Perückenstrauch

Perückenstrauch Der Perückenstrauch, Perückenbaum wird auch als Schmack oder Sumach bezeichnet. Er gehört zur Familie der Sumachgewächse. Die Pflanze ist weit verbreitet. Sie kommt sowohl im Mittelmeergebiet und Europa vor, ist aber auch in Kleinasien und China heimisch.

Es gibt viele verschiedene Arten, die sich vor allem durch ihre unterschiedliche Laubfärbung unterscheiden.
Dem Perückenstrauch wird eine geringe Giftigkeit unterstellt. Dies beruht vor allem auf seiner Verwandtschaft mit dem Giftefeu. Wie dieser soll er Hautreizende Eigenschaften besitzen. Bis heute konnte aber keine Toxizität nachgewiesen werden.

Die buntlaubigen Sorten des Perückenstrauches brauchen zur vollen Ausbildung ihrer Farbe einen sonnigen

Standort. Für Grünlaubige ist ein Schattenplatz ausreichend. Die sommerlichen Blütenstände erinnern an feine Haarbüschel. Das Herbstlaub leuchtet intensiv in orange-gelb.

Perückensträucher wachsen breitbuschig, Triebe breiten sich weit aus. Der Busch kann eine Höhe von drei bis sechs Metern erreichen. Das Laub ist länglich und treibt erst spät im Frühjahr aus. Im Juni/Juli zeigen sich die kleinen grünlich gelben Blüten. Sie stehen in grazilen Rispen, die wie feine Haarbüschel aussehen. Die leuchtenden Farben der Herbstfärbung machen das Gehölz zu einem außergewöhnlichen Blickfang.
Der Perückenstrauch benötigt normale Gartenerde und einen warmen, trockenen und sonnigen Standort. Er verträgt
extreme Trockenheit und sogar steinige Kalkböden. Oberflächenverdichtung mag der Strauch nicht. Die Pflanze benötigt kaum Pflege. Lasst man sie in Ruhe, entwickelt sie sich meist gut. Ein Rückschnitt beeinträchtigt nur den natürlichen Wuchs. Man kann jedoch Korrekturen an einzelnen Trieben vornehmen.
Perückensträucher wirken einzeln, freistehend sehr gut, aber auch in der Gruppe machen sie eine gute Figur. Besonders gut wirken sie mit rotlaubigen Gehölzen.

Wer sich einen Perückenstrauch anschaffen möchte, sollte sich über die verschiedenen Sorten informieren. Die Gehölze unterscheiden sich in der Farbe, aber auch in der Endgröße. Die Kleineren eignen sich gut, wenn man nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung hat. Einige blühen auch bis in den Herbst hinein, so dass man die Blüte gleichzeitig mit der Laubfärbung genießen kann.

Im Allgemeinen sind Perückensträucher winterhart oder vertagen zumindest Temperaturen bis unter -20 Grad Celsius.  Diese tiefen Temperaturen können aber zu einem massiven Zurückfrieren führen. Kübelpflanzen vertragen diese hohen Minusgrade nicht. Normaler Frost macht ihnen jedoch nichts aus. Jungpflanzen sollte man allerdings vor Frost schützen.
Vermehrt wird der Perückenstrauch durch Aussaat. Die Samen nimmt man Ende August bis Anfang September in grünem Zustand vom Busch. Im Frühjahr bringt man sie zum Keimen.
Die Vermehrung mittels Stecklingen ist schwierig und gelingt sehr selten. Meist wird auf Containerware zurückgegriffen.

Die Blätter und das Kernholz des Perückenstrauches können zum Färben verwendet werden. Die Blätter enthalten ein Gemisch aus verschiedenen Farb- und Gerbstoffen. Früher wurde der Strauch zum färben von Wolle und Leder verwendet.
Perückensträucher werden gern auf Dachgärten gepflanzt. Dort überleben sie trotz oft magerer Lebensbedingungen und sind ein toller Blickfang.