Buxus, Buchsbaum - Pflege, Krankheiten

Buchsbaum - Pflegen, Krankheiten Buchsbäume können prima im Topf gehalten werdenDer Buxus sempervirens gehört zur Gattung der Buchsbäume, und unter diesem Namen ist er sicherlich besser bekannt. Der Buchsbaum ist immergrün und kann bis zu acht Meter hoch werden. Die meisten haben einen solch großen Buchsbaum sicher noch nicht gesehen, das liegt in erster Linie daran, dass der Buchsbaum sehr langsam wächst und man seiner eher überdrüssig wird, als ihn so hoch wachsen zu lassen.

Typisch Buchsbaum ...
  • Dennoch gehört der

    Buchsbaum zu den beliebtesten Gestaltungselementen im Garten. Er wurde und wird häufig als Zier- und Nutzgehölz angepflanzt, im Garten als Begrenzung zum Nachbarn, als Solitärgehölz oder auch auf dem Friedhof als Einfriedung.  
  • Vom Buchsbaum im klassischen Sinne gibt es etwa 50 bekannte Sorten, die sich aber nur geringfügig in ihrem Aussehen, genauer gesagt, in der Blattfarbe, im Blattabstand, in der Blattgröße, der Blattform oder auch im Wachstumstempo unterscheiden.
  • Sehr beliebt ist der Buchsbaum auch, wenn es darum geht, Formen und Figuren zu schneiden. Durch seinen dichten Wuchs kann man unterschiedlichste Motive darstellen, wie einen schönen Schwan, einen großen Blumentopf oder auch geometrische Formen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, lediglich der eigene Geschmack entscheidet, was geschnitten wird.
Buchsbaum im Topf oder Garten pflanzen

Der Buchsbaum kommt in weiten Teilen der Erde vor und ist recht genügsam, was die Pflege angeht. Vermehren kann man den Buchsbaum am besten über Stecklinge, die man ins Wasser stellt oder gleich in die Erde steckt. Die Vermehrung über Samen ist generell auch möglich, jedoch sehr zeitaufwändig.

Buchsbäume kann man aber auch schon fertig als Pflanze im Topf kaufen. Im Baumarkt finden wir dabei unterschiedliche Größen und Formen. Wichtig ist aber die Tatsache, dass die Chancen des Gedeihens besser sind, wenn der Buchsbaum so jung wie möglich ist. Möchte man seinen Garten neu gestalten, dann ist der Buchsbaum ein sehr schönes Element, das eigentlich überall eingesetzt werden kann. Dennoch sollte man sich den Platz gut aussuchen, damit man eine Umpflanzung nicht unbedingt nötig ist, denn das verträgt ein Buchsbaum nicht so gut.

Lässt es sich dennoch nicht vermeiden, einen Buchsbaum zu versetzen, dann sollte man wissen, je größer und älter der Baum, desto geringer sind die Chancen, dass er gut wieder anwächst. In jedem Fall sollte er sehr weiträumig ausgegraben und genauso großzügig in der Fläche wieder eingesetzt werden. Dazu
muss man sich genügend Zeit lassen und vor allem große Kräfte aufbringen.

Buchsbäume sind ein beliebtes Element zur GartengestaltungGanz wichtig ist auch, dass so wenige Wurzeln wie möglich beschädigt werden. Die vielen unzähligen kleinen Wurzeln, die ein Buchsbaum hat, sind für die Wasseraufnahme des Baumes zuständig und sollten möglichst vollständig bleiben. Außerdem sollte man zum Umsetzen einen kühlen und feuchten Tag wählen und den Buchsbaum in den ersten Tagen am neuen Ort sehr ausreichend wässern, damit er überhaupt eine Chance hat, wieder weiter zu wachsen.

Den Buchsbaum selbst vermehren

Der Buchsbaum gehört zu den sehr langsam wachsenden Pflanzen und ist aus diesem Grund in bestimmten Größen sehr

teuer. Kein Wunder also, dass immer mehr Buchsbaumfans ihre Pflanzen selbst vermehren. Die einfachste Methode den Buchsbaum zu vermehren, ist die Stecklingsvermehrung:
  • Besonders im Hoch- und Spätsommer ist der ideale Zeitpunkt für dieses Vorhaben. Im Gegensatz zum Frühling sind die neuen Triebe des Buchsbaumes bereits gut verholzt und wesentlich kräftiger, sodass sie ebenfalls nicht mehr so anfällig für Krankheiten sind.
  • Zuallererst muss man sich einen besonders schönen und kräftigen Zweig aussuchen und diesen vorsichtig abtrennen. Hier zählt die Devise – je kräftiger der Zweig, umso besser die Überlebenschancen.

  • Am unteren Teil des Stiels müssen nun die Blätter sorgfältig entfernt werden, sodass diese im Boden anschließend nicht zu faulen beginnen.
  • Am oberen Teil wird der Stiel nun auch ca. ein Drittel eingekürzt. Des Weiteren muss der Stiel nun gerade abgeschnitten werden, damit besser Wurzeln gebildet werden können.

  • Besonders geeignet sind spezielle Aufzuchtstationen, denn diese bieten die idealen Voraussetzungen für den Steckling. Hier sollte er einige Monate Zeit haben, um eigene Wurzeln zu bilden und heranzuwachsen.
  • Recht starke Triebe können jedoch auch direkt in den Garten gesetzt werden. Der von den Blättern befreite Trieb muss dazu nur in die Erde gesteckt werden, welche nun leicht angedrückt wird.

  • Bereits nach wenigen Wochen bildet die junge Pflanze die ersten eigenen Wurzeln, die nun nach und nach stärker werden, sodass auch Triebe, die direkt in den Garten gepflanzt wurden, in der Regel den ersten Winter ohne Probleme überstehen.
  • Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte diese jedoch erst im Früher an die frische Luft pflanzen.
Formschnitt beim Buchsbaum: mit dem richtigen Gerät auch für Anfänger ein LeichtesDas Schneiden vom Buchsbaum

Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buchsbaum um eine Pflanze handelt, welche einen extrem dichten Wuchs hat, werden gerne die unterschiedlichsten Formen geschnitten. Ob ein Herz, eine normale Kugel oder ein Schwan bleibt jedem sich selbst überlassen. Abgesehen von den speziellen Formschnitten muss der Buchsbaum nur ein bis zwei Mal geschnitten werden. Der Feinschnitt der Pflanze sollte während der Wachstumsphase stattfinden, welche von Anfang Mai bis Anfang September geht.

Die Austriebe, die zu dieser Zeit ca. vier Zentimeter lang sind, müssen nun auf eine Länge von ca. einem Zentimeter gekürzt werden. Der Grobschnitt sowie der Rückschnitt ins alte Holz sollte im März oder April in den Angriff genommen werden. Der Buchsbaum selbst kann man nun radikal zurückscheniden, denn ab Mai kommen neue Triebe, sodass die alten und kranken Äste problemlos schnell ersetzt werden und ganze Hecken bereits im Frühjahr neu und wunderschön sind.

Das Vermehren und Schneiden im Überblick:
  • Vermehrung durch Samen oder Stecklinge möglich
  • Vermehrung im Hoch- oder Spätsommer durchführen
  • Steckling vorsichtig abtrennen und am unteren Teil von Blättern entfernen
  • oberen Teil auf ein Drittel kürzen
  • starke Stecklinge in Garten Pflanzen, kleine Stecklinge erst im Haus aufziehen und im Frühjahr raus pflanzen
  • Feinschnitt von Mai bis September durchführen
  • Grobschnitt bzw. Rückschnitt von März bis April