Den eigenen Blumengarten anlegen und gestalten - Tipps

Ein Blumengarten kann nach verschiedenen Kriterien gestaltet werden - z.B. nach FarbkompositionenNicht alle Blumen passen immer zu 100 Prozent zusammen. Viele stehen sich buchstäblich im Weg und rauben sich die Nährstoffe aus dem Boden. Zudem muss genau dieser bei der Bestückung eines Blumengartens bedacht werden. Denn die Zusammensetzung und Beschaffenheit des Bodens spielt ebenfalls eine maßgebliche Rolle bei der Umsetzung des Vorhabens. Was muss also alles beachtet werden, wenn der eigene Blumengarten zu einem vollen Erfolg werden soll?

Die natürlichen Gegebenheiten

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Nicht immer kann die Lage des Gartens selbst beeinflusst werden. Die örtlichen Gegebenheiten lassen sich in vielen Fällen nur schwer beeinflussen. Schließt sich der Garten beispielsweise an ein Eigenheim an, dann sind die Vorgaben allein vom Standort des Hauses schon recht klar definiert. Ähnlich sieht es aus, wenn man sich für einen Garten in einer Gartenanlage entscheidet. Besteht keine große Auswahl, kann man auch schwer aus eigener Kraft festlegen, wie und wo der Garten und somit später auch der Blumengarten seinen Platz finden sollen.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass jeder Blumengarten je nach Lage anderes bepflanzt werden muss. Ein Blumengarten, der beispielsweise eine nördliche Ausrichtung mit viel Schatten hat, verlangt nach einer völlig anderen Bepflanzung als ein Blumengarten, der südlich gelagert ist und in den Sommermonaten mit viel Sonneneinstrahlung zu kämpfen hat.

Die Art des Gartens

Ein weiterer Aspekt bei der Vorüberlegung bezüglich der Gestaltung eines Blumengartens sollte die Art des Gartens sein. Einen Vorgarten, der zur Straße hin das Eigenheim schmückt, wird man stets anders bepflanzen und gestalten als einen Blumengarten, der hinter dem Haus ist und an dem sich nur die Eigentümer und Nutzer erfreuen wollen. Während man vor dem Haus, also im Vorgarten, eher robuste und wenig pflegeintensive Blumen und Pflanzen zum Einsatz bringt, wird für den eigenen Gebrauch gerne auf höherwertige und vielleicht auch pflegeintensivere Blumen und Pflanzen gesetzt. Zudem können im "privaten" Blumengarten viel besser der eigene Geschmack und die eigenen Vorlieben umgesetzt werden. Während der Vorgarten dann doch gestalterisch gerne einmal den anderen Vorgärten ein wenig angepasst wird.

Der eigene Geschmack kommt nicht zu kurz

Nun wünscht sich niemand viele Vorgaben, wenn es um die Gestaltung des Blumengartens geht. Vielmehr ist es so, dass der eigene Geschmack und die eigenen Vorlieben verwirklicht werden sollen. Damit dies auch wirklich gelingen kann, sollten folgende Punkte beachtet werden:
  • Strukturiert oder natürliches Chaos? - Der Blumengarten-Gestaltung sind praktisch keine Grenzen gesetztLichtverhältnisse und den aktuellen Bestand an Pflanzen und Bäumen erfassen
  • klären, ob der Blumengarten bunt oder farblich strukturiert ausfallen soll
  • die Form des Gartens festlegen
Tipp: Bei der Form des Gartens unterscheidet der Fachmann unter anderem zwischen Bauerngarten, mediterranen Garten, Naturgarten, Japangarten, Gebirgsgarten oder Familiengarten.

Die Blütezeit

Um lange Freude am Blumengarten haben zu können, ist es wichtig, dass die Blütezeit der einzelnen Pflanzen unterschiedlich ausfällt. Was bringt es, wenn alle Pflanzen lediglich im Juni und im Juli blühen und die restliche Zeit des Jahres zwar grün, aber nicht bunt sind? Achtet man hier auf unterschiedliche Blütezeiten die sich fein säuberlich über das Jahr verteilen, ist der Blumengarten stets schön bunt und die Freude daran

kann lange anhalten. Im besten Falle entscheidet man sich jedoch für Blumen, die eine lange Blütezeit haben und nicht nur wenige Wochen mit ihrer Farbenpracht den Besitzer erfreuen. Eine sehr lange Blütezeit haben unter anderem die Flammenblume, der Steppensalbei oder die Katzenminze und das Mädchenauge. Werden diese zu Stauden zusammengefasst, erstrahlt der Blumengarten für eine lange Zeit in einem schönen Blütenmeer. Kurzzeitige Blüher hingegen sollten nur vereinzelt in den Garten gepflanzt werden. Würden sie als Staude gepflanzt, bilden sich durch die kurze Blütezeit schnell kahle Stellen, die sich nur bedingt wieder schließen lassen. Tipp: Informieren Sie sich im Vorfeld, welche Blumen sehr zeitig und welche sehr spät blühen. Sommerblüher gibt es viele. Bei den zeitigen und späten Blühern hingegen ist die Auswahl nicht ganz so groß. Bekannte Frühblüher sind Tulpen und Osterglocken. Spät hingegen erfreuen uns Astern.

Verschiedene Farbtöne im Blumengarten

Zwar bieten die Blumen im Garten einen schier unerschöpflichen Farbenreichtum, doch die entscheidendste und wichtigste Farbe bleibt
Grün. Damit werden die bunten Blüten erst richtig in Szene gesetzt. Sehr beruhigend wirkt die Farbe Grün auf das menschliche Auge, wird damit doch die Natur assoziiert. Ebenfalls kann Grün Pflanzungen auflockern und verschiedene Farben miteinander verbinden sowie Kontraste abschwächen und vor allem Übergangszonen schaffen. Die Farbpalette ist breit gefächert und reicht von einem frischen Hellgrün und Sattgrün über Blaugrün und einem kräftigen Dunkelgrün sogar bis hin zu rötlichen Tönen, selbst silbergraue und weißbunte Variationen sind in einem Blumengarten vertreten.

Blumengarten auf Formen und Farben abstimmen

Damit der Blumengarten auch wirklich die Sinne berührt, müssen die Formen und Farben der Pflanzen aufeinander abgestimmt werden. Stattlich und pompös wirken die orangen Kaiserkronen, wohingegen die gleichfarbige Lilie eher feurig und wild erscheint. Soll eine sonnige Heiterkeit im Blumengarten entstehen, dann dürfen keinesfalls die orangen Ringelblumen fehlen. Unbedingt ist bei einem Blumengarten auf die Lebendigkeit zu achten, denn Blüten, die eine fast gleiche Größe oder Form aufweisen, können schnell eintönig wirken. Besser ist es, kleinblütige Blütenstände, wie das Schleierkraut, Storchschnabel oder Frauenmantel mit schlanken Ähren, Blütentrichtern, Blütentellern oder Blütenkörbchen zu variieren.

Wenn die Standortbedingungen stimmen, kann sich ein Blumengarten prächtig entwickelnSalbei, Lupine, Fingerhut oder Rittersporn lassen sich beispielsweise gut mit Brennende Erde und Salbei oder mit Sonnenhut und Astern kombinieren und sorgen somit für einen lebendigen Blumengarten. Völlig überladen wirkt ein Pflanzenbild, wenn zu viele exotische Blütenstände, noch dazu kompliziert aufgebaut, vorhanden sind. Besser ist es, wenn man nur einige wenige ausgefallene Formen wählt und diese mit etwas ruhigeren und zurückhaltenderen Elementen verbindet.

Besonders wichtig ist, dass die Pflanzung auch Gegensätze zeigt, denn nur so kann ein Blumengarten immer wieder Neues zeigen. Ideale Kombinationen sind unter anderem grasförmige und großflächige Blätter, filigrane und einfache oder ausgeprägt geaderte und glatte Blattformen. Viel zu oft werden die Blätter im Blumengarten unterschätzt, schließlich sind eine lange Zeit des Jahres gar keine Blüten vorhanden.

Zunächst sollten die Leitpflanzen ausgewählt werden, typische Vertreter sind die Blütenstauden, wie Bartiris, Schafgarbe, Sommermargerite, Rittersporn oder genauso hohe Gräser. Für einen schattigeren Standort können höher wachsende Farne, Eisenhut oder auch kleine Beet- und Strauchrosen, die mit Stauden gut kombinierbar sind, gewählt werden.

Mit Ziergräsern arbeiten

Nun ist es nicht zwingend nötig, dass ein Blumenarten ausschließlich aus Blumen besteht. Auch Ziergräser können eine schöne Alternative sein, die sich hervorragend zwischen die einzelnen Blumen setzen lässt. Die Gräser sind in vielen Fällen das gesamte Jahr über grün und erfreuen den Betrachter auch dann, wenn die Blumen Aufgrund der Jahreszeit oder der Witterung keinen üppigen Blütenstand aufzeigen.
 
Den Blumengarten in die Tat umsetzen

Sind alle Vorüberlegungen abgeschlossen, kann der Blumengarten angelegt werden. Sollte die Bodenbeschaffenheit nicht zur gewünschten Gartenform und den ausgewählten Blumen passen, kann mit einem entsprechenden Substrat nachgeholfen werden. Beim Anlegen des Gartens sollte zudem bedacht werden, dass für Reinigungs- und Verschnittarbeiten jede Blume oder Staude erreicht werden kann. Zudem muss - je nach Lage und Pflanzenart - eine Wasserversorgung sichergestellt werden können. Außerdem muss ein regelmäßiges Düngen möglich sein. Die Beete des Blumengartens sollten daher nicht zu tief sein oder aber einige kleine Plattformen wie Steinplatten zum betreten bieten.

Als weiterer wichtiger Aspekt gilt die Beeteinfassung. Diese sollte der Gartenform angepasst werden. Gerne kann hierbei auf natürliche Rohstoffe wie Holz oder auch Stein gesetzt werden. Zu guter Letzt sollte bei mehrjährigen Blumen vor der Pflanzung überlegt werden, wie diese den Winter verbringen können. Bleiben die Zwiebeln oder Pflanzen in der Erde oder müssen diese im Winter frostfrei gelagert werden?

Neben Blumengärten gibt es noch viele andere attraktive GartenartenHäufig gestellte Fragen
  • Warum sollten keine einzelnen Blumen gesetzt oder gepflanzt werden? - Blüten wirken dann besonders schön und üppig, wenn sie einer großen Vielzahl auftreten. Pflanzt man Blumen einer Sorte recht dicht zusammen, kann ein schönes Blumenmeer entstehen, welches das Auge erfreut.
  • Welche Gartenart ist die Beste? - Dies muss der eigene Geschmack entscheiden. Generell kann aber gesagt werden, dass sich beispielsweise ein Vorgarten eher für einen Steingarten eignet als für einen Japangarten. Während hinter dem Haus - soweit die Gegebenheiten dafür vorliegen - gerne auch der Japangarten oder andere Ziergärten für Freude sorgen können.
  • Gibt es Blumen mit langer Blütezeit? - Ja. Besonders lange blühen beispielsweise die Flammenblume oder das Mädchenauge.
Wissenswertes zum Blumengarten in Kürze

Vor der Planung des eigenen Blumengarten sollten Sie einen wichtigen Grundsatz beachten: Pflanzen gedeihen nur dort gut, wo sie sich auch wohlfühlen. Zum einen sind hier die Standortverhältnisse, die der Garten bietet, wichtig und zum anderen sollte man die speziellen Standortansprüche der Pflanzen nicht außer Acht lassen. So sollten zunächst die sonnigen und schattigen Standorte im Garten bestimmt werden, wie trocken oder feucht der Boden ist und wie selbiger überhaupt beschaffen ist. Dies sind die Grundlagen für einen blühenden Garten, der auch die Sinne berühren wird:
  • So verbreiten die verschiedenen Blumen ihre Duftnoten, womit die Nase angeregt wird.
  • Aber auch ihre Schönheit kann die Sinne, in diesem Fall das Sehen, anregen.
  • Der Tastsinn kann durch die Blüten oder Stiele der Blumen angeregt werden, die man fühlen kann.
  • Das Gehör erfreut sich am Summen der Bienen und Hummeln, wenn der Garten in Blüte steht.
  • Ebenfalls kann der Geschmackssinn angeregt werden. Dafür finden sich verschiedene Blüten im Garten, die unterschiedlich für Speisen verwendet werden können.