Obstbaum verschneiden - Obstbaumschnitt

Damit er gute Früchte trägt: Apfelbaum verschneidenObstbäume zieren viele Gärten. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist es vor allem das Obst, welches man ernten kann und so eine Menge Geld spart, zum anderen ist es der geringe Pflegeaufwand, denn man mit einem Obstbaum betreiben muss.

Damit man jedoch lange Freude an seinem Obstbaum hat und über viele Jahre die leckeren Früchte genießen kann, bedarf es lediglich eines Rückschnittes.

Viele Laien, denken man können einfach wahllos drauflos schneiden, dies ist jedoch ein großer Irrtum.

Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Schnittarten – den Erziehungs– und den Aufbauschnitt. Egal um welche Schnittart es sich handelt, man sollte diese in jedem Fall richtig und gewissenhaft vornehmen, da dies der entscheidende Aspekt für das Wachstum und die Ernte ist.

Obstbaum verschneiden - die Regeln
  • Man schneidet zunächst immer die kranken und alten Äste und Triebe.
  • Gefolgt von wild gewachsenen Ästen.
  • Alle Triebe, die nach innen wachsen, benötigen einen Rückschnitt.
  • Die entstandenen Schnittwunden müssen abgedeckt werden, da diese eine gute Angriffsfläche für Nässe und Pilze bilden.
Wann wird geschnitten?

Es gibt durchaus verschiedene Meinungen, was den optimalen Rückschnitt eines Obstbaumes angeht. Einige Obstbauern schneiden ihre Bäume im Sommer, andere wiederum im Winter. Im groben kann man jedoch sagen, dass sich der Zeitpunkt nach der Obstsorte richten sollte. Beeren-, Stein- und Kernobst sollten in der Regel Anfang des Jahres – zwischen Januar und März geschnitten werden. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wie beispielsweise die Sorten Pfirsich und Kirsche, denn diese sollten unmittelbar nach der Ernte verschnitten werden. Der Winterschnitt sollte jedoch niemals bei Temperaturen unter 4 Grad vorgenommen
werden, da sonst der Wuchs und der neue Austrieb negativ beeinflusst werden würden.

Obstbaumschnitt - der ErziehungsschnittMit dem Sommerschnitt wird eine Art Gleichklang erzeugt. So können sich Holz und Frucht besser aufeinander abstimmen, und die Schnittwunden haben genügend Zeit zu heilen. Der Winterschnitt sorgt hingegen dafür, dass das Holz kräftiger wird.

Die Wahl des Schnitt-Werkzeuges

Wie bei jedem anderen Arbeitsvorgang auch, ist die Wahl des Werkzeuges entscheidend für eine gute und vor allem gelungene Arbeit. Für den Obstbaumschnitt benötigen Sie eine Gartenschere für die dünnen Zweige. Diese sollte jedoch scharf sein, da Sie ansonsten die Äste unnötig verletzen und die Wunden schlecht verheilen. Äste, die stärker wie 1,5 bis 2 cm sind, bietet sich eine Astschere an. Hier wäre es ideal, wenn Sie eine Teleskopverlängerung besitzen, dann sparen Sie sich die mühsame Arbeit mit einer Leiter. Für größere Äste, bietet sich hingegen eine Bügelsäge oder eine Stichsäge an. Sollen kleine Wunden an den Ästen ausgeschnitten werden, genügt entweder ein scharfes Messer oder eine Gartenhippe.

Wie wird geschnitten?

Beim Schneiden eines Obstbaumes beginnt man zunächst mit dem sogenannten Pflanzschnitt, gefolgt von Erziehungs- und Kronenaufbauschnitt. Später kommt dann der Instandhaltungsschnitt hinzu. Wichtig wäre darauf zu achten, dass der Baum beim Schnitt eine optimale Form erhält. Das heißt, die Früchte sollen genügend Platz zum Wachsen haben. Sind die Äste zu dicht gewachsen, fällt die Ernte schlechter aus, die Luft kann nicht richtig zirkulieren und es kommt zu Pilzbefall und zu Krankheiten.
Kurzüberblick:
  1. Man

    schneidet die Krone zu einer Art Pyramide.
  2. Man schneidet den zunächst direkt nach dessen Pflanzung.
  3. Die letzte Knospe sollte oberhalb sitzen – es wird faktisch nur zwischen zwei Knospen geschnitten.
  4. Die Triebe werden um circa ein Drittel zurück geschnitten.
  5. Wilde Triebe werden eingekürzt.
  6. Die Leittriebe werden nicht geschnitten.
  7. Abschüssige Äste werden ausgelichtet – ebenso zu dicht Gewachsene.
  8. Altes und krankes Holz wird entfernt.
  9. Der Schnitt soll so erfolgen, dass genügen Licht und Luft vorhanden und zirkulieren kann.
Zu beachten gilt: Schneiden Sie im Sommer, bremsen Sie das Wachstum des Baumes. Nach einem Winterschnitt wird das Wachstum angeregt. Wenn Sie jedoch auf eine gute Ernte hoffen, dann müssen Sie wissen, dass jüngeres Holz, bessere Erträge einbringt.