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Zylinderputzer, Lampenputzer (Callistemon citrinus) – Pflege

Der Zylinderputzer ist ein sehr bekannter und beliebter immergrüner Strauch oder Baum, der ursprünglich aus Australien stammt. An zahlreichen langen Ähren bilden sich Knospen, die sich von unten nach oben öffnen und dichte Büschel von meist roten, langen Staubgefäßen hervorbringen.  Die Blüten erinnern stark an ...



Flaschenbürsten.

Der lateinische Name der Pflanze lässt manchen Laien sicher ein Zitrusgewächs erwarten. Dem ist aber nicht so. Der Zylinderputzer ist ein Myrtengewächs. Zerreibt man aber seine Blätter zwischen den Fingern, entströmt ihnen ein zitrusartiger Geruch.

Der Zylinderputzer ist eine ideale Kübelpflanze. Auffallend sind die kräftig roten Blüten der Pflanze, die immer heftig von Bienen umschwärmt werden. Inzwischen gibt es allerdings auch Zylinderputzer in anderen Farben, z.B. in Lila.

Standort

Der Zylinderputzer mag einen hellen Standort. Wenn er im Sommer nach draußen gestellt wird, was sehr gut für die Pflanze ist, dann muss er langsam an die Sonne gewöhnt werden. Der prallen Mittagssonne sollte er jedoch nicht unbedingt ausgesetzt werden. Das kann dazu führen, dass die ...



Blätter ihre Farbe verändern, matt und gelb werden.

Pflanzsubstrat

Der Lampenputzer benötigt  unbedingt kalkfreie Erde. Geeignet sind Kübelpflanzen- oder Rhododendronerde. Beiden wird aber Sand untergemischt. Das Substrat kann sauer oder neutral sein. Ideal ist eine Drainageschicht am Topfboden. Das Pflanzgefäß sollte nicht zu groß sein. Sobald es zu stark durchwurzelt ist, muss umgetopft werden. Die beste Zeit dafür ist das Frühjahr. Man pflanzt am besten wieder in den alten Topf, schneidet aber den Wurzelballen ringsum etwa 2 bis 3 cm zurück. So wird die Pflanze nicht zu groß. Wenn man Platz hat, kann man sie einfach wachsen lassen und einen größeren Topf verwenden.

Gießen und Düngen

Wichtig zu wissen ist, dass der Zylinderputzer kein kalkhaltiges Wasser verträgt. Ideal zum Gießen ist Regenwasser. Kalk im Wasser führt dazu, dass die Blätter mit der Zeit vergilben und die Pflanze kränkelt. Es muss regelmäßig gegossen werden. Der Pflanzballen darf nicht austrocknen. Allerdings darf auch kein Wasser im Untersetzer stehen. Nasse Füße führen dazu, dass die Wurzel zu faulen beginnt.  Ausgepflanzte Zylinderputzer vertragen auch Trockenheit.

Düngen ist wichtig für die Pflanzen, die viel Kraft für ihre zahlreichen Blüten benötigen. Geeignet ist normaler Blühpflanzendünger. Besser ist allerdings Spezialdünger für Kübelpflanzen. Es reicht, alle 2 bis 4 Wochen zu düngen.

Überwintern

Die Überwinterung ist das Schwierigste bei der Haltung des Zylinderputzers. Viele Pflanzen überleben das nicht oder gehen sehr geschwächt in die nächste Saison.

Der Kübel mit dem Zylinderputzer darf keinen Frost abbekommen. Er muss rechtzeitig eingestellt werden. Die Überwinterung erfolgt besser kühl, bei 5 bis 10 ˚C und viel Licht, da es eine immergrüne Pflanze ist. Da die Blätter auch im Winter Wasser verdunsten, muss die Pflanze ab und zu gegossen werden, nicht viel, aber recht regelmäßig, meist so ein- bis zweimal pro Woche. Je kühler der Standplatz, um so weniger wird gegossen. Die Erde sollte nie ganz austrocknen. Dann fällt es der Pflanze sehr schwer, wieder Wasser aufzunehmen. Gedüngt wird nicht. Stehende Nässe ist unbedingt zu vermeiden. Wichtig ist, bei frostfreiem Wetter den Raum zu lüften. Nicht vor den Eisheiligen ausräumen! Dann die Pflanze erst einmal schattig stellen!

Schneiden

Der Pfeifenputzer muss nicht geschnitten werden, aber er kann. Die Pflanzen wachsen gern in die Breite. Will man ihn stattdessen lieber in die Höhe ziehen, kann man ihn so schneiden, das er das tut. Da Callistemon citrinus am diesjährigen Holz blüht, muss man beim Schnitt keine Angst haben, dass man die Blüten wegschneidet. Trotzdem legt man den Schnitttermin besser nach der Frühsommerblüte. Es sollte nicht in altes Holz geschnitten werden. Oft kommt es zu einer Nachblüte. Danach, im Herbst wird noch einmal ausgelichtet. So sorgt man für eine schöne Form der Pflanze. Notfalls kann der Zylinderputzer auch stärker zurück geschnitten werden, z.B. zur Verjüngung oder wenn er zu groß geworden ist. Günstig ist, ältere Zweige komplett wegzuschneiden. Sie vergreisen und haben oft keine Blätter mehr, nur am Ende die Blüte. Besser ist, Platz für neue Triebe zu schaffen.

Vermehren

Der Zylinderputzer kann durch Samen vermehrt werden. Die bekommt man im Samenhandel recht problemlos zu kaufen. Im Frühling wird ausgesät, bei möglichst kühler Zimmertemperatur.

Ebenfalls genutzt werden Stecklinge. Man schneidet sie im Sommer, dann bewurzeln sie recht leicht. Man kann sie gleich in Erde setzen. Wenn das Pflänzchen neu austreibt, ist die Bewurzlung geglückt.

Krankheiten und Schädlinge

Der Zylinderputzer ist recht robust. Krankheiten und Schädlinge sind selten. Bei einer falschen Überwinterung können allerdings Schildläuse auftreten.



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