Zauberglöckchen, Millionbells - Pflanzen und Pflege

ZauberglöckchenDer botanische Name des Zauberglöckchens, dann auch unter dem Namen Millionbells bekannt ist, lautet Calibrachoa. Die Pflanze gehört zwar zur Familie der Nachtschattengewächse, bevorzugt aber dennoch eher Standorte in der prallen Sonne. Die hängende Pflanze kann bis zu 50 Zentimeter groß werden und zeigt sich mit einer breiten, üppigen Blütentraube.

Daher ist sie auch als Balkonpflanze sehr beliebt. Nutzt man das Zauberglöckchen als Dekoration für einen Balkonkasten, kann man mit fünf Pflanzen pro Kasten ein wahrlich zauberhaftes Blütenmeer schaffen. Setzt man sie hingegen

in den Garten, bildet sich ein breiter Bodendecker, der bei entsprechender Pflege von Mai bis August blüht.

Des Weiteren macht sich das Zauberglöckchen auch in Ampeln und Kübeln sehr gut und kann problemlos mit anderen Balkonpflanzen oder Bodendeckern kombiniert werden. Das Zauberglöckchen wird in vollem Umfang seinem Namen gerecht, denn an dieser Pflanze befinden sich unzählige Glockenblüten.

Erhältlich ist die Pflanze in vielen verschiedenen Blütenfarben. Es gibt sie in Weiß und Pink, Blauviolett und Orangerot sowie Dunkelrot, Gelb und Aprikot. Bei manchen Sorten zeigen sich die Blüten auch in verschiedenen Farben. Das Zauberglöckchen wird oftmals als Zwergpetunie bezeichnet, was allerdings nicht ganz richtig ist.

Es handelt sich um eine eigene Pflanzengattung, die im Verglich zu Petunien wesentlich unempfindlicher gegenüber Regen und Wind ist.

Standort und Pflege des Zauberglöckchens

Pflege von MillionbellsWie bereits erwähnt bevorzugt dieses Nachschattengewächs sonnige Standorte, weshalb sich Gärten oder Balkone in Südlage am besten anbieten. Hier kann das Zauberglöckchen seine Blütenvielfalt entfalten.

Allerdings kommt
es an einem halbschattigen Plätzchen nicht zu einer solch traumhaften Blütenpracht. Ein schattiger Standort ist gar nicht gut für diese Pflanze geeignet. Der Boden sollte sehr nährstoffreich und durchlässig sein, denn Staunässe kann das Zauberglöckchen gar nicht vertragen.

In Bezug auf die Pflege ist das Zauberglöckchen recht anspruchsvoll, was sich vor allem auf die Bewässerung bezieht. So muss diese Pflanze regelmäßig gegossen werden, an heißen Sommertagen bis zu zwei- oder dreimal am Tag, an besten in den Morgen- und Abendstunden. Da Staunässe in jedem Fall zu vermeiden ist, sollte man bei Balkon- oder Kübelpflanzen für eine Drainage sorgen.

Zudem benötigt das Zauberglöckchen aufgrund der kräftigen Blüte regelmäßig die Gabe von Dünger. Ein guter Langzeitdünger oder ein Flüssigdünger für blühende Pflanzen bietet sich an dieser Stelle am besten an. Zeigt sich an jungen Blättern eine auffallend helle Farbe, ist dies ein Indiz dafür, dass der Pflanze Eisen fehlt.

In einem solchen Fall muss ein spezieller Eisendünger zum Einsatz kommen. Um die Blüte noch üppiger ausfallen zu lassen, kann man einen Rückschnitt vornehmen. Daneben besitzt das einjährige Zauberglöckchen die Besonderheit, dass bei ihr verwelkte Blüten nicht entfernt werden müssen. Sie werden nämlich einfach von neuen Blüten überwachsen.

Vermehrung des Zauberglöckchens

Die Vermehrung dieser Pflanze erfolgt durch Stecklinge. Sie werden einfach in einen nährstoffreichen Boden gesteckt und wurzeln dann schnell. Alternative dazu kann man das Zauberglöckchen auch in den ersten Frühlingsmonaten in Pflanzschalen aussäen.

Über die Samen wird nur etwas Erde gestreut. Dann wird die Pflanzschale mit der feuchter Erde abgedeckt, sodass sich ein feuchtes Klima

bilden kann. Die kleinen Pflanzen kann man dann ab Mai in den Balkonkasten oder ins Freibeet pflanzen. Dabei sollte man einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen lassen, damit sie sich auch gut ausbreiten können.

Da es sich beim Zauberglöckchen um eine einjährige Pflanze handelt, entfällt die Überwinterung. Erfahrene Hobbygärtner haben es allerdings in der Vergangenheit schon geschafft, dass Zauberglöckchen zu überwintern. Hierfür sollte die Pflanze bei rund 14 Grad an einen hellen Standort gestellt werden.

Gegossen wird sie im Winter nur sparsam. Am zeitigen Frühjahr wird die Pflanze dann wärmer gestellt, sodass sie sich nach und nach an höhere Temperaturen gewöhnen kann. Dann wird auch wieder mehr gegossen. Treibt das Zauberglöckchen dann aus, kann es wieder nach draußen gebracht werden. Die Überwinterung ist nicht einfach, aber immer einen Versuch wert.