Baum fällen & Sicherheitsvorkehrungen

Baum fällen & Sicherheitsvorkehrungen

Wer sich mit dem Baum fällen einschließlich Wurzelordnung beschäftigt, muss sich vor Beginn der Arbeit mit den Rechtsvorschriften vertraut machen. Generell wird vor dem Baum fällen eine Genehmigung eingeholt.

Diese Genehmigung wird erforderlich, wenn der Stammdurchmesser von Laub- und Nadelbäumen 10 Zentimeter oder  Stammumfang 30 Zentimeter beträgt. Der Stammdurchmesser -oder Umfang wird in einer Höhe von einem Meter über der Bodenfläche gemessen. Alle Angaben und Rechtvorschriften sind in den Gemeinden oder zuständigen Ordnungsämtern einzusehen. Obstbäume in Kleingartenanlagen sind von den Satzungen ausgenommen. Walnussbäume sind

keine Obstbäume, sie zählen zu den Laubbäumen. Es ist auf das Naturschutzgesetz des jeweiligen Bundeslandes zu achten. Auch das zuständige
Umweltamt kann dazu Auskunft erteilen.

Liegt eine Genehmigung zum Baum fällen vor, sollte man sich mit den wichtigsten Fragen zur Sicherheit vertraut machen. Hierzu gehört die Mindestanforderung an eine Schutzausrüstung, der sichere Umgang mit Kettensägen und die Risikoeinschätzung  im Fallbereich des Baumes. Es ist wichtig eine Schutzbrille zu tragen, damit keine Sägespäne oder feinste Splitter das Augenlicht dauerhaft trüben. Ein Helm mit Gehörschutz gehört ebenso zum Sicherheitsschutz. Eine  durchschnittsichere Arbeitshose, sowie durchschnittsicheres Schuhwerk sind unbedingt erforderlich. Vor dem Beginn der Baumfällung sollte die Höhe des Baumes geschätzt und das doppelte Maß als Sicherheitsbereich bzw. Fallbereich abgesteckt werden. Die Tiefe des Fallkerbs sollte 20 bis 30 Prozent des Stammes betragen. Die Sohle des Fallkerbs verläuft waagerecht, der Öffnungswinkel sollte deutlich mehr als 30 Grad betragen. Anschließend wird von entgegengesetzter Seite des Baumes der Fällschnitt geführt. Der Fellschnitt darf nicht bis zum Fellkerb durchgesägt werden.