Baumschule für Obstbäume

Grundsätzlich ist eine Baumschule ein Betrieb, der in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau erwerbsmäßig die Anzüchtung von Bäumen, Sträuchern, Rosen, Obstgehölzen und Forstpflanzen vornimmt.

Diese Pflanzen werden hier aufgepflanzt, was richtig aufschulen genannt wird und sinngemäß das Treiben der Wurzeln bedeutet.

Was zeichnet Baumschulen aus?

Alternativ können die Pflanzen auch in Containern kultiviert werden, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben und verkauft werden können. Typische Kunden einer Baumschule sind Wiederverkäufer wie ein Gartenfachgeschäft, der Einzelhandel oder auch der Endnutzer. Aber

auch Obstbauern, Winzer oder Waldbauern kaufen regelmäßig ihre Pflanzen in einer Baumschule ein.

In der Regel spezialisiert sich eine Baumschule auf einen Bereich, sodass es spezielle Baumschulen für Obstbäume, für den Forstbetrieb oder für Weihnachtsbäume und anderes gibt.

Möchte man sich für seinen Garten einen Obstbaum anschaffen, ist es also sehr ratsam, eine Baumschule
für Obstbäume aufzusuchen. Diese kann man einfach und unkompliziert über eine der Suchmaschinen im Internet finden. Alternativ kann sich aber auch ein Blick in das Branchenbuch es jeweiligen Ortes lohnen, denn auch hier sind in der Regel Baumschulen für Obstbäume und andere Pflanzen aufgeführt. Verkauft werden in einer Baumschule aber nicht nur kleine Sprösslinge, denn man kann hier auch voll ausgewachsene Bäume kaufen.

Nachteile von Obstbäumen aus Baumschulen

So praktisch Baumschulen auch sind, sie haben mit vielen Kritikpunkten zu kämpfen. Vor allem der Befall von Forstschädlingen ist hier sehr häufig gegeben, denn Baumschulen bauen meist gleichartige Pflanzen, auf einer sehr großen Fläche, an. Besonders zu schaffen macht den Baumschulen dabei die Larve der Schnellkäfer, die unteririsch die Wurzeln von jungen Pflanzen und Sämlingen anfressen.

Weitaus problematischer ist aber die Verbreitung von Krankheitserregern und Schädlingen durch den internationalen Handel. Gerade bei Pflanzen, die aus anderen Klimazonen kommen, fehlen in unseren Breiten einfach die natürlichen Feinde, sodass hier mit chemischen Mitteln gekämpft wird. Dies wiederum wird in keinem Fall dem Anspruch an Bio-Obst gerecht.

Daher sollte man bei der Wahl der richtigen Baumschule auf biologische Bauschulen zurückgreifen, die ganz ohne chemische Herbizide und Pestizide arbeiten und auch keinen mineralisierten Dünger einsetzen. Durch die Nützlingsförderung, Zwischenfruchtanbauten und Mulchverfahren wird hier auf das gute und gesunde Wachstum geachtet.