Zierbirne - Pflege und Schneiden

BirnenNeben den Obstbäumen gibt es auch einige Ziersorten der heimischen Birne. Diese Ziergehölze sind sowohl für den Garten als auch für die Anpflanzung an Straßen und Alleen geeignet, da die Zierbirne sehr unempfindlich gegenüber Luftverschmutzungen reagiert. Die außergewöhnliche Herbstfärbung macht diesen Baum attraktiv und die kegel- oder säulenförmige Baumkrone der verschiedenen Sorten machen die Zierbirnen so beliebt. Bei der Wahl des richtigen Standortes benötigen die Zierbäume kaum Pflege und Wartung. Auch ein Rückschnitt der Äste ist nicht bei allen Bäumen der Zierbirnen erforderlich.


/>Der richtige Standort der Zierbirne:
  • durchlässiger Boden
  • sonniger Standort
  • Höhe der Zierbirne von acht bis zehn Meter
  • jährliches Wachstum von 50 cm

Pflanzen & Pflege

Da die Zierbirne sehr anpassungsfähig ist, wächst diese auf allen durchlässigen und trockenen Böden. Die tiefgehenden Wurzeln sorgen dafür, dass die Zierbirnen auch große Hitze gut vertragen, deshalb ist ein sonniger Standort immer empfehlenswert. Ab einem gewissen Alter ist der Baum genügend frosthart, allerdings sind die frühen Austriebe bei einem späten Frost im Frühjahr gefährdet. Der ausgewachsene Baum kann eine Höhe von acht bis zehn Meter erreichen.

reife BirnenDie Baumblüte ist im April durch ihre weißen Blüten schon von Weitem sichtbar und die ausgeprägte Herbstfärbung macht den Baum auch während dieser Jahreszeit zu einem Highlight im heimischen Garten. Eine regelmäßige Düngung ist zur Stärkung des Baumes notwendig, da einige Sorten der Zierbirne anfällig gegen Feuerbrand sind. Die meisten Sorten der Zierbirnen lieben es auch, wenn sie ganz in Ruhe wachsen können, dabei kann die Baumkrone eine Breite von fünf Meter erreichen. Das Wachstum kann dabei bis zu 50 Zentimeter in einem Jahr betragen, sodass die Zierbirne schon nach einigen Jahren eine stattliche Höhe erreichen kann. Ihre Früchte sind birnenförmig und können im Herbst geerntet werden. Mehrere Zierbirnen können so im Garten nebeneinander angebaut werden, ohne dass diese sich beim gegenseitigen Wachstum behindern. Vor allem die säulenförmigen Sorten sind für dieses Art der Anpflanzung bestens geeignet. Deshalb werden diese Sorten auch gern zur Anpflanzung an Straßen oder Alleen genutzt, um Straßenzügen ein attraktives Aussehen zu verpassen. Diese Anpflanzung wird gern in Parkanlagen, an beliebten Straßen und Plätzen, aber auch im heimischen Garten genutzt, denn die attraktive Blüte und die auffällige Herbstfärbung sorgen dafür, dass die Zierbirnen immer wieder zum Hingucker werden.

Das Schneiden und Pflanzen der Zierbirnen

Beim Pflanzen geben den Zierbirnen Pflanzstützen den nötigen Halt, die nach dem
Größerwerden des Baumes wieder entfernt werden kann. Die Zierbirne kann das ganze Jahr über gepflanzt werden, allerdings eignen sich die Herbstmonate am besten zum Pflanzen. So kann der Baum noch kräftig genug werden, bevor der strenge Frost einsetzt. Eine ausreichende Wässerung nach dem Pflanzen sorgt für die notwendige Versorgung des Baumes und wirkt gleichzeitig einer Austrocknung entgegen. Der geeignete Standort mit der Möglichkeit, dass die Wurzeln sich tief in der Erde entwickeln können, sorgen für einen sicheren Stand des Baumes und bewirken das Wachstum optimal.

Zwar ist ein regelmäßiger Rückschnitt der Ziergehölze nicht notwendig, aber das Auslichten des Baumes kann dafür sorgen, dass Platz für neuen Austrieb geschaffen wird. Einige Hobbygärtner schneiden die Zierbirnen auch in Form, um

deren Aussehen zusätzlich attraktiver zu gestalten. Der Rückschnitt hat allerdings den Nachteil, dass ein geringerer Ertrag von Früchten erwartet werden kann. Ein Rückschnitt findet immer gegen Ende des Winters statt, der strengste Frost muss allerdings vorüber sein, damit der Rückschnitt keinen Schaden am Baum anrichten kann. Der Rückschnitt wird vor allem dafür genutzt, dass alle Teile des Baumes gut von der Sonne und vom Licht erreicht werden können. Der Rückschnitt ist vor allem dann sinnvoll, wenn sich Zweige überkreuzen, Seitenzweige werden dabei über einer sich bildenden Knospe zurück geschnitten. Im Sommer treiben diese Zweige dann erneut aus und der Baum erreicht dadurch eine dichtere Verzweigung. Die nach innen wachsenden Zweige können ganz abgeschnitten werden, so wird eine Wuchsrichtung der Zweige bestimmt.
 
birne_flSchön anzusehen, eine Zier in jedem Garten

Der Chanticleer wird in der Regel zwischen acht und zehn Meter groß und besticht durch eine nach oben hin schmal zulaufende, kegelartige Krone. Die weißen Blüten (Blütezeit ab April) leuchten schon von weitem und tragen so zu einem noch üppigeren Gesamteindruck bei. 

Auch der Pyrus caucasica ist in jedem Garten ein echter Blickfang. Der gerade durchgehende Stamm sowie der aufrechte, „schnurgerade“ Wuchs sind es, die schon auf den ersten Blick auffallen. Nachteil dieser Zierbirnenart ist jedoch die seine Feuerbrandanfälligkeit. Regelmäßiges Düngen zur Stärkung des Gewächses ist somit nahezu unverzichtbar. 

Anders beim Beech Hill, denn diese Zierbirnenart liebt trockene Böden und schätzt es, wenn sie „in Ruhe“ wachsen und gedeihen kann. Dann nämlich kann die Krone eine Breite von bis zu fünf Metern erreichen. Ohne großen Aufwand wächst die Zierbirne etwa einen halben Meter pro Jahr. 

Auch im Herbst eine wahre „Augenweide“

Die Zierbirne ist sowohl als einzeln stehender Baum zu finden, in Gruppen oder als Alleebaum. Ein regelmäßiger Baumschnitt ist bei der Zierbirne nicht erforderlich. Es genügt schon, wenn der Hobbygärtner nach der Blütezeit etwas auslichtet, um so Platz für neue Triebe zu schaffen. 

Natürlich ist es bei Bedarf ebenso möglich, die Zierbirne auch in Form zu schneiden; zum Beispiel als dekoratives Gebüsch oder einfach nur, wenn im Garten Platzmangel herrscht. Nachteil ist hierbei allerdings der geringere Fruchtertrag. 

Nichtsdestotrotz bietet eine Zierbirne in optischer Hinsicht zahlreiche gestalterische Möglichkeiten. Wer mag, reduziert den Baum - sofern er bereits stark genug ist, einen derartigen Rückschnitt zu überstehen - so weit, dass er als Heckenbusch eingesetzt werden kann. Es erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit, mehrere Zierbirnenbäume in dieser Form nebeneinander im heimischen Garten anzubauen.