Beliebte Obstgehölze - alte Apfelsorten

Beliebte Obstgehölze - alte Apfelsorten

Obstgehölze finden sich in vielen Variationen im Handel und sind bei den Gärtnern dieser Welt sehr beliebt. Sie eignen sich nicht nur, um frisches Obst aus dem eigenen Garten zu ernten, sondern gleichermaßen für die Verschönerung des Gartens.

apfelbaum_flDank der abwechslungsreichen Wuchsformen, die von Hochstämmen über Halbstammbäume und Viertelstammbäume bis hin zu den Buschbäumen reichen, lassen sich die Obstgehölze dem Platz im eigenen Garten optimal anpassen.

Darüber hinaus bieten die Obstgehölze wunderschöne Blüten im Frühjahr, eine herrliche Ausstattung mit

knackigen Früchten in der jeweiligen Saison und wunderbar gefärbte Blätter des Baums im Herbst. Insbesondere die Apfel- und Birnenbäume erfreuen sich hierzulande einer großen Beliebtheit. Dabei sind Äpfel seit jeher nicht nur als dekoratives Element im Garten zu finden, sondern gehören auch zu den schmackhaftesten Obstsorten, die hierzulande gedeihen.

Geschichte des Apfels

Der Apfel selbst ist schon seit dem Altertum bekannt. Verbreitet wurde der Anbau von Apfelbäumen insbesondere durch Karl den Großen, aber auch durch die vielen Klostergärten, die sehr häufig Kräuter, Gewürzpflanzen, Obst und Gemüse anbauten. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich überdies die Sortenkunde bei den Äpfeln, also die Promologie, durchgesetzt. Mittlerweile kennt man unzählige Apfelsorten, die von historischen alten Apfelsorten bis hin zu neuen Sorten reichen. Inzwischen gehört der Apfel nach den Zitrusfrüchten und der Banane zu den weltweit bedeutendsten Obstsorten.

Ansprüche von Apfelbäumen an den Standort

Generell stellen Apfelbäume recht hohe Ansprüche an den Standort. Er sollte in gemäßigtem Klima liegen und die Winter sollten nicht zu hart sein. Außerdem brauchen Apfelbäume Niederschlagsmengen zwischen 500 und 600 Millimetern pro Jahr.
Darüber hinaus sollte der Boden eher lehmig und sehr tiefgründig sein. Ein schattiger Standort, der vielleicht noch kalt und nass ist, ist hingegen für den Apfelbaum nicht geeignet. Zwar gedeiht er notfalls auch hier, doch wirkt sich die schlechte Standortwahl negativ auf die Ernteerträge aus.

Die Unterschiede der Stämme

Ebenfalls kann man sich beim Anpflanzen von Obstgehölzen, wie den Apfelbäumen, wie eingangs erwähnt, zwischen verschiedenen Stammhöhen entscheiden. Am bekanntesten sind hierbei wohl die hochstämmigen Apfelbäume. Aber auch Halbstamm-, Viertelstamm- und Buschbäume sind denkbar. Dabei kann man sich als Faustregel merken, dass eine Ernte der Früchte früher möglich wird, je niedriger der Stamm ist. Jedoch haben niedrigstämmige Apfelbäume gleichermaßen eine deutlich kürzere Lebensdauer.

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Mittlerweile unterscheidet man eine nahezu unglaubliche Vielfalt unterschiedlicher Apfelsorten. Dazu zählen die Standard-Apfelsorten, die neuen und die alten Apfelsorten. Zu den alten Apfelsorten zählt etwa die Ananasrenette, deren Wuchs recht schwach ist. Diese Bäume entwickeln wenig Schorf. Für den Anbau auf der Streuobstwiese eignen sich die Äpfel der Sorte Baumanns Ren. Sie weisen einen schwachen Wuchs auf, entwickeln aber besonders gut für die Mostherstellung geeignete Früchte.

Auch der Berner Rosenapfel ist zu den alten Apfelsorten zu zählen. Er weist einen mittleren Wuchs auf und ist für den Verzehr oder die Herstellung von Saft geeignet. Allerdings neigt er zu vermehrter Schorfbildung, sowie Mehltau. Der Bismarckapfel ist besonders in der Küche beliebt und fühlt sich auf der Streuobstwiese am wohlsten.

Der Wuchs ist stark,

die Ansprüche an Boden und Klima sind vergleichsweise gering. Ähnlich verhält es sich beim Schön. a. Boskoop. Für die Mostherstellung eignen sich darüber hinaus der Rheinische Bohnapfel, sowie die Champagnerrenette, die schon ab Januar geerntet werden können. Sie fühlen sich auf der Streuobstwiese bzw. im Hausgarten besonders wohl.

Wer eine alte Apfelsorte sucht, deren Ansprüche an Boden und Klima sehr gering sind, wird beim Fießers Estling oder beim Geflammten Kardinal fündig. Letzterer wird sehr alt und stammt aus der Eifel. Er kann für alle Verwendungsarten eingesetzt werden. Der Fießers Estling dagegen wird bevorzugt in der Küche oder für die Mostherstellung eingesetzt.