Laubbäume im Garten

Laubbäume im Garten Laubbäume sind für die Gestaltung von Gärten sehr beliebt, die meisten sind nach der Anwachsphase sehr robust und brauchen nicht mehr viel Pflege. Außerdem hat man von ihnen auch Nutzen, so zum Beispiel von Obstbäumen das Obst und von Zierbäumen ihre Schönheit. Einige Baumarten, die für den heimischen Garten geeignet sind, sind hier nachfolgend aufgeführt.

Vorgarten
Der Baum im Vorgarten spielt eine große Rolle. Zum einen lockert er ein zu steriles Bild in der Vorgartengestaltung auf, zum anderen ist er ein

Schattenspender für abgestellte Autos oder Nutzräume im vorderen Teil des Hauses. Auch die Luftverschmutzung durch den Straßenbereich wird durch die Filterwirkung eines Laubbaumes herabgesetzt. Eine große Artenfülle bietet dabei für jeden Vorgarten eine passende Lösung.

In den Vorgarten passt zum Beispiel ein Ahornbaum, sei es der Feld-Ahorn , der bis 15 Meter hoch und 7 Meter breit wird, sandig-lehmige Kalkböden liebt oder der Spitzahorn, der jedoch bis 30 Meter groß wird und in der Breite schon mal 12 Meter fassen kann. Der Spitzahorn wiederum liebt einen nährstoffreichen, schwach sauren bis alkalischen Boden. Ebenso geeignet sind der Berg-Ahorn und der Rot-Ahorn. Gut vorstellbar, wiederum gerade im Bereich des Vorgarten ist die Rosskastanie. Man beachte hier aber, dass die Kastanie sehr tiefgründigen Boden zum Gedeihen benötigt und bis 25 Meter hoch wird.

Gerade bei der Höhe der Bäume sollte man sich mit seinen Vorgartenpflanzen schon ins Ortsbild einfügen und auch seinen eigenen Platz nicht zu sehr ausreizen. Birken lassen sich ebenfalls sehr gut im Vorgarten verwenden, artunabhängig wachsen bis zu 30 Metern in die Höhe, brauchen dafür aber in der Breite nur etwa 10 Meter. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort und sehr nährstoffreiche Böden. Ein tropisch anmutender Baum für alle, die es etwas extravagant mögen, ist  der Trompetenbaum. Er braucht im Boden viel Platz und viele Nährstoffe, trägt dann aber zur Belohnung riesige herzförmige Blätter, weiße Blüten und Früchte in langen bohnenähnlichen Kapseln.
Essbare Früchte kann man vom Baum-Hasel erwarten, einem sehr anspruchlosem Baum mit schmaler Krone und einer goldgelben Herbstfärbung.

Auch die Esche ist eine gute Art, sich den Vorgarten zu verschönern. Sie ist ein heimischer Baum, der bis zu 40 Meter in die Höhe wächst und tiefgründigen, saftigen, frischen Boden liebt.
Der Bereich des Vorgartens ist also vielseitig bepflanzbar, man sollte aber darauf achten, dass anderen Pflanzen durch große Laubbäume nicht die Sonne genommen wird.

Im Grundstück
Laubbäume eignen sich natürlich nicht nur für den Vorgarten oder für die vorderen Bereiche von Grundstücken, sondern auch für alle anderen Regionen. Sehr angenehm und durchaus auch von Nutzen sind Bäume, die in der Nähe von Sitzplätzen, Grillecken oder Terrassen wachsen. Hier erhält man dann einen natürlichen Windschutz. Dabei ist es sehr angenehm, solche Bäume auszuwählen, die im Frühjahr, wenn die Sonne noch nicht so brennt, möglichst viele Sonnenstrahlen in den Sitzbereich lassen und im heißen Sommer einen zusätzlichen
href="http://www.hausgarten.net/garten-im-sommer/sommer-gartentipps/sonnensegel-sonnenschutz.html">Sonnenschutz bieten. Besonders geeignet sind aber auch Zierbäume, die durch ihre Früchte und Blüten einen zusätzlichen Blickfang

liefern.

Die Loebner-Magnolie zum Beispiel ist hier bestens geeignet. Sie hat einen zauberhaften, sternförmigen Blütenschmuck und leuchtend rote Früchte, braucht aber viele Nährstoffe und viel Platz im Boden. Die Zierkirsche hat ebenfalls auffallend schöne Blüten. Die Farben hier reichen von weiß bis rosarot. Die Blumenesche ist ein Baum, der nur bis 10 Meter hoch wird, keine besonderen Ansprüche hat, der aber herrlich duftende Blüten trägt und besonders widerstandsfähig ist. Auch Goldregen und Blumenhartriegel gehören zu den auffälligen Zierbäumen. Sie mögen beide sonnige bis halbschattige Plätze, werden bis etwa 7 Meter hoch und finden ihren idealen Platz an Terrassen.

Der Amberbaum ist ebenfalls ein Blickfang in jedem Garten. Er wächst bis 30 Meter in die Höhe und bis 10 Meter in die Breite. Er liebt sonnige Standorte, ist aber weniger für kalkhaltige Böden geeignet. Er liebt hingegen Nährstoffe und Frische. Die Gleditschie gehört zu den weniger bekannten Bäumen. Sie ist ein lockerer schirmförmiger Baum ohne große Ansprüche, hat starke Dornen am Stamm und an den Ästen und trägt Früchte in langen braunen Hülsen. Ein Vorteil bei diesem Baum ist, dass er im Handel auch ohne Dornen erhältlich ist, so besteht auch keine Gefahr für Kinder oder Haustiere. Die Robinie ist auch nicht sehr bekannt, eignet sich aber hervorragend als Gartenbaum, sie hat keine besonderen Ansprüche,  bietet aber weiße Blüten in hängenden Trauben, die sehr stark duften. Sie wird bis 25 Meter groß und 10 Meter breit.
Die Größen, die Bäume erreichen können, sollten immer ausreichend beachtet werden, um den Bäumen auch den Lebensraum zu geben, den sie benötigen.

Auch der restliche Bereich eines Grundstückes ist mit Bäumen bepflanzbar. Erkundigen sollte man sich, ob es Probleme mit Bäumen direkt an den Grundstücksgrenzen geben kann und ob es erlaubt ist, dort welche zu pflanzen. Oft ist das nicht der Fall, gerade auf kleinen Grundstücken oder in kleineren Gärten. Aber nichts desto trotz  kann man seine Bäume ja auch auf eine Wiese pflanzen. Hierbei sollte man solche Arten verwenden, die den Boden nicht übermäßig beschatten, da sonst der Rasen leiden kann. Hier sind zum Beispiel hochstämmige Obstsorten ganz  besonders gut geeignet, so wie Apfel- oder Birnenbäume. Zusätzlich haben sich für diesen Zweck auch kleine Bäume oder Großsträucher bewährt, wie zum Beispiel Feuerahorn, Maiglöckchenstrauch oder Hopfenbuche. Wenn man aber nur kleine Rasenflächen hat, sollte man sie nicht mit zu vielen Bäumen bepflanzen, da es sonst schnell überladen wirkt und sich die einzelnen Bäume auch nicht gut entwickeln können.

Der Judasblattbaum zum Beispiel braucht auch seinen eigenen Platz. Er wird bis 15 Meter hoch und 10 Meter breit. Er ist besonders gut geeignet, als Solitärbaum gepflanzt zu werden, denn er ist mehrstämmig und breit ausladend. Außerdem duftet er nach Lebkuchen, was mit Sicherheit nicht jeder von seinen Bäumen sagen kann.

Einen hübschen kleinkronigen Baum kann man sich mit der Roten Pavie zulegen. Sie trägt im Juni rote Blüten und im Herbst hellbraune Kastanien. Sie wird mit ihren maximal 6 Metern nicht sehr hoch und ist daher auch in kleinen Gärten sehr beliebt. Auch die Tulpen-Magnolie eignet sich für die Wiese, sie wird auch nicht größer als 6 Meter und liebt die volle Sonne. Sie wird den Gärtner mit großen weißrosa Blütenkelchen vor dem Laubaustrieb erfreuen, wenn er ihr einen tiefgründigen, nährstoffreichen, frischen Boden bietet.
Die Liste mit geeigneten Bäumen für den Garten ist natürlich unwahrscheinlich lang. Und es gibt auch nicht nur Laubbäume, die wunderschön aussehen können, sondern auch Nadelbäume, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Die Individualität des Garten und seiner Gestaltung macht ihn doch erst zu dem, was er ist, denn wie langweilig wäre es, wenn alle Außenanlagen das gleiche Aussehen hätten.

Der Gartenbesitzer plant den Garten selbst oder mit fachmännischer Unterstützung und pflanzt dabei bäume, die ihm gefallen oder mit denen er auffällt. Aber egal, welche Bäume gepflanzt werden, wichtig ist, dass man ihren Bedürfnissen gerecht wird was Boden, Standort und Nährstoffe angeht, weil sonst die Freude am Garten ganz schnell verloren geht, nämlich dann, wenn die Bäume eingehen.