Pflege von Topfpflanzen

Pflege von Topfpflanzen im Garten Topfpflanzen im GartenDie Kultivierung ausgewählter Topfpflanzen kann auch für den Besitzer eines eigenen Gartens zu einem sehr interessanten Hobby werden; bietet doch diese Variante der Pflanzenpflege die Möglichkeit, sich auch an wärmeliebenden und sogar exotischen Arten zu erfreuen. So können beispielsweise Kakteen, Orchideen, Zitrusgewächse und auch Palmen, die in geeigneten Pflanzgefäßen stehen, den Garten verschönern. Aber auch ein schlichtes Margeritenbäumchen, das in einem Terrakottakübel die Terrasse ziert oder ein Tuff farbenprächtiger Stiefmütterchen, der in einer hübsche Schale den Rasen im Vorgarten

belebt, zieht die Blicke des Betrachters gern auf sich.

Kurzüberblick zur Topfpflanzenpflege im Garten

Dieser Überblick fasst noch einmal die wichtigsten Aspekte der Topfpflanzenpflege zusammen.
  • Planung der möglichen Standorte der Blumentöpfe
  • Kauf passender Töpfe
  • Auswahl der geeigneten Pflanzsubstrate
  • Alternative: Kauf der gewünschten, bereits eingetopften Pflanzen im Gartenfachmarkt
  • Sorgfältiges Gießen und Düngen während der Vegetationszeit
  • Regelmäßige Kontrolle auf Schädlingsbefall
  • Einräumen frostgefährdeter Arten ins Winterquartier
Wichtige Grundregeln

Passionsblume im Topf haltenEntscheidend für den Erfolg der Topfpflanzenpflege sind vor allem ausreichend große Blumentöpfe, geeignete Pflanzsubstrate und der richtige Standort. Hierbei sind die Wachstumsansprüche der zu kultivierenden Pflanzen unbedingt zu beachten.

Während einige Kakteenarten und Sukkulenten - wie zum Beispiel die derzeit sehr beliebte Hauswurz - wegen ihrer nur schwach ausgebildeten Wurzelsysteme und ihrer oftmals horstartigen Ausbreitung am besten in flachen, weiten Schalen wachsen, benötigen
Bäumchen aller Arten und Kletterpflanzen tiefe und nicht zu breite Töpfe. Sie werden am besten in Kübeln gepflegt, die eher etwas zu groß als zu klein sein sollten, um sich ein häufiges Umtopfen zu ersparen. Zudem verträgt nicht jede Art ein regelmäßiges Umpflanzen. Zitronenbäume etwa sollten nicht öfter als alle 2 – 3 Jahre umgetopft werden.

Auch bei der Auswahl der Pflanzsubstrate sind bei manchen Arten Besonderheiten zu beachten. Während fast alle üblichen Gartenpflanzen auch in Töpfen mit einer guten Blumenerde durchaus zurechtkommen, sollte das Substrat für viele Steingartenpflanzen, Kakteen und Sukkulenten eher sandig und gut wasserdurchlässig sein.

Orchideen, die in ihren heimatlichen Regenwäldern nicht in der Erde, sondern auf anderen Pflanzen – meist auf Bäumen - wachsen, können nicht in normaler Blumenerde kultiviert werden. Die diesen Arten eigenen Luftwurzeln würden sehr schnell verfaulen, die Pflanze würde bald eingehen. Ein für Orchideen geeignetes Pflanzsubstrat besteht daher aus langsam verrottenden Pflanzenfasern, Styroporflocken und Rindenstückchen und gewährleistet somit eine gute Durchlüftung des Wurzelbereiches.

Werden die Pflanzen bereits im Topf oder im Kübel in einem Gartenfachmarkt gekauft, so braucht sich der Gärtner in der Regel um die Auswahl von Töpfen und Substrat keine Gedanken zu machen, sondern stellt seine Pfleglinge nur noch an einem passenden Standort auf.

Ein großer Vorteil der Kultivierung von Topfpflanzen im eigenen Garten besteht darin, dass sich die Töpfe, Schalen und Kübel meist relativ problemlos umstellen lassen. So lassen sich im Ablauf der Jahreszeiten die für die einzelnen Pflanzen günstigsten Licht- bzw. Schattenbedingungen auswählen. Vor dem Frosteintritt können mehrjährige, kälteempfindliche Arten in ein geeignetes Winterquartier geräumt werden.

Regelmäßige Pflege der Topfpflanzen

Im Verlauf des Gartenjahres sind auch bei in Töpfen wachsenden Pflanzen regelmäßig wiederkehrende Pflegemaßnahmen erforderlich.

Da bei Topfpflanzen das Substrat, aus denen

sie Wasser und Nährstoffe aufnehmen können, begrenzt ist, ist besonders sorgfältig zu gießen und zu düngen. Unglasierte Tontöpfe und Terrakottakübel lassen vor allem an sonnigen Standorten viel Wasser verdunsten, so dass das Pflanzsubstrat öfter auf ausreichenden Feuchtigkeitsgehalt hin überprüft werden muss.
Auch in Töpfen wachsende Pflanzen werden gern von Schädlingen befallen. Besonders Nacktschnecken verkriechen sich tagsüber gern unter den Töpfen, um mit einsetzender Abendkühle hervorzukommen und ihr zerstörerisches Werk zu beginnen. Die Blätter und Triebe der Topfpflanzen sind regelmäßig auf Schädlingsbefall zu kontrollieren, da Blattläuse und Schmierläuse auch vor ihnen nicht haltmachen. Bei Befall sind geeignete Bekämpfungsmaßnahmen vorzunehmen.