Anleitung zur Balkonbepflanzung

Richtige Balkonbepflanzung

Vorbereitung der Pflanzgefäße
Alle Behälter müssen im Boden mit einer genügend großen Abflussöffnung versehen sein. Staunässe ist die häufigste Ursache, wenn Pflanzen in Gefäßen kümmern, dies gilt besonders für Pflanzgefäße, die oft Regen ausgesetzt sind.

Tontöpfe haben in der Regel bereits Abflussöffnungen. Bei Behältern aus Holz, Kunststoff und Beton, die keine Öffnungen aufweisen, kann man diese selbst bohren. Man verwendet dazu einen Bohrvorsatz von mindestens 6mm Stärke (für Beton einen Betonbohrer) und bohrt mit niedriger Umdrehungszahl, damit sprödes Material nicht springt. Bevor man in ein

Gefäß mit glatter Oberfläche Löcher bohrt, sollte die Stelle mit Klebeband abgedeckt werden, damit der Bohrer nicht aus Versehen abrutscht.

Vor dem Einfüllen der Erde müssen die Pflanzgefäße gründlich gereinigt werden, da sie Schädlinge und Krankheitskeime beherbergen können. Bereits gebrauchte Gefäße bürstet man gründlich mit milder Seifenlauge ab, wäscht sie dann mit Essigwasser aus und spült mit viel klarem Wasser nach.
Um die Lebensdauer von Holzcontainern zu verlängern, werden sie mit einem auf Umweltverträglichkeit geprüften Holzschutzmittel behandelt, das Gefäß sollte dann vor dem Bepflanzen einige Tage ausdünsten.
Pilzsporen, die an der Innenseite von Holzgefäßen überdauern, vernichtet man am wirkungsvollsten durch Verkohlen. Zu diesem Zweck bestreicht man das Gefäß innen mit Parafin, zündet es an und lässt es ein paar Minuten ausbrennen. Anschließend stülpt man das Holzgefäß um und erstickt auf diese Weise die Flammen. Die Metallbänder von Holzgefäßen sollten unbedingt mit Rostschutzfarbe gestrichen werden.

Blumenkästen müssen auf einer festen Unterlage stehen oder mit Haltern an der Wand befestigt werden. Auf einen Fenstersims legt man Holzkeile unter, um die Neigung auszugleichen und den Blumenkasten etwas höher zu stellen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Eine flache, untergestellte Schale verhütet Wasserschäden an der Hauswand.
Pflanzampeln benötigen eine sichere Halterung, die regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls erneuert werden muss.

Einfüllen der Erde
style="float: right;" />Die meisten Pflanzen gedeihen in torfhaltiger Blumenerde am besten. Wer normale Gartenerde verwenden möchte, sollte Torf untermischen, um die Erde feucht zu halten, sowie Sand, falls eine Lockerung der Erde erwünscht wird. Den Torf lässt man aufquellen, bevor man ihn mit der erde vermengt. Pro Eimer Gartenerde fügt man 1 Handvoll Knochenmehl und die halbe Menge an Volldünger hinzu.

Wer Gewächse wie Alpenrosen, Azaleen, Kamelien oder Heidkräuter pflanzen will, benötigt kalkfreie Blumen- oder Torferde. Vor dem Einfüllen des Substrats vergewissert man sich, dass die Abflussöffnungen nicht verstopft sind. Man deckt sie mit Tonscherben ab, damit sie frei durchgängig bleiben, und füllt gewaschene Kieselsteine oder groben Kies darüber. Diese Dränageschicht sollte im Idealfall etwa ein Viertel des Innenraums einnehmen. Für eine kurzzeitige Bepflanzung reicht eine 5cm hohe Kiesschicht jedoch normalerweise völlig aus.

Um zu verhindern, dass Erde in die Dränageschicht geschwemmt wird, legt man Vlies oder ein dünnes Tuch zwischen beide Schichten. Man kann die Dränageschicht aber auch mit einer flachen Rasensode, die Grasseite nach unten, zudecken. Darüber wird die vorbereitete Erdmischung oder Blumenerde 2,5 - 5cm unter den Rand eingefüllt.
Ampeln benötigen eine spezielle Vorbereitung.

Bepflanzung
Vor dem Einpflanzen stellt man alle Pflanzen für einige Stunden in Wasser. Legen Sie die Pflanzen zunächst provisorisch auf

der Topferde aus. Die größte Pflanze erhält einen Platz in der Mitte oder im hinteren teil, sehr kleine Pflanzen oder Arten mit hängenden Trieben arrangiert man um den Rand herum.
Wenn der Entwurf zufrieden stellend ist, legt man die Pflanzen wieder beiseite. Dann sticht man zunächst mit einer Pflanzkelle Löcher aus, löst die Gewächse aus ihren Töpfen und setzt sie im Container etwas vertieft ein. Zum Schluss drückt man die Erde fest und gießt gut an.
Bei Kübeln mit ausdauernden Gewächsen wird die Erde mit einer schicht aus Rindenmulch, Kies oder Splitt abgedeckt. Diese Auflage setzt die Verdunstung herab und verhütet das Verhärten der Erdoberfläche, wenn regelmäßig mit hartem Wasser gegossen wird. Für Gefäße, die nur vorübergehend mit Blumen gefüllt werden, ist Torf als Mulchschicht ausreichend.


Pflegemaßnahmen
Pflanzgefäße trocknen rasch aus und müssen daher regelmäßig gewässert werden. Man gießt ausschließlich die Erde und vermeidet, Blätter und Blüten mit Wasser zu benetzen. Die Abendstunden oder der frühe Morgen sind die beste Zeit zum Gießen. Man bewässert so ausgiebig, das die Erde völlig durchfeuchtet wird, erst wenn sie weitgehend abgetrocknet ist, gießt man erneut. Zuviel Wasser schadet Kübelpflanzen ebenso sehr wie Wassermangel.

Von Zeit zu Zeit werden die Pflanzen gedüngt, dabei muss die Erde stets feucht sein. Welke Blüten entfernt man regelmäßig, hochwüchsige Pflanzen bindet man bei Bedarf an Stäben fest, um ihren halt zu verbessern.
Kontrollieren Sie die Pflanzen von Zeit zu Zeit auf Pflanzenschädlinge und Pflanzenkrankheiten, und verwenden Sie nur biologische Mittel zu ihrer Bekämpfung. Schnecken, die sich tagsüber gern unter dem Boden von Pflanzgefäßen verstecken, sammelt man ab. Abgefallenes Laub muss entfernt werden, da es Pilzen als Nährboden dienen könnte. Bei ausdauernden Kübelpflanzen erneuert man im Frühling die oberste Erdschicht (5 - 7,5cm) durch frisches Substrat