Kletterobst - Tipps zur Pflege und Schneiden

Kletterobst - ApfelbaumDornenlose Brombeeren, Himbeeren, Feigen, Kiwis, Wein oder auch Spalier- oder Säulenobst kann zur schmackhaften Begrünung von Wänden, Zäunen oder Mauern eingesetzt werden. Sie alle bevorzugen einen sonnigen Standort. Aufgrund ihrer geringen Platzansprüche können sie auch in sehr kleinen Gärten oder sogar in Pflanzkübeln auf Terrassen oder Balkonen als Naschobst gepflanzt werden. Allerdings sollte man bedenken, dass die Pflanzkübel im Winter gut vor Frost geschützt werden müssen. Beim Kletterobst muss zunächst das Gerüst für die Kletterpflanze angelegt werden.

Waagrechte Kletterhilfen anbringen

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Damit man möglichst ohne Leiter die Früchte des Klettterobstes ernten kann, sollten die Kletterhilfen waagrecht angebracht werden. Dabei ist auch oft die Rede vom Spalierobst. Dazu kann man Kletterdraht, Rankgitter oder dünne Holzstangen verwenden. Aber auch an Geländern, Absturzsicherungen, Sichtblenden oder Zäunen können sich verschiedene Kletterobstarten entlang ranken. Da die meisten der eingangs erwähnten Sorten nicht über eigene Haftorgane verfügen, müssen sie an der Kletterhilfe mit Pflanzbast oder ähnlichem befestigt werden.

Auswahl der Pflanzen

Wichtig ist zu bedenken, dass etwa bei den üblicherweise zweihäusigen Pflanzen, wie zum Beispiel der Kiwi, entweder eine männliche und eine weibliche oder aber als Alternative selbst befruchtende Varianten benötigt werden. Denn sonst können diese Pflanzen keine Früchte hervorbringen. Bei der Auswahl von Spalierobst sollte man außerdem auch auf veredelte Sorten achten. Zwar sind die gegen Pilz- und andere Krankheiten resistente Sorten
deutlich teurer, dafür zahlt sich dies aber meist durch eine gute Ernte und oder eine etwas längere Lebensdauer wieder aus. Zum Spalierobst können z. B. Äpfel und Birnen sowie Aprikosen, Pfirsiche und andere erzogen werden. Die Erziehung zum Spalierobst blickt auf eine jahrhundertlange Tradition zurück. Wer den hohen Pflegeaufwand nicht scheut und über fundierte Fachkenntnisse verfügt, der kann sich der am Spalierobst versuchen.

Pflanz- und Pflegehinweise

Wer auf eine gute Ernte hofft, muss auch ein wenig dafür tun. Im Mai sollten bei den Wein- und Tafeltrauben alle überzähligen Triebe ausgebrochen werden. Denn diese verbrauchen Wasser und Nährstoffe, welche der Stock dringend für die Bildung der Beeren braucht. Obstgehölze können bei mildem Wetter im Januar gepflanzt werden.

Tipps zum Schneiden von Kletterobst

Apfelbaum - auch als kletternder Baum möglichMitte Mai sollten an den Seitentrieben vom Spalierobst die Spitzen entfernt werden. Dazu werden die Seitentriebe der waagrecht wachsenden Fruchttriebe auf etwa vier bis sechs Blätter zurück geschnitten. Damit werden senkrecht aufstrebende Wasserschosse vermieden und die Fruchtholzbildung gefördert. Etwa Ende Mai werden bei den Kiwis mit großen Früchten (wie etwa der Actinidia chinensis) die neu ausgebildeten Triebe bis auf zwei bis drei Blätter eingekürzt. Die aus den Seitenknospen entstehenden Kurztriebe werden dann im nächsten Jahr Früchte tragen. Bei Kiwi-Sorten mit kleinen Früchten (wie zum Beispiel Actinidia arguta) ist nicht unbedingt ein Rückschnitt erforderlich. Mit geeigneten Schnittmaßnahmen kann man Spindelobstbaumen eine schöne schlanke Säulenform geben.

Dazu werden sie im Sommer und im Winter zurückgeschnitten. Den Leittrieb lässt man wachsen. Die Seitenäste werden regelmäßig gekürzt. Zudem sollte man auf einen freien Zugang von allen Seiten achten. Kletterobst sollte entweder im Spätwinter oder direkt nach der Blüte (je nach Blütezeit) zurück geschnitten werden.

Schnell wachsende Pflanzen müssen regelmäßig ausgelichtet bzw. gekürzt werden. Je nach Art der Kletterpflanze kann auch eine Auslichtung erst im Alter und nach Bedarf sinnvoll sein.