Blattkrankheiten und Pilzkrankheiten an Obstbäumen

blattkrankheit_flMit liebevoller Arbeit und Geduld hegen Obstgärtner ihre Bäumchen, bis sie endlich respektable Ernten erzielen können. Eine Menge Fachwissen gehört zum Pflanzen und vor allem Zurückschneiden der Bäumchen.

Eine Leidenschaft für berufsmäßige Obstbauern, aber auch Hobbygärtner, die im eigenen Garten oder Schrebergarten Platz und die nötige Liebe und Zeit mitbringen. Ärgerlich ist es dann, wenn die Ernte durch Krankheiten an den Obstbäumen in Gefahr ist. Zu diesen Krankheiten führen Bakterien und Viren, aber auch Schädlinge, die zum Beispiel ihre Eier in das Blattwerk vom

Obstbaum einbringen. Berüchtigte Pilzerkrankungen am Obstbaum sind der echte und falsche Mehltau, die auch Weinberge und Einzelrebstöcke in Gefahr bringen. 

Ein Schädling, der sich gerne an den Bäumen vergreift, ist die Gallwespe, die ihren Nistplatz leider oft und gern auf Kosten der Obsternte wählt. Erkennen kann der Gärtner die verschiedenen Erkrankungen an plötzlich faulenden unreifen oder auch reifen Früchten, am Welken und Abfallen der Blätter, aber auch an Unregelmäßigkeiten an der Rinde.

Meldepflichtige Obstbaumkrankheiten

Einige
Krankheiten, die an Obstbäumen, aber auch an Sträuchern mit Beeren auftreten können, sind meldepflichtig, egal, ob sie an einem Obstbaum im eigenen Garten oder in erwerbsmäßigem Obstanbau vorkommen. 

Dies ist zum einen die Scharka Krankheit. Diese erkennt der Gärtner an hellen ringartigen Gebilden auf dem Obst. Auch das Fruchtfleisch verändert sich zu einer gummiartigen Substanz. Ein Baum, der diese Zeichen trägt, muss ohne Umschweife gerodet und verbrannt werden. Bei Nichtbefolgen dieser Vorschrift erfolgt eine Strafe. Die Meldung erfolgt an die zuständige Aufsichtsdirektion. 

Auch der Feuerbrand ist eine meldepflichtige Obstbaum Krankheit. Diese tritt wie eine Seuche auf, wird durch ein Bakterium verursacht und befällt neben Kernobst-Bäumen auch Zierhölzer, wie etwa den Feuerdorn. Der Baum sieht, wie der Name schon sagt, „angekokelt“ aus. Verbrannt wirken die Blätter, die Blüten und die Triebe des Baumes. Signifikant sind auch die Schleimtropfen am Baum.

Der mit Feuerbrand infizierte Baum muss nicht gerodet, aber die Krankheit umgehend gemeldet werden. Ein weitläufiger Rückschnitt kann die Rettung sein, allerdings muss jedes verwendete Werkzeug peinlichst genau desinfiziert werden. Das Fällen ist die letzte, leider aber manchmal, bei zu weitem Fortschritt der Erkrankung, notwendige Maßnahme, eine Ausbreitung der Krankheit zu dämmen. 

Besitzer mehrerer Obstbäume müssen sich die Hände gründlich waschen und die Kleidung waschen beziehungsweise desinfizieren, bevor sie weitere Bäume anfassen. Die Übertragung kann über Rindenwunden, aber auch Triebe erfolgen.