Spalierobst - Pflege, Schnitt

obstbaum-spalier-hg-flSpalierobst hat den großen Vorteil, dass es sich auch für kleinen Raum eignet. Ein normaler Obstbaum braucht eine Menge Platz und stellt Ansprüche an den Boden und die Möglichkeiten, um die Wurzeln entwickeln zu können. Spalierobst lässt sich aber auch auf dem Balkon hervorragend züchten.

Allerdings ist es so, dass dieses Obst wohl eher als Liebhaberei bezeichnet werden kann, da es so arbeitsintensiv ist. Als Obstsorten für das Spalierobst eignen sich in der Regel alle Apfel- und Birnensorten. Spalierobst kann sehr unterschiedliche Formen

haben. Bekannt sind vor allem der einarmige und zweiarmige Spalierbaum aber auch das U-Spalier. Natürlich gibt es wesentlich mehr Formen, in die man das Spalierobst bringen kann. Wichtig für das Spalierobst ist, dass es auf schwachwachsenden Unterlagen veredelt wurde.

Spalierobst anpflanzen und ziehen

Den Baum für das Spalierobst sollte man aus einer Gartenbaumschule holen. Dabei sollte man bei der Pflanze darauf achten, dass die Seitenäste paarig am Leittrieb entspringen. Die verwendeten Spaliere können aus Holz oder Metall sein. Allerdings können auch Spanndrähte verwendet werden. Der Abstand zwischen den Stäben und Drähten sollte zirka vierzig Zentimeter betragen. Für das Biegen der Äste ist der Zeitpunkt entscheidend. Unausgereifte Äste sind sehr biegsam, weshalb das Biegen nur 10 bis 20 cm vor der Spitze möglich ist. Daher sollten die Äste zwischen Mai und Juli gebogen werden.

Die Triebe, die aus den Seitenknospen entspringen,
müssen stark eingekürzt werden, um die Entwicklung der späteren Äste nicht zu gefährden. Erst durch mehrmaliges Einkürzen wird der Grundstock für das spätere Spalierobst gelegt. Spalierobst eignet sich nicht nur für Balkone, sondern auch für kleine Gärten. Dieses Obst besticht durch die vielen Blüten und die Früchte. Spalierobst ist jedoch auch geeignet, um Grundstücke voneinander abzutrennen.

Spalierobstbäume pflegen

Wenn man Spalierobstbäume nach klassischem Vorbild züchten möchte, ist ein Sommerschnitt häufig unerlässlich. Nur auf diese Weise lässt sich das Wachstum begrenzen und die Blütenpracht fördern. Der Sommerschnitt basiert auf der Tatsache, dass mehr Triebe ausgebildet werden, als zur Fruchtbildung und Kronengestaltung notwendig sind. Üblicher Weise würden diese Triebe mit dem Winterschnitt entfernt. Dieser kann sich hin und wieder jedoch sehr schwierig gestalten, sodass man diese Triebe herausreißt oder herausdreht, solange sie noch nicht verholzt sind. Die dabei entstehenden Wunden heilen verhältnismäßig schnell. Die übrigen Sommertriebe müssen in ihrer Länge eingekürzt werden.

Der Sommerschnitt bringt also viele Vorteile mit sich. Dabei wären zum einen die bessere Belichtung der Krone und folglich auch die Verbesserung der Blütenknospenbildung zu nennen. Ferner ist durch den Sommerschnitt eine Wachstumsverminderung bei Spalierobst zu beobachten. Vor allem bei Süßkirschen hat sich dieser Vorgang sehr positiv bemerkbar gemacht. Wenn man das Spalierobst im Sommer beschneidet wirkt sich das ferner positiv auf die Entwicklung des Obstes aus. Es ist weniger krank, besser ausgefärbt und auch die Qualität steigert sich. Außerdem kann man sagen, dass sich die Kronenausbildung übersichtlich bleibt und der Winterschnitt daher keinen so großen Aufwand erfordert.  Es ist wichtig, für den Sommerschnitt des Spalierobstes den richtigen Zeitpunkt abzupassen, da es sonst notwendig werden kann, die Triebe häufiger einzukürzen. Je nach Obstsorte kann der Zeitpunkt für den Sommerschnitt differieren. Daher ist es angeraten, sich über

den richtigen Zeitpunkt zu informieren, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.