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Baumstamm entfernen

Um einen Baum ordnungsgemäß und sachkundig zu fällen, sind einige Vorbereitungen im Vorfeld zu treffen. Zum einen muss geklärt sein, ob der Baum rechtmäßig ohne Einholung notwendiger Genehmigungen gefällt werden darf. Ist eine Genehmigung erforderlich, diese Information erteilt das ...



Grünflächenamt oder das zuständige Bauamt, ist diese vor Beginn der Baumfällarbeiten einzuholen. Die Genehmigung ist bei den zuvor genannten Ämtern einzuholen.

Oftmals ist neben diesen Genehmigungen auch das Einverständnis des oder der Nachbarn notwendig, obwohl der zu entfernende Baum auf dem eigenen Grundstück steht. Wer ohne entsprechende Genehmigung einen Baum fällt, kann sich durch sein Handeln strafbar machen und hat in der Regel mit beachtlichen Bußgeldern und Rechtsstreitigkeiten zu rechnen. Von einem Fällen ohne alle erforderlichen Genehmigungen und Einverständniserklärungen ist somit unbedingt abzuraten.

Sind diese rechtlichen Aspekte alle geklärt und es steht dem Entfernen des Baumes nichts mehr im Wege, ist vor Beginn der Baumfällarbeiten vieles zu berücksichtigen. Je nach Standort des Baumes, muss der Straßenverkehr oder Gehweg ordnungsgemäß gesichert werden. Die benötigten Werkzeuge, wie Motorsäge, Motorfräse, Handsägen in unterschiedlichen Größen sowie Astscheren und den Sicherheitsvorschriften entsprechenden Leitern, müssen bereit gelegt werden und alle erforderlichen Schutzvorrichtungen für Passanten ...



und auch den tätigen Personen, ergriffen werden. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Schutzkleidung, bestehend aus Schutzhelm, Schutzbrille, Handschuhen, fester Arbeitskleidung und festem Schuhwerk mit Stahlkappenschutz.

Wenn der Baum sehr groß ist, wird man zu Beginn kleinere und größere Äste mit den entsprechenden Hand- oder Motorsägen entfernen. Von der Aststärke hängt es ab, ob man mit einer Astschere, einer einfachen Säge oder einer elektrischen Motorsäge arbeiten wird. Es muss gewährleistet sein, dass ein herab fallender Ast keine Passanten oder Mitarbeiter gefährdet. Wenn man nun nach und nach den Baum von seinen Ästen befreit hat, muss der Stamm in Etappen abgetragen werden. Zum Abschluss dieser Arbeit verbleibt der Baumstumpf mit einer Länge von bis zu ca. 1,5 m, je nach Gesamtgröße des Baumes.

Abhängig ist dieses Maß von der benötigten und/oder sinnvollen Hebelwirkung, zum entfernen des Stumpfes mit der Wurzel. Die Möglichkeit, den verbliebenen Stumpf als Hebel einzusetzen, bietet sich insbesondere bei Flachwurzelnden und relativ kleinen Bäumen an. Ein weiterer Aspekt ergibt sich aus dem Untergrund, in dem der Baum verwurzelt ist. Je verdichteter der Boden sich darstellt, so zum Beispiel bei tonigen und lehmigen Böden, desto schwieriger ist es, den verbliebenen Stumpf als Hebel einsetzen zu können. Da aber der Baumstumpf nur sehr schlecht verrottet, ist es ratsam, diesen ganz aus dem Erdreich zu entfernen.

Eine Möglichkeit ist es, durch das weit- und tiefstmögliche Ausgraben der Wurzeln, den Zugang und die Möglichkeit des Entfernens zu verbessern. Hat man diese weitestgehend freigelegt, beginnt man das Hauptwurzelwerk keilförmig von seinem Stamm mittels einer Motorsäge und/oder einer Motorfräse zu trennen. In der Folge werden auch die verbleibenden Wurzelstränge mit der Motorsäge Stück für Stück zerkleinert und eingekürzt, bis am Ende nur noch das kleine und feinere Wurzelwerk verbleibt. Da es beinahe unmöglich ist, das gesamte feinere Wurzelwerk zu entfernen, wird der Oberboden ein Stück weit abgetragen und nachfolgend mit reifem Kompost wieder aufgefüllt und geebnet. Dieser Kompost bewirkt, dass das verbliebene Wurzelwerk nach und nach durch die Mikroorganismen des Kompostes verrottet und somit nach einer gewissen Zeit, einer neuen Bepflanzung oder anderweitigen Nutzung zur Verfügung steht.

von Annett Biermann



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