Kleine Bäume für den kleinen Garten

Kleine Bäume für den kleinen Garten Flieder und Sommerflieder sind beliebte kleine Bäume für kleine GärtenGlücklich schätzen kann sich, wer über einen eigenen Garten verfügt. Er vereint Ruhe und Entspannung mit kontinuierlichem Tun. Und gerade Bäume strahlen einen besonderen Frieden aus, auf den kaum ein Gärtner verzichten möchte. Doch nicht jedem steht unbegrenzter Platz zur Verfügung.

Um sich trotzdem an Bäumen erfreuen zu können oder auch deren Früchte zu ernten, besteht die Möglichkeit, sich kleine Bäume anzuschaffen. Es ist klar, dass

Buchen, Eichen und Pappeln als sogenannte Hausbäume ungeeignet sind, da sie viel zu hoch wachsen und viel Platz beanspruchen. Kleine Bäume, wie Flieder, Essigbaum, Goldregen und Zierapfel hingegen sind ideal für den kleinen Garten.

Kleiner Duftbaum: Der Flieder

Er ist wegen seiner zarten, zahlreichen Blüten, aber auch wegen seinem unverwechselbaren Duft sehr beliebt. In den meisten Gärten ist der Gemeine Flieder, Syringa vulgaris, zu finden. Gepflanzt werden sollte er im Herbst, so ist er im kommenden Frühling gut verwurzelt. Alles in allem ist der Flieder, was seine Pflege betrifft, recht anspruchslos. Was er jedoch unbedingt benötigt, ist ein Platz in der Sonne.


Tipps zur Flieder-Pflege

Neben der Sonne mag der Flieder kalk- und nährstoffreichen Boden. Mit Kompost oder Volldünger kann er im Frühjahr versorgt werden. Im Mai steht der Flieder dann in voller Blüte. Beim Schneiden ist Achtsamkeit gefragt. Damit die Blüte im Folgejahr nicht ausbleibt, sollten nur verwelkte Teile und abgestorbene Zweige abgeschnitten werden. Zum Vermehren können die Ausläufer ganz einfach mit einem Spaten aus der Erde genommen werden, um sie dann an ihrem Bestimmungsort einzupflanzen.

Kleiner Zierbaum: Der Goldregen

Schmetterlingsförmige, leuchtend gelbe Blüten machen den Goldregen zum idealen Zierbaum. Allerdings ist Vorsicht geboten, da alle Pflanzenteile des Laburnum anagyroides giftig sind, insbesondere die Samen. Goldregen kann sowohl im Herbst, Oktober und November, als auch im März gepflanzt werden. er mag einen Standort, der sonnig oder zumindest halbsonnig ist.


Bodenbeschaffenheit und Pflege

Besonders gut wächst und gedeiht der Goldregen auf felsigen Böden. Im Garten sollte er kalk- und nährstoffreichen Boden vorfinden. Beim Pflanzen sollte darauf geachtet werden, dass das Loch in der Erde doppelt so groß ist, wie die gesamte Wurzel. Anschließend braucht er reichlich Wasser. Später kann zu starkes Wässern bei ihm allerdings zu Krankheiten führen und seine Blühkraft vermindern. Er muss weder gedüngt werden, noch ist das Schneiden erforderlich. Bei starken Bewuchs reicht es vollkommen, ihn auszudünnen.

Mit seinem farbenfrohen Laub ist der Essigbaum ein toller kleiner Baum für kleine GärtenKleiner Farbtupfer: Der Essigbaum

Dieser kleine Baum wird auch Hirschkolbensumach genannt und besticht in seiner Blütezeit, Sommer, mit purpurfarbenen Blüten. Auch im Herbst zeigt der Rhus typhina eine prachtvolle Farbenvielfalt und ist aufgrund seiner Ästhetik sehr beliebt. Seine Ansprüche an die Umgebung und den Boden sind sehr gering. Ist sein Standort nicht allzu schattig, gedeiht er so ziemlich überall.


/>

Besonderheiten des Essigbaums

Den imposanten Essigbaum kann man ganzjährig pflanzen. Und obwohl er genügsam in der Pflege und der Auswahl seines Ortes ist, mag er die Sonne. Seine Samen sind nur

einige Millimeter kleine Nüsse, die eine rote Behaarung aufweisen. Diese Haare gaben dem Essigbaum seinen Namen mit ihrem essigartigen Geschmack. Einziger Nachteil der hübschen Pflanze sind seine ausufernden Wurzelausläufer, die hartnäckig entfernt werden müssen, da sie die Fähigkeit besitzen, sich ihren Weg sogar durch gepflasterte Orte zu bahnen. 

Kleiner Obstbaum: Der Zierapfel

Seine weiß-rosa Blütenpracht ist geradezu atemberaubend, die sich bereits im Mai zeigt und einen wohlriechenden Duft verbreitet. Es sei jedoch erwähnt, dass die daraus folgenden Früchte nicht roh verzehrt werden, sondern üblicherweise Marmelade oder Gelee aus ihnen gemacht wird. Auch dieser kleine Baum ist genügsam in der Pflege und benötigt weder Dünger noch reichlich Wasser. Er übersteht Trockenheit besser als Nässe. Zuviel Wasser bringt ihn eher zum Abwerfen seiner Äpfel und Blätter. Sein Lieblingsort ist windgeschützt und im lichten Schatten.


Pflegetipps und Boden für Zieräpfel

Humusreiche und lockere Gartenerde, die reich an Nährstoffen ist, wird vom Zierapfel bevorzugt. Sie darf auch gern leicht lehmig sein. Der Herbst bietet die beste Zeit, um ihn einzupflanzen. Sollte dies nicht möglich sein, sollte darauf geachtet werden, dass die Erde frostfrei ist. Die Vermehrung des Zierapfels erfolgt am besten über Stecklinge, welche im Juni geschnitten werden und mindestens sieben Blätter aufweisen sollten. Beim Schneiden des Baumes gibt einiges zu berücksichtigen.

Schneiden von Zierapfelbäumen
  • junge Bäume regelmäßig schneiden
  • ältere Bäume lediglich ausdünnen
  • im Juni den Sommerschnitt vollziehen
  • Zurückschneiden Anfang des Jahres vor der Bildung neuer Blätter
Dekoratives Element: Die Kugelakazie

Eine Besonderheit unter den Zierbäumen für kleine Gärten ist die Kugelakazie mit ihren weißen Blättern. Durch ihre unkomplizierte Pflege und Genügsamen Ansprüchen ist sie bei Gärtnern sehr beliebt. Jedoch benötigt sie schon etwas mehr Platz durch ihre Form. Dieser hübsch anzusehende Baum wird vorzugsweise in den ersten frostfreien Wintermonaten gepflanzt und sollte einen sonnigen Standort bekommen, der möglichst auch vor starkem Wind schützt, da die Äste der Kugelakazie sonst schnell brechen können.

Hängeweidenkätzchen sind geeignete kleine Bäume für kleine GärtenPflege, Schneiden und Tipps
Anfangs benötigt die Kugelakazie eine gute Bewässerung. Später versorgt sie sich selbst mit benötigtem Wasser. Mit der Zeit erreicht der Zierbaum einen guten Kronenumfang. Dieser kann im Frühjahr, vor dem erneuten Austreiben, problemlos reduziert werden, indem die Krone bis auf ein Drittel geschnitten wird. Um lange Freude an der Kugelakazie zu haben, empfiehlt sich das Auslichten von Zeit zu Zeit. dabei werden geknickte oder abgestorbene Teile gleich mit entfernt.

Wissenswertes zu kleinen Gartenbäumen in Kürze

Kleine Gärten brauchen auch etwas Struktur und auch ein wenig Schatten. Hier steht man allerdings oft vor dem Problem: Wie schaffe ich Struktur und Schatten in einem Minigarten? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand. Kleine Gärten brauchen keine Bäume oder Sträucher. Es gibt doch einige Arten von Gehölzen, die sich wunderbar gerade für kleine Gärten eignen! Zu den oben genannten Beispielen ließen sich noch hinzufügen:
  • Fächerahorn - langsam wachsender Baum, der im Herbst mit einer wunderschönen Laubfärbung verzaubert.
  • Hängekätzchenweide - sehr beliebt, nicht nur bei den Gartenbesitzern, auch Hummeln und Bienen finden sie mehr als nur attraktiv.
  • Korkenzieherhasel - sorgt durch seinen bizarren Wuchs für Blickfang im Garten. Durch regelmäßiges Schneiden bleibt der kompakt.
Viele Pflanzenversender bieten allerdings sehr viele attraktive Blühgehölze als Hochstämmchen an, zum Beispiel Sommerflieder. Die Bäumchen kann man wahlweise in große Kübel setzen, oder ins Freie Pflanzen. Sie sorgen nicht nur für etwas Schatten, sondern auch für eine nektarreiche Blüte im ganzen Sommer. Beliebt bei den Schmetterlingen, die sich scharenweise in den Blüten tummeln.

Auch Hibiskus-Bäumchen sind mittlerweile erhältlich. Auch sie eignen sich ideal für den kleinen Garten. Die Blüte dauert auch bis in den Spätsommer/Herbst hinein. Es lohnt sich ab und zu die Kataloge der Pflanzenversender zu durchstöbern, oder im Internet speziell nach kleinwüchsigen Bäumen und Sträuchern zu suchen. Die Preise sind unterschiedlich, man muss sich eben darüber Gedanken machen, wie viel man ausgeben möchte. Wer die Geduld und die Zeit hat, kann vieles auch aus Steckhölzern selbst großziehen.