Obstbaumdünger - Obstbaumdüngung für mehr Ertrag

obstbaum flWenn die Obsternte im eigenen Garten Jahr für Jahr immer geringer ausfällt und die Bäume kaum noch wachsen, könnte dies daran liegen, dass sie nicht genügend Nährstoffe über den Boden aufnehmen können.

In diesem Fall hilft ein guter Obstbaumdünger, der am besten im Frühling, bevor die Obstbäume wieder austreiben, oder bei neuen Bäumen bei der Pflanzung in den Boden eingearbeitet wird. Hierfür eignen sich natürliche Düngemittel wie Mist und Kompost wie auch künstlich hergestellte Dünger aus dem Handel.

Obstbaumdüngung

für einen neu angelegten Obstgarten


Vor allem neu gesetzte Obstbäume brauchen in der Anfangszeit ein wenig Unterstützung, damit sie gut anwachsen und ein weitreichendes Wurzelwerk bilden, über das sie sich später selbst versorgen können. Bei ihnen sollte daher gleich beim Pflanzen etwas Kompost, Stallmist oder Dünger in das Pflanzloch gegeben werden, bevor der Baum hineingesetzt wird.

Auch eine gute Pflanzerde kann diesen Zweck erfüllen, denn sie enthält alle Nährstoffe, die für ein gesundes Wachstum notwendig sind. In diesem Fall wird der Gartenboden ein Stück weit abgetragen und mit der Pflanzerde wieder aufgefüllt. Damit all diese Nährstoffe aber nicht von Unkräutern verbraucht werden, sollten die Bereiche rund um die Stämme der Obstbäume regelmäßig von Unkraut befreit werden. Um sich die Gartenarbeit etwas zu erleichtern, kann hierzu auch eine Mulchschicht aufgebracht werden. Vorsicht: Bei jungen Bäumen sollten hierfür jedoch keine Holzschnitzel oder Rinde verwendet werden, denn diese
entziehen dem Boden zunächst den Stickstoff und geben ihn erst beim Verrotten wieder ab, sodass in der Anwachszeit den Bäumen Stickstoff fehlen würde.

Frisch gepflanzte Obstbäume werden daher am besten mit Laub oder Grasschnitt gemulcht, während bei schon älteren Bäumen durchaus auch Rindenmulch verwendet werden kann. Diese Mulchschicht verhindert nicht nur die Entstehung von Unkraut, sondern führt dem Boden wieder neue Nährstoffe zu, wenn das Mulchmaterial verrottet. Etwas Vorsicht ist beim Mulchen allerdings in Gärten geboten, in denen sich Wühlmäuse angesiedelt haben, denn diese Nager finden unter dem Mulch ideale Bedingungen und ernähren sich vor allem im Winter gern von den Wurzeln der Obstbäume.

Natürliche Obstbaumdünger für den Hausgarten

Alternativ zum Kompost oder Stallmist kann als Düngemittel für Obstbäume Horndünger verwendet werden. Dieser Dünger wird aus Hufen und Hörnern von Rindern hergestellt und in Form von Spänen, Grieß und Mehl angeboten. Er enthält viel Stickstoff, der bei einer größeren Körnung über einen längeren Zeitraum an den Boden abgegeben wird, und beim Mehl den Pflanzen sofort zur Verfügung steht. Horndünger wird auch von Bio-Bauern eingesetzt, die keine künstlichen Düngemittel beim Anbau von Obst und Gemüse verwenden dürfen.

duenger-hornspaene4-maObstbaumdünger aus dem Handel

Künstlich hergestellte Obstbaumdünger werden als Volldünger oder NPK-Dünger bezeichnet, denn sie enthalten Stickstoff, Phosphat und Kalium. Für Obstbäume und Beerensträucher werden diese drei Bestandteile in ihrem Verhältnis so gemischt, wie es für das gute Wachstum und eine reichen Ertrag der Obstbäume notwendig ist. Künstlicher Dünger sollte immer nur genau nach Vorschrift angewendet werden, damit es zu keiner Überdüngung kommt, die den Pflanzen schaden würde.

Zu viel Stickstoff mindert den Ertrag

Etwas Vorsicht ist

auch bei Düngemittel geboten, die einen hohen Stickstoffanteil haben. Stickstoff wird hauptsächlich von den Ästen, Zweigen und Blättern der Pflanzen benötigt und sorgt dort für ein kräftiges Wachstum. Dies geht bei Obstbäumen jedoch auf Kosten der Blüten- und Fruchtbildung, sodass der Ertrag dann oft geringer ausfällt. Außerdem können die Bäume durch dieses schnelle Wachstum anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden.