Pfirsichsorten - gibt es resistente Arten gg. Kräuselkrankheit

pfirsich flPfirsiche sind lecker und gesund. Inzwischen gelingt vielen Gartenbesitzern in Deutschland auch die Kultivierung eines Pfirsichbaumes. Es sind bei uns durchaus gute Ernten zu erzielen. Allerdings trübt die Kräuselkrankheit der Bäume oft die Freude. Viele Pfirsichbäume werden von dem für die Erkrankung zuständigen Pilz befallen.

Zu erkennen ist der Befall an den sich mehr oder weniger stark kräuselnden Blättern. Die Blätter fallen irgendwann ab und es bilden sich neue. Es scheint also nicht weiter schlimm und nur ein optisches

Problem. Allerdings kann die jedes Jahr wieder auftretende Erkrankung den Baum auf Dauer schädigen und seine Lebensdauer deutlich verkürzen.

Bekämpfung der Kräuselkrankheit
  • Bekämpft werden kann die Kräuselkrankheit nur durch Spritzen des gesamten Baumes.
  • Für die Spritzung ist der geeignete Zeitpunkt wichtig.
  • Dieser ist erreicht, wenn im Spätwinter (meist Januar) die Knospen schwellen. Das Knospenschwellen ist schwer zu erkennen. Hilfreich ist deshalb, schon im Dezember einige Triebteile mit Farbspray zu bespritzen. Wenn die Farbe von den Knospen platzt, heißt das, sie schwellen und dann muss gespritzt
    werden.
  • Später muss noch einmal gespritzt werden. Wichtig ist, sich an die Hinweise auf den Verpackungen der Spritzmittel zu halten!
Bei Befall
  • Wird der Befall entdeckt, sollten betroffene Triebspitzen und Blätter entfernt werden, um die Vermehrung und Verbreitung der Pilzsporen zu verhindern!
  • Abfall nicht auf den Kompost geben, am besten in den Restmüll!
Resistente Sorten
  • Im Handel werden resistente Pfirsichsorten angeboten. Es gibt aber keine wirklich resistente Sorten. Allerdings gibt es weniger anfällige Pfirsichsorten!
  • Am besten sucht man sich eine der robusten Sorten aus und bietet dem Baum einen idealen Standort und das entsprechende Pflanzsubstrat, damit er sich gesund entwickelt und widerstandsfähig ist. Dann kann er auch Schaderregern widerstehen.
Sortenempfehlungen
  • 'Amsden'
  • 'Roter Ellerstädter' ('Kernechter vom Vorgebirge')
  • 'Früher Alexander'
  • 'Benedicte'
  • 'Weinbergpfirsich'
  • 'Manon'
  • 'Revita'

pflanzenschutz3 flGünstig ist es, sich einen Pfirsichbaum beim Fachhändler zu kaufen. Deren Bäume sind gesund und widerstandsfähig - die beste Voraussetzung für einen guten Start.

Vorbeugung
  • Hausmittel sollen gegen die Kräuselkrankheit helfen: Dazu gehören eine Unterpflanzung mit Knoblauch, Kapuzienerkresse und Meerrettich.
  • Auch Spritzungen mit Schachtelhalmtee oder einer Essigbrühe (100ml Essigessenz auf 1000ml Wasser) sollen helfen, die Pflanze zu stärken. Hinweis: nur abends oder bei trüben Wetter spritzen!
Fazit der Redaktion

Wirklich resistente Pfirsichsorten gegen die Kräuselkrankheit gibt es nicht, obwohl sie häufig angeboten werden. Was es gibt, sind weniger anfällige Sorten. Auch bei ihnen ist es wichtig, dass man einen gesunden Baum erwirbt und ihm einen geeigneten Standort gibt. Gesunde Pfirsiche und eine gute Ernte sind möglich. Dafür muss man die Bäume aber schon zeitig im Jahr beobachten und evtl. Schritte gegen die Erkrankung unternehmen.