Blühende Bäume, Gehölze und Büsche

Blühende Bäume, Gehölze und Büsche

Kataloge zeigen Sträucher und Gehölze zumeist in voller Blüte. Davon sollte man sich bei der Auswahl nicht beeinflussen lassen, denn die Blütezeit ist relativ kurz. So brauchen die Blüten des Sonnenröschens Wochen der Entwicklung, um sich ganz kurz zu öffnen. Die Blüte mancher Magnolien wird sie erst nach Jahren erfreuen.

Zu berücksichtigen ist auch, ob Sträucher immergrün sind oder ob sie im Herbst ihre Blätter abwerfen. Zuviel Grün lässt einen garten im Winter geradezu düster wirken, zuwenig macht ihn kahl. Mit 50% Immergrünen kommt man in der Regel gut

über Herbst und Winter. Das unterschiedliche Grün der Blätter setzt auch außerhalb der Blütezeit markante Akzente.

Geben Blumen Ihrem Garten bereits ausreichend Farbe, wählen Sie Sträucher, die vor und nach der Blütezeit interessant sind. Dafür eignen sich Zierquitte in ganz besonderer Weise. Sie trägt im Frühjahr leuchtend weiße Blüten, die später in Rosa und endlich in ein tiefes Rot übergehen, und ist im Herbst mit gelben Früchten überladen. Darüber hinaus zeigt sie einen knorrigen Wuchs, die gerade während der grauen Jahreszeit einen besonderen Blickfang bildet. Einen erfreulichen Winteranblick gewähren auch Äste des Hartriegels mit ihrer roten Rinde. Weil sie so selten sind, fallen Winterblüher stark auf. Ein in Blüte stehende Kamelienstrauch ersetzt im Winter ein ganzes Blumenbeet, allerdings extrem kälteempfindlich: Er gedeiht nur in Weinbauklimaten mit sicherem Frostschutz. Setzen Sie ihn so, dass Sie ihn vom Wohnzimmer aus bewundern können.

Sommer in kühlen Blau
Blau blühende Sträucher bringen im Sommer erfrischendes Flair in den Garten. Wählen Sie blaue Sorten von Hortensien, Roseneibisch und Schmetterlingsstrauch. Hortensien bevorzugen absonnige bis halbschattige Standorte. Alle anderen Sträucher lieben sonnige, warme Plätze mit gut durchlässigem Boden.

Attraktive Blühende Sträucher und Gehölze im Wandel der Jahreszeit

Frühsommerduft: Flieder (Syribga vulgaris) kann als Strauch oder baumartig gezogen werden. Seine intensiv duftenden Blüten erscheinen je nach Sorte in Blaulila, Weiß, Gelb, Rosa und Rot.

Rot oder Blau: Die Blütenfarbe der Hortensien (Hydrangea macrophylla) hängt vom pH- Wert ab, Hortensien blühen auf alkalischen Böden rot, auf sauren Boden blau.

Klassische
Schönheit: Rhododendron können den frühsommerlichen Garten in ein Blütenmeer tauchen. Die meisten sind immergrün, sommergrüne Sorten kennt man ßauch auch als Azaleen.

Veteran im Hausgarten: Der Schneeball (Viburnum opulus) ziert schon seit Jahrhunderten die Hausgärten. Neben Blüten- und Fruchtschmuck bietet er auch eine schöne Herbstfärbung.

Leuchtender Frühling: Die Forsythie (Spectabilis) ist eine bewährte Sorte. Sie eignet sich auch hervorragend für Hecken.

Duftende Blütenkerzen: Die blauvioletten, rosa oder weißen Blüten des Schmetterlingsstrauchs (Buddleja davidii) locken zahlreiche Schmetterlinge in Ihren Garten.

Warum einen Strauch im Hausgarten
Sträucher sind die perfekte Wahl für kleine Gärten, in denen der Platz für Bäume fehlt. Viele können Sie sogar in Kübeln auf Balkon oder Terrasse ziehen. In großen Gärten lassen sich Sträucher als Hecken oder große Solitärgehölze ideal als Raumteiler.

Beständig: Sträucher leben viele Jahre und müssen nicht immer wieder neu gepflanzt werden.

Unempfindlich: Sträucher sind gegen Wetterextreme und Krankheiten meist unempfindlicher als krautige Zierpflanzen.

Pflegeleicht: Die meisten Sträucher gedeihen und blühen gut, wenn man ihnen im

Frühjahr Kompost gibt, sie in Trockenphasen ab und zu gründlich wässert und alle paar Jahre auslichtet.

Zierde rund ums Jahr: Immergrüne Gehölze sehen das ganze Jahr über gut aus. Buchs, Eiben und Johanniskraut sind Klassiker im Hausgarten.

Wasser ist lebenswichtig
Kräftiges Gießen gleich nach dem Pflanzen zählt zu den wichtigsten Maßnahmen, um das Überleben und das gute Wachstum des jungen Strauchs zu sichern. Gießen Sie aber nicht nur nach dem Einpflanzen gründlich, sondern auch noch in den folgenden Wochen.

Es dauert einige Zeit, bis die Wurzeln gut eingewachsen sind und sich im Boden ausgebreitet haben. Wässern Sie bis dahin so häufig wie bei Topfpflanzen, stets an der Pflanzenbasis direkt in den Wurzelbereich. Gießen Sie bei sehr heißem oder windigem Wetter besonders durchdringend.

Aber auch im Winter kann Gießen nötig werden, denn immergrüne Laub- und Nadelgehölze brauchen das ganze Jahr über Wasser. Wässern Sie die Pflanzen nach Trockenperioden bei frostfreiem Wetter, besonders die noch jungen Exemplare.

Den richtigen Baum wählen
Oft brauchen Bäume viele Jahre, um ihre endgültige Größe und charakteristische Wuchsform zu erreichen. Kaufen Sie nie einen Baum, ohne sich vorher genau über die Höhe und Breite zu informieren, die er im Alter oder zumindest nach den ersten 10 Jahren Wachstum erreicht. Nur so finden Sie einen blühenden Baum, der dauerhaft mit ihrem Garten harmoniert. Immer wieder kommen neue, prächtige Gehölze auf den Markt, für die dann oft in höchsten Tönen geworben wird.

Bäume mit schönen Blüten: Blumenhartriegel (Cornus florida), Japanische Ziekirsche (Prunus serrulata, P. subhirtella), Judasbaum (Cercis siliquastrum), Magnolie (magnolia), Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)

Baumreihen für größere Gärten: In einem großen Garten eignen sich in Reihen gepflanzte Bäume gut, um einen Weg zu säumen, eine Blickrichtung zu unterstreichen oder das Auge auf einen besonderen Punkt wie das Haus, eine Bank oder eine Statue zu lenken. Entlang einem Weg können Sie auch beidseitig eine kleine Allee pflanzen oder, bei reichlich Platz, jeweils zwei versetzt angeordnete Reihen nebeneinander.