollte sie doch im Allgemeinen nur dort, wo auch Pfirsich und Weinstock im Freien gedeihen, angebaut werden.
Um zu einem einheitlichen Ernteprodukt zu kommen, ist es bei den Aprikosen jetzt üblich, jung zu veredeln, statt sie unveredelt anzubauen.
Sonnengereifte Aprikosen
Nichts gleicht dem Aroma einer frisch gepflückten Aprikose aus dem eigenen Garten. Von daher ist der geschützte Anbau an einer Südwand auch in etwas kälteren Gegenden einen Versuch wert. Notfalls können Sie die im März und April erscheinenden Blüten durch Abdecken mit Vlies vor leichten Frösten schützen.
Allerdings beeinträchtigt auch häufiger Regen die Blüten und Früchte. In niederschlagsreichen Regionen ist deshalb ein Standplatz unter einem Dachvorsprung vorteilhaft. Aprikosen sind selbstfruchtbar, sodass Sie keinen zweiten Baum zur Fruchtbildung brauchen.
Aprikosen-Baumformen
Aprikosen werden meist als Busch- und Niederstammbäume angeboten. Als Niederstämme wachsen sie bis 5 m hoch und bis 4 m breit. Sie können sie mit Pyramidenkrone (ein Mittelast und drei bis vier Leitäste) oder Hohlkrone (ohne Mittelast) ziehen. Ansonsten bietet sich besonders die Erziehung als Fächerspalier an der Hauswand an.
Mittlerweile sind auch Zwerg- und Säulenaprikosen erhältlich. Sie lassen sich im Kübel kultivieren, was die Wahl eines geschützten Standorts stark vereinfacht.
Bewährte Aprikosen
Aprikosen werden im Juli oder August erntereif. Sie können sie bei Vollreife ernten oder noch hart und dann ein paar Tage nachreifen lassen.
1. Aprikose von Nancy
Diese über 200 Jahre alte Sorte hat hellgelbe, rotbackige, sehr aromatische Früchte
2. Hargrand
Die ertragreiche, nur wenig spätfrostgefährdete Sorte mit gelborangen Früchten ist sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten.
3. Heidesheimer Frühe
Mittelgroße, goldgelbe, zarte, saftige Früchte zeichnen diese altbewährte Sorte aus.
4. Mombacher Frühe
Eine alte Sorte mit mittelgroßen, sehr saftigen, gelbroten Früchten; hohe, regelmäßige Erträge.
5. Orangered
Diese frostharte Sorte hat große, orangerote Früchte.
6. Ungarische Beste
Diese frostharte Sorte hat große, leuchtend orangegelbe Früchte.
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