Datura (Engelstrompete) - Pflege, Schneiden, Überwintern

Datura (Engelstrompete) - Pflege, Schneiden, Überwintern

Die Engelstrompete hat ihren Namen nicht von ungefähr: Blüht sie, sehen die Blüten aus wie Trompeten und diese sind sogar sehr farbenfroh.

engelstrompete_flBis man sich aber dieser Blütenpracht erfreuen kann, muss man in puncto Standort und Pflege die richtigen Entscheidungen treffen.

Die Engelstrompeten werden in unserer Gegend üblicherweise im Kübel gehalten und da muss man schon das erste beachten. Dieser sollte unbedingt groß genug sein. Zu kleine Töpfe führen dazu, dass die Erde viel zu schnell austrocknet

und die Pflanze regelrecht Stress bekommt, weil sie unterversorgt ist.

Solange die Pflanze im Wachstum ist, sollte sie jedes Jahr nach dem Überwintern umgetopft werden. Das neue Gefäß wird 2 bis 3 Zentimeter größer als das alte gewählt.

Als Töpfe eignen sich bei der Datura – der lateinische Name für Engelstrompete – am besten Kunststofftöpfe. Sie nehmen der Pflanze kein Wasser weg, wie es beispielsweise bei Töpfen aus Terrakotta oder Ton der Fall ist.

Außerdem sorgen sie für eine gleichmäßigere Durchwurzelung. Die Topfwand bietet weiterhin keinen Angriffspunkt für Feinwurzeln, die sehr gerne mit dieser verwachsen. Trotz des enormen Wasserbedarfs – auf den später noch näher eingegangen wird – muss ein guter Wasserabfluss gewährleistet sein, damit es nicht zu Staunässe kommt. Diese macht die Pflanze anfällig für Fäulnis und somit für Krankheiten jeglicher Art.

Die Pflege der Engelstrompete während der Blütezeit

Um sich üppiger Blüten zu erfreuen, benötigt die Datura bestimmte Voraussetzungen, die aber nicht mit einem hohen Pflegeaufwand gleichzusetzen sind. Im Allgemeinen ist die Datura pflegeleicht und stellt keine hohen Ansprüche.

Ganz wichtig ist die Absicherung großer Pflanzen vor Umkippen durch Wind. Daher ist auf ein entsprechendes Gefäß zu achten. Ebenfalls spielt die enorme Verdunstung des
Wassers bei der Wahl desselben eine große Rolle.

Für Engelstrompeten, die ausgewachsen sind, sind Maurerkübel ideal. Sie sind standfest und bieten ausreichend Fläche. In den Boden des Maurerkübels werden lediglich Abzugslöcher gebohrt und eine Schicht Blähton eingebracht. Danach wird eine Mischung aus Kübelpflanzenerde und Tongranulat eingefüllt, in welche die Pflanze eingesetzt wird.

Das Problem mit der Wasserversorgung kann man durch das Einpflanzen den Sommer über in ein Beet lösen. Dann ist die Fläche nicht eingeschränkt und die Pflanze kann sich besser selbst versorgen. Natürlich sollte trotzdem regelmäßig gegossen werden.

Das ist bei der Engelstrompete sehr wichtig. Im Sommer ist mindestens einmal gießen Pflicht. Ist es sehr heiß, muss sogar zweimal gegossen werden – morgens und abends. Steht die Pflanze im Kübel, wird solange gegossen, bis das Wasser unten wieder hinausläuft.

Bei kleineren Töpfen wird empfohlen, einen Untersetzer zu verwenden. Dieser kann beim Gießen ruhig bis zum Rand volllaufen. Die Pflanze nimmt das Wasser im Lauf des Tages bzw. der Nacht auf. Im Beet wird gut durchfeuchtet.engelstrompete

Die Datura benötigt neben ausreichend Wasser auch Dünger. Beim Umtopfen im Frühjahr ist es Zeit für die erste Gabe. Hier kommt Langzeitdünger für Balkonblumen zum Einsatz. Dazu kommt von Mai bis August ein bis zwei Mal in der Woche flüssiger Blühpflanzendünger, der mit dem Gießwasser gemischt wird.

Um

eine Überdüngung muss man sich bei der Engelstrompete keine Sorgen machen. Sie hat einen derart hohen Nährstoffbedarf, dass dies fast unmöglich ist.

Die Überwinterung der Engelstrompete

Wer einen Wintergarten besitzt, der hat einen idealen Standort für seine Engelstrompete im Winter. Sie mag es hell und eine Temperatur von 10 bis 15 Grad Celsius. Stellenweise blühen die Pflanzen im Winterquartier sogar noch weiter, was aber nicht jedem gefällt, da die Blüten sehr intensiv riechen.

Andersrum kann man die Datura ebenfalls dunkel überwintern. Dann stellt man die Pflanze an einen dunklen Ort, der konstant etwa 5 Grad Celsius haben sollte. Die Engelstrompete verliert unter den Umständen alle Blätter, sie treibt aber im Frühjahr wieder sehr gut aus.

Selbstverständlich muss beim Überwintern die Bewässerung zurückgefahren werden. Bei dunkler Überwinterung wird so viel gegossen, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Im Hellen ist etwas mehr Gießen erforderlich und eine regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge.