Baumbestimmung nach Blättern, Früchten & Rinde

Baumbestimmung nach Blättern, Früchten & Rinde

Bäume lassen sich zunächst einmal grob in die Kategorien Laubbäume und Nadelbäume einteilen. Darüber hinaus können sowohl die Blätter bzw. Nadeln, die Blüten, die Früchte oder Zapfen und die Rinde zur Bestimmung der Baumart verwendet werden.

obstbaum flBaumbestimmung nach Blättern

Blätter werden in der Botanik in einfache und zusammengesetzte Blätter unterschieden. Bei der einfachen Blattform hat jedes Blatt einen eigenen Stiel, mit dem es am Zweig hängt, während bei den zusammengesetzten Blättern von einem Stiel mehrere Blätter

ausgehen. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Eberesche oder Vogelbeere. Einfache wie auch zusammengesetzte Blätter können sowohl gegenständig wie auch wechselständig angeordnet sein. Bei den gegenständen Blättern befinden sich am Zweig immer zwei Blätter auf der gleichen Höhe, bei den wechselständigen Blättern sitzen diese etwas versetzt. Neben dieser grundsätzlichen Einteilung hat jeder Baum aber auch eine ganz spezielle Blattform, durch die er identifiziert werden kann.

Früchte und Rinde der Bäume

/>Neben den allseits bekannten Früchten wie Beeren, Stein- und Kernobst und Nüssen kann ein Baum verschiedene Fruchtformen bilden. Kastanien gehören zum Beispiel zu den Kapselfrüchten, die sich öffnen, wenn sie vertrocknet sind und dadurch die Samen freisetzen. Das gleiche geschieht auch bei den Spaltfrüchten, wie sie bei Ahornbäumen gebildet werden. Bevor ein Baum jedoch seine Früchte ausgebildet hat, kann schon anhand der Knospen und Blüten die Art des Baumes bestimmt werden. Leichtestes Erkennungsmerkmal ist die Farbe der Blüten, daneben spielen aber auch die Anzahl der Blütenblätter und ihre Anordnung eine große Rolle.

Die Rinde oder Borke eines Baumes unterscheidet sich bei den verschiedenen Laub- und Nadelbäumen ebenfalls erheblich und kann am besten mit Hilfe von Abbildungen in Büchern oder in Internet-Datenbanken zur Baumbestimmung genutzt werden.

Erkennungsmerkmale der Nadelbäume

Nadelbäume lassen sich am besten durch die Form ihrer Nadeln und ihrer Zapfen identifizieren. Wie bei den Laubbäumen können auch die Nadeln einzeln oder in Gruppen an den Zweigen hängen und sowohl gleichständig wie auch wechselständig angeordnet sein. Neben dem Aussehen der Zapfen ist auch ihr Wuchs am Baum ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung der Nadelbaumarten. Bei Tannen ragen die Zapfen nach oben, während sie bei Kiefern und Fichten von den Zweigen herabhängen. Finden sich unter einem Baum ganze Zapfen, handelt es sich bei dem Baum sehr wahrscheinlich um eine Fichte oder eine Kiefer, denn bei der Tanne fallen die Zapfen schon am Baum auseinander.