Begonien - Pflege, Pflanzen und Düngen

Begonien - Pflege, Pflanzen und Düngen Begonie-BlüteIn die Riege der attraktiven Sommerblumen integriert sich die Begonie als besonders attraktive Blüten- und Blattschmuckpflanze. Einige Arten wachsen einjährig, andere als ausdauernde Pflanzen, manche auch als Sträucher.

Begonien (Begonia semperflorens)

Sie blüht vom Mai bis zum Oktober, vorausgesetzt, sie gedeiht halbschattig und auf humusreichem Boden. Die Begonie erreicht meist eine Höhe von 20 bis 40 Zentimetern.
Begonien wachsen wechselständig, die Blätter asymmetrisch.
Zur Begoniengattung zählen Hunderte Hybriden und Arten. Diese weisen zahlreiche, individuelle und

attraktive Formen und Wachstumsarten auf.

Man unterteilt die sehr umfangreiche Gattung in drei Gruppen:
  • Blattbegonien,
  • Knollenbegonien und 
  • Begonien mit Erdstämmchen (Rhizomen).
Nicht nur im Garten, sondern auch im Zimmer sind Begonien ihrer schönen Blüten wegen sehr beliebt.

Vorkultur

Die wunderschön rot, rosa oder weiß blühenden Begonien vertragen keinen Frost. Würde man sie aber erst nach den Eisheiligen aussäen, hätten die Begonien bis zum Sommer nicht mehr genug Zeit, um zu wachsen und zu blühen. In einer Vorkultur werden sie etwa ab Ende Januar im warmen Zimmer auf dem Fensterbrett oder im Gewächshaus ausgesät und im Mai nach draußen gepflanzt. Zuvor hatte man die kleinen Begoniensamen aus ihren Kapselfrüchten gewonnen. Bei dieser Art der Vermehrung sollen die recht winzigen Samen nur auf die Anzuchterde aufgestreut werden. Bitte bedecken Sie die Samen nicht mit Erde.

Begonien kann man auch mit etwa 10 cm langen Stecklingen vermehren. Wenn man anfangs das erste untere Blatt entfernt hat, steckt man ihn in ein Torf-Sand-Gemisch. Dann diese Stecklinge nicht zu feucht halten.

Auch über das Teilen von Rhizomen vermehrt man Begonien einfach und zuverlässig.

Knollenbegonien kann man neben der Stecklingsvermehrung auch gut über die im Herbst an den Blattachsen herausgebildeten Brutknöllchen vermehren.
Man sammelt die Brutknöllchen unmittelbar vor dem Absterben der Begonientriebe. Den Winter über lagert man die Knollen bei 12 bis 14 °C. Im Frühjahr setzt man sie in leicht feuchte Erde. Bitte achten Sie darauf, dass die Knöllchen nicht vollständig mit Erde zugedeckt werden.
Hybriden der Knollenbegonie lassen sich zudem durch Teilung einer Knolle
vermehren. Dabei muss jedes Teilstück über mindestens einen Vegetationspunkt verfügen. Jedes Stück kommt in einen separaten Anzuchttopf, die Erde soll viel Torf enthalten.

Aber wie so oft gibt es für die individuelle und selbststständige Anzucht auch eine ansprechende Alternative: Kaufen Sie im Mai vorgezogene Pflanzen in der Gärtnerei Ihres Vertrauens. So verfügen Sie schnell und unkompliziert über gesunde, kleine Begonienpflanzen.

Pflege und Düngung

Sind die Begonien in ihrem Garten, im Blumenkasten oder in den Töpfen erst einmal herangewachsen und beginnen sie zu blühen, machen Begonien kaum noch Arbeit. Sie bezaubern dann mit ihrer opulenten Blütenpracht.
Lediglich das Putzen dürfen Sie nicht vergessen. Welke Pflanzenteile müssen alle paar Tage abgeschnitten werden. Dadurch wird die Pflanze animiert, ständig immer wieder neue Knospen auszubilden. Außerdem können so Krankheiten verhindert werden.
Mehltau, Blattläuse und Raupen tauchen gewiss immer und überall im Garten auf. Bei einjährigen Sommerblumen wie den Begonien sollte man sich allerdings überlegen, ob man auf eine aufwendige Bekämpfung und den Einsatz chemischer Mittel nicht besser verzichten sollte. Denn Raupen kann man absammeln und gegen Blattläuse helfen

uns die Marienkäfer. Dem Mehltau kann man vorbeugen, in dem man die Begonien nicht zu dicht pflanzt.
Bitte achten Sie auch darauf, dass die Begonien nicht ständig vom Rasensprenger beregnet werden.
Bleiben die Blüten sehr klein und werden die Blätter blass, leiden Ihre Begonien eventuell unter Nährstoffmangel. Dann sollten Sie ihnen mit einer Portion Dünger helfen. Dafür zuerst die Erde anfeuchten, dann 20 bis 30 g auf den Quadratmeter in den Boden einarbeiten.
Last, but not least: Zwischen den heranwachsenden Begonien sollte regelmäßig Unkraut gejätet werden. Wenn die Begonien noch klein sind, ist das besonders wichtig, damit die noch kleinen Blumen nicht ersticken.

Begonie als Balkonpflanze

Die Begonie mag einen halbschattigen Standort. Volle Sonne verträgt sie im Frühling, jedoch im Sommer nur bedingt. Als Balkonpflanze eignet sich die Begonie daher für Balkone und Terrassen mit Morgen oder Abendsonne. Direkte Mittagssonne sollte vermieden werden. Dies auch aus dem Grund, da Begonien relativ viel Wasser benötigen. Die Erde sollte immer leicht feucht sein. Da der Nährstoffverbrauch hoch ist, sollte der Boden ab April mit Flüssigdünger gedüngt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass kein Wasser an die Pflanze gelangt, da dies die Pilzbildung unterstützen kann.

Pflegehinweise

Die Begonie wächst schnell und benötigt für die zahlreichen Blüten viele Nährstoffe. Um ein gesundes Wachstum zu ermöglich, sollte ein Pflanzenabstand von 20-25cm eingehalten werden.

Aussaat

Die Aussaat der Begonie ist nicht die einfachste. Man sollte die Samen im März säen und von Beginn an warm halten. Leider keimen meist nur wenige der Samen. Hobbygärtner sagen, dass oftmals weniger als 50% der Samen wirklich keimt.

Die Begonie hat als Nachbarn gern Tagetes (Studentenblume), Buxus und Chrysanthemen.