Kleine Obstbäume für den Garten - Pflege, Schnitt

Obst im eigenen Garten - z.B. mit einem kleinen BirnenbaumViele Gärten sind inzwischen so klein geworden, dass sie nicht mehr ausreichend Platz bieten, um dort große Obstbäume zu pflanzen. Für diesen Fall eignen sich Zwergbäume oder Säulenobstgehölze, die in ihrer Höhe und Breite begrenzt sind. Sie haben gleichzeitig den Vorteil, dass sich das Obst viel leichter ernten lässt.

Zwergbäume im Obstgarten

Zwergbäume werden auf einem langsam wachsenden Stamm veredelt. Sie wachsen daher kaum noch in die Höhe, sondern bilden

nur noch eine etwas größere Krone aus. Die kleinsten dieser Bäume lassen sich sogar in einem etwas größeren Kübel auf der Terrasse kultivieren. Hierfür eignen sich besonders die Pfirsich- und Nektarinenbäume, die so viel Wärme wie möglich bekommen sollten, damit die Früchte gut ausreifen.

Kleine Obstbäume haben den Vorteil, dass sie kaum beschnitten werden müssen. Bei ihnen werden nur die zu lang gewordenen Triebe eingekürzt. Außerdem kann von ihnen häufig schon im nächsten oder übernächsten Jahr geerntet werden, während große Obstbäume hierfür meist einige Jahre benötigen. Ein Nachteil der Zwergbäume liegt allerdings darin, dass sie bei weitem nicht so alt werden wie ihre großen Verwandten. Ihre Lebenserwartung liegt im Schnitt bei etwa 15 Jahren, während die großen Obstbäume oft ein Alter von mehreren Jahrzehnten erreichen.

Säulenobst
  • Sehr wenig Platz im Garten braucht auch das Säulenobst, das schlank und aufrecht in die Höhe wächst.
  • Es wird meist etwa zwei bis drei Meter hoch und nur
    einen halben bis einen Meter breit.
  • Dadurch können mehrere Bäume wie bei einer Hecke dicht beieinander gepflanzt werden.
  • Auf kleinster Fläche können verschiedene Obstsorten geerntet werden.
  • Gleichzeitig kann eine solche Obstbaumhecke als Umrahmung des Grundstücks und als Sichtschutz genutzt werden.
Auch das Säulenobst muss kaum geschnitten werden: Es behält bei manchen Obstsorten wie dem Apfel von Natur aus seinen schlanken Wuchs, bei anderen Sorten müssen die seitlichen Triebe im Sommer gestutzt werden. Hierzu werden sie auf jeweils 10 bis 15 cm eingekürzt.

Obstbäume pflanzen

Die kleinen wie auch die großen Obstbäume werden am besten im Herbst gepflanzt, denn dann ist das Angebot in den Baumschulen am größten, ebenso ist eine Pflanzung aber auch im Frühling möglich. Die wurzelnackten Bäume ohne Topfballen können nur in der Zeit, in der sie kein Laub tragen, gepflanzt werden, die Pflanzen in Containern dagegen das ganze Jahr über.

Generell gilt, dass Obstbäume einen sonnigen bis halbschattigen Platz im Garten bekommen sollten. Damit sich viele Früchte bilden, sollte der Boden dort nährstoffreich sein. Am einfachsten und gesündesten ist es, hierzu im Frühjahr etwas Kompost in den Boden einzuarbeiten. In der ersten Zeit nach der Pflanzung müssen die Bäume regelmäßig gegossen werden. Wenn sie gut angewachsen sind, ist dies jedoch im Allgemeinen nicht mehr nötig, denn dann können sie sich selbst mit Wasser versorgen.

obstgarten flTipp: Beim Kauf eines Obstbaums ist darauf zu achten, ob es sich um eine Sorte handelt, die sich selbst befruchtet oder ob eine zweite Sorte gepflanzt werden muss. Oftmals lässt sich die Ernte aber auch bei den selbstbefruchtenden Sorten steigern, wenn ein zweiter Baum

gepflanzt wird.

Kleine Obstbäume im Kübel

Obstbäume in einem Kübel sind recht pflegebedürftig, denn sie können sich nicht selbst mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Sie müssen daher regelmäßig gegossen und gedüngt werden, damit sie viele Früchte tragen. Besonders an heißen und sonnigen Tagen und während der Blütezeit und der Fruchtbildung ist daher auf eine ausreichende Bewässerung zu achten. Im Winter sollten die Pflanzen etwas geschützt stehen, denn in einem Kübel sind ihre Wurzeln der Kälte sehr viel stärker ausgesetzt als im Freiland. Um sie zu schützen, kann der Kübel mit einem Vlies oder einer Luftpolsterfolie umwickelt werden.