Pflege von Balkonblumen

violette PetunienErschaffen Sie Ihren ganz persönlichen Rückzugsort

Mit den ersten zarten Strahlen der Frühlingssonne, erwacht in den meisten Menschen das Bedürfnis, ihre Umgebung naturnah und idyllisch zu gestalten. Leider verfügt nicht jeder Haushalt über einen eigenen Garten.

Vor allem den Bewohnern in Großstädten bleibt meist nur die Möglichkeit, ihren Balkon mit bunt gemischten Pflanzen freundlich aufzulockern.

Inmitten grauer, öde wirkender Betonbauten, erscheinen diese farbenfrohen Blumeninseln besonders reizvoll und laden zu einem Spaziergang in der unberührten Natur ein.

Mit dem grünen Daumen

frisch ans Werk


Um bis in den späten Herbst hinein viel Freude an Ihren Balkonpflanzen zu haben, ist die richtige Pflege sehr wichtig. Wählen Sie die Blumensorten entsprechend ihres zukünftigen Standortes aus. Am idealsten sind Balkone und Terrassen auf der Südseite. Dort scheint die Sonne über den Tag verteilt am längsten und bietet damit die Grundvoraussetzung für hervorragendes Wachstum. Sollte sich Ihnen nur die Möglichkeit bieten, Ihre Blumen an schattigen Standorten einzusetzen, so müssen Sie deshalb nicht den Kopf hängen lassen und sich mit Grünpflanzen begnügen. Es gibt einige Gattungen, die auch an weniger sonnigen Plätzen hervorragend gedeihen.

GlockenblumeDazu gehören beispielsweise
  • Fuchsien
  • Begonien 
  • Chrysanthemen
  • Edellieschen
  • Primeln
  • Glockenblumen 
  • oder das Tränende Herz.
Sie sorgen selbst im düstersten Milieu für leuchtende Abwechslung.
Um optimale Wachstumsbedingungen zu bieten, müssen die Blumenkästen das jeweils passende Substrat enthalten. In den meisten Fällen ist Blumenerde völlig ausreichend. Es ist angebracht, direkt beim Einpflanzen organische Stoffe oder Dünger beizumischen. Das können beispielsweise Hornspäne oder auch Kompost sein. Dadurch wird die langanhaltende Rundumversorgung mit allen nötigen Nährstoffen gewährleistet.

Wasser ist Leben

Gießen Sie vor allem bei lang andauernder Hitze regelmäßig. Am besten in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden, wenn die Sonne nicht mehr brennend am Himmel steht. Warten Sie nicht bis in den Abend hinein, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Balkonpflanzen über Nacht zu viel Nässe ansammeln und es dadurch zur Ausbreitung des Falschen Mehltaus kommen kann.
Führen Sie vorab die sogenannte Fingerprobe durch. Dafür einen Finger möglichst tief in die Erde schieben, um den Feuchtigkeitsgehalt der unteren Erdschichten zu überprüfen. Je nach Ergebnis sollte entsprechend viel oder wenig gegossen werden. Entfernen Sie den Brausekopf von der Kanne und gießen Sie anschließend sehr vorsichtig, mit einem feinen Wasserstrahl, damit die Erde nicht weggespült wird.

Überschüssiges Wasser muss stets gut ablaufen können, um Staunässe zu vermeiden. Ansonsten kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass
die Wurzeln faulen und die Pflanze eingeht.

Schönes Aussehen von Anfang bis Ende

Regelmäßiges Ausputzen ist maßgebend für ein tadellos wirkendes Erscheinungsbild. Der geringe Aufwand garantiert Ihnen eine prächtige Blütenvielfalt, teilweise bis zum ersten Frost. Entfernen Sie abgestorbenes Blattmaterial und verwelkte Blütenreste. Es sieht nicht nur unschön aus, sondern entzieht Ihren Blumen unnötig Nährstoffe. Zudem wird das Ansammeln schädlicher Bakterien in den verklebten Blüten vermieden. Somit minimieren Sie die Gefahr von Erkrankungen, zum Beispiel durch Mehltau.

MehltauMehltau ist ein Überbegriff für Pilzinfektionen. Experten unterscheiden zwischen echten und falschen Mehltau.

Der echte Mehltau ist leider ein

Schädling, der sehr häufig vorkommt und weit verbreitet auftritt. Durch die Ablagerung eines weißen Belages ist er selbst für Laien unschwer zu erkennen. Auch die Triebe und teilweise die Blüten bleiben nicht verschont. Er bevorzugt ein warmes, trockenes Klima und lässt sich relativ leicht mit warmen Wasser und einem weichen Tuch entfernen. Es können vor allem Dahlien oder Begonien betroffen sein.

Im Gegensatz zum echten, braucht der falsche Mehltau viel Feuchtigkeit, um zu gedeihen. Seine Ausbreitung wird durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und schlecht zirkulierende Luft noch begünstigt. Entfernen Sie bitte alle erkrankten Pflanzenteile umgehend, da ansonsten bei zu starker Betroffenheit die Balkongewächse absterben. Um ein Entstehen von vornherein zu vermeiden, gießen Sie Ihre Blumen niemals von oben.

Wenn Sie alle Tipps beachten und sich für die Pflege etwas Zeit nehmen, erhalten Sie einen behaglichen Ort für erholsame Stunden.

Düngen

Selbstverständlich ist auch eine Düngung der Balkonblumen notwendig. Auch hier kommt es wieder darauf an, welche Pflanze man hat. Bei der Geranie zum Beispiel kann man Düngestäbchen in die Erde stecken und braucht dann nicht mehr an die Düngung zu denken, andere Pflanzen sollten meist einmal in der Woche mit einem allgemeine Pflanzendünger für Balkon- und Blühpflanzen gegossen werden, damit sie die notwendigen Nährstoffe erhalten. Bei allen Balkonblumen ist wichtig, dass sie im Hochsommer, in Trockenperioden, täglich gegossen werden. Am Beste am frühen Morgen oder nach Sonnenuntergang, wenn es etwas kühler ist. Gießen in der Mittagshitze schließt sich für alle Balkonpflanzen generell aus.

Einige Balkonblumen, die man auf einem Balkon in Kübel aufstellt, benötigen keine Pflege. Hierzu gehören zum Beispiel die vielen Palmenarten, die man auf vielen Balkonen findet, auch Küchenkräuter, die oft auf sonnigen Balkonen gezogen werden, sind sehr pflegeleicht. Hier ist lediglich die korrekte Gießmenge zu bedenken. Wer zum Beispiel Bärlauch ziehen will, sollte diesem lediglich Frost gönnen und ihn anschließend schattig stehen lassen, da Bärlauch in der Natur meist unter schattigen Bäumen im Wald wächst.

Schädlinge

Die Schädlingsbekämpfung ist ein ganz anderes Thema. Mehltau sollte abgespült, die Erde dann gewechselt werden. Blattläusen kann man entweder mit chemischen Keulen zu Leibe rücken, oder man bedient sich einfacher Hausmittel wie Seifenlauge oder Tabaksud, der 3 Tage ziehen muss. Der Nachteil der chemischen Mittel ist, dass die Pflanzen darunter leiden und man die Blattläuse meist doch nicht los wird.

Selbstverständlich müssen einige Balkonblumen nicht nur gegossen, sondern auch besprüht werden. Dazu gehört vor allem der Bambus, der in Kübeln auch auf dem Balkon wächst. Hier nehmen auch die Blätter Feuchtigkeit auf, daher ist es wichtig, ihn regelmäßig, im Hochsommer gern auch mehrmals am Tag, zu besprühen, damit die Blätter nicht braun werden. Auch der Bambus sollte einmal in der Woche gedüngt werden, hier kann man handelsüblichen Blumendünger verwenden. Um Fäule und Schädlinge abzuwehren, sollte man alte Blätter an allen Balkonpflanzen regelmäßig entfernen, vor allem, damit sich keine Krankheiten, wie Pilze, an den Pflanzen bilden können.