Mit Dampfentsafter Obst entsaften - Anleitung & Rezepte

Obst schmeckt auch in flüssiger Form: Dazu wird es am besten dampfentsaftetFür das Entsaften mit einem Dampfentsafter eignen sich vor allem Obstsorten mit einer relativ dünnen Schale wie alle Arten von Beerenobst, denn bei dieser Technik werden die Früchte vor dem Entsaften nicht geschält.

Der Aufbau des Dampfentsafters

Der Dampfentsafter besteht aus drei Töpfen und einem Deckel. In den unteren Topf wird später das Wasser eingefüllt, der mittlere dient als Auffangbehältnis für den Saft und im obersten Teil

liegen die Früchte. Der untere und der mittlere Teil besitzen in ihrem Inneren einen Trichter, der sich nach oben hin verjüngt. Durch diesen Trichter wird der Wasserdampf bis zu den Früchten geleitet. Dort bringt er die Zellen der Früchte zum Platzen, sodass der Saft entweichen kann.

Damit der Saft, der sich im mittleren Teil des Entsafters sammelt, leicht entnommen werden kann, besitzt dieser eine Auslauföffnung oder einen kurzen Schlauch, durch den der Saft abgelassen werden kann. Früher wurden Dampfentsafter meist aus Emaille gefertigt, heutzutage kommen jedoch eher Materialien wie Edelstahl oder Aluminium zum Einsatz. Die meisten dieser Geräte werden auf einem Herd genutzt. Einige Modelle verfügen jedoch über ein eigenes Heizelement und beziehen den nötigen Strom über die Steckdose.

Anleitung
  1. Zum Entsaften von Obst wird
    der untere Topf zunächst mit reichlich Wasser befüllt und das Mittelteil für den Saft obenauf gesetzt.
  2. Darauf folgt der oberste Topf mit dem Korb. In diesen Korb werden die Früchte gelegt. Diese müssen weder geschält noch entkernt werden und auch die Stiele können an den Früchten verbleiben.
  3. Nur gewaschen sollten sie natürlich sein und bei etwas größerem Obst wie Birnen oder Äpfeln ist es sinnvoll, sie in Stücke zu schneiden, damit der Saft leichter austreten kann.
  4. Zum Schluss wird der Deckel aufgelegt und der Dampfentsafter auf den Herd gestellt und beheizt.
  5. Wenn das Wasser zu kochen beginnt, steigt es in Form von Wasserdampf nach oben bis zu den Früchten.
  6. Sie platzen durch die Hitze, sodass der Saft aus den Schalen läuft und bis in den Auffangbehälter fließt.
  7. Alle gröberen Bestandteile des Obstes wie die Schale, Stiele und Kerne bleiben dagegen im feinmaschigen Korb hängen und können später entsorgt werden.
  8. Je nach Obstart und Menge dauert das Entsaften in einem Dampfentsafter bis zu vier Stunden.

Beerenobst eignet sich ebenfalls zum DampfentsaftenDie Weiterverarbeitung des Saftes


Saft, der in der Technik des Dampfentsaftens gewonnen wurde, ist relativ lange haltbar, denn durch die hohe Temperatur des Dampfes ist er sterilisiert. Er kann in Flaschen abgefüllt werden und hält sich am besten in einem kühlen und dunklen Raum. Dieser Saft lässt sich aber auch sehr gut zu Gelee oder Likör weiterverarbeiten. Ebenso können ganz nach Geschmack verschiedene Fruchtsäfte gemischt werden. Wer es gern süß mag, kann den Saft mit Zucker mischen. Dann sollte der Saft allerdings kurz aufgekocht werden, damit sich der Zucker auflöst.

Gelee aus Obstsaft
  • Für ein Gelee aus Fruchtsaft mischt man einen Dreiviertel Liter Saft mit Gelierzucker. Entweder nimmt man hierzu ein Kilo Gelierzucker mit dem Verhältnis 1:1 oder 500 Gramm Gelierzucker mit dem Verhältnis

    1:2.
  • Diese Mischung wird zum Kochen gebracht, sollte einige Minuten sprudelnd kochen und kann danach in Marmeladengläser abgefüllt werden.
  • Hierbei ist es wichtig, die Gläser sorgfältig zu reinigen und kurz vor der Befüllung noch einmal möglichst heiß zu spülen, damit sie durch das heiße Gelee nicht platzen.
  • Nachdem sie mit Gelee gefüllt wurden, werden die Gläser für einige Minuten auf den Kopf gestellt, damit die Luft entweichen kann. Dies erhöht die Haltbarkeit des Gelees.
  • Danach können sie wieder umgedreht und im Keller eingelagert werden.