Pflanzen richtig gießen - Tipps

Pflanzen richtig gießen - Tipps

Da Pflanzen die im Boden enthaltenen Nährstoffe nur in Wasser gelöst aufnehmen können, welken sie bei trockenem Boden nicht nur, sondern leiden auch unter Nährstoffmangel.

giessen2_flUm die Pflanzen vor zu großem Wasserverlust zu bewahren, schließen sich bei hohen Temperaturen deren Poren. Hierbei wird die Aufnahme von Kohlendioxyd verringert, wodurch die Produktion von Glucose - einem für Pflanzen lebenswichtigen Stoff - eingeschränkt wird. Wenn dieser Zustand lange anhält, bleiben die Pflanzen im Wachstum zurück. Beim Gießen muss das Wasser in

die tieferen Bodenschichten eindringen können, damit es das gesamte Wurzelgeflecht erreicht. Bei häufiger, aber nur geringer Bewässerung, gelangt die Feuchtigkeit nicht zu allen Wurzeln, daher ist es besser, ein- bis zweimal wöchentlich ausgiebig zu gießen.

Empfindliche Pflanzen

Frisch gesetzte Freilandpflanzen, Flachwurzler wie einjährige Kräuter, Gemüsepflanzen und Pflanzen, die in der Nähe von über 60 cm hohen Mauern wachsen, benötigen reichlich Wasser.

Langsam wachsende Pflanzen 

Bäume und Sträucher müssen nach dem Einpflanzen etwa 2 Jahre lang während der Wachstumsperiode regelmäßig gegossen werden. Bestimmte Zierpflanzen hingegen blühen dann besonders üppig, wenn man sie möglichst trocken hält; wenn sie reichlich gegossen werden, bilden sie vornehmlich Blätter und keine Blüten aus. Zu ihnen zählen u. a. Kapuzinerkresse und Mittagsblumen. Salatpflanzen benötigen sehr viel Wasser, damit sie rasch heranwachsen und zur Erntezeit zarte, wohlschmeckende Blätter liefern. Wenn Sie beispielsweise Blattsalat und Rote- Bete- Pflanzen zu trocken halten, beginnen sie zu „schießen", d. h., sie bilden lange Triebe und treiben Blüten; andererseits beeinträchtigt zu starkes Gießen den Geschmack der Gemüsepflanzen.

Containergewächse 

Containergewächse müssen regelmäßig gewässert werden. Bei sonnigem
Wetter neigen besonders Blumenampeln zum Austrocknen, in Pflanztrögen aus Ton verdunsten Flüssigkeiten schneller als in Plastiktöpfen.


Die Bewässerung von Rasen

rasensprengerBei der Bewässerung der meisten Rasenflächen wird viel gesündigt. Man wässert entweder zum falschen Zeitpunkt oder in zu langen Abständen mit zu geringen Wassermengen.Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob Sie sich mit dem Gartenschlauch hinstellen und den Rasen sprengen, oder ob Sie das den stationären oder beweglichen Rasensprengern überlassen. Selbst bei Versenkregnern kann es zu den vorgenannten Fehlern kommen. Es sei denn, Sie haben eine automatische Anlage, die dann aber richtig programmiert sein muss. 
Die Bewässerung von Rosen

Rosen benötigen eine ganze Menge Wasser, sind aber gegenüber Dauernässe empfindlich. Sieht man vom 1. Jahr ab, in dem sie in Trockenzeiten gegossen werden müssen, so kann sich das Bewässern auf lange Trockenheitsperioden beschränken. Dann wird ausgiebig (ca. 20-30 1m²) bewässert. Es hat wenig Zweck, oft kleine Wassermengen zu geben. Häufig benetzte Blätter werden leichter von Sternrußtau befallen. Man sollte also beim Bewässern stets darauf achten, dass die Blätter wenig benetzt werden bzw. bald abtrocknen. Das geht (bei wenig geöffnetem Wasserhahn) am besten mit einem Schlauch, der unter dem Blattdach entlanggezogen wird.

Wenn Sie beim Bewässern einen „Platzregen" verursachen oder das Wasser mit zu starkem Druck auf die Bodenoberfläche auftreffen lassen, verhärtet sie sich, so dass nach dem Abtrocknen weder zusätzliches Wasser noch Luft in die unteren Schichten des Bodens eindringen können. Am Hang wird bei zu kräftiger Bewässerung die oberste,

humushaltige Bodenschicht weggespült. Vermeiden Sie derartige Schäden, indem Sie zum Besprengen feine Düsen verwenden.

Der häufigste Fehler ist das Wässern um die Mittagszeit, wenn die Sonne vom Himmel brennt und Baum, Strauch und Rasen scheinbar verdursten. Wer um diese Zeit wässert, verschenkt nicht nur Wassergeld, sondern schadet seinen Pflanzen. Die auf den Blättern liegenden Wassertropfen wirken wie Brenngläser. Die Blattoberfläche wird sehr warm, und das Wasser verdunstet, bevor die Pflanzen es nutzen können. Bei Wind ist die Verdunstungsrate noch höher. Diese Verdunstung tritt immer ein, wenn bei Sonnenschein, ob morgens, mittags oder nachmittags, beregnet wird. Die beste Zeit für die Beregnung ist die Zeit vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. Auch mitten in der Nacht kann man wässern.