Blutpflaume - Pflege, Schneiden, Schnitt

Blutpflaume - Pflege, Schneiden, Schnitt

Dieser baumähnliche Strauch mit seinen eindrucksvollen, dunkelroten Blättern, deren farbliche Nuancierung fast ins Schwarze übergeht, stammt ursprünglich aus dem Balkan, ist aber auch in weiten Teilen Mittelasiens heimisch.

Sicherlich ist wohl in erster Linie die Farbe des Laubes ausschlaggebend für die Bezeichnung Blutpflaume.

Die Blüten der Blutpflaume sind meist weiß oder rosa und erfreuen das Auge des Betrachters vor allem in der Zeit von Mitte April bis Anfang Mai. Das Schöne ist, dass die Blütenpracht durchaus bis in den Herbst hinein erhalten bleiben kann. Das Gewächs kann eine Höhe von

fünf bis sieben Metern erreichen und zeichnet sich überdies durch seine hohe Widerstandsfähigkeit aus.

Starker Wind oder Regenfälle übersteht die Blutpflaume in der Regel problemlos. Mittlerweile bietet der gut sortierte Fachhandel sogar Zwergvarianten, die nicht höher als zwei Meter werden. Das Gewächs ist – ganz nach Bedarf – entweder als wohlgeformter Baum oder als attraktiver Strauch erhältlich und durch die leuchtend bunte Krone schon von weitem gut sichtbar.

Ansprüche der Pflanze

Im Allgemeinen ist die Blutpflaume recht anspruchslos. Wenn das Gewächs, das im Übrigen sehr häufig auch als Blutkirsche bezeichnet wird, in humusreicher Erde platziert und stets feucht (nicht zu nass!) gehalten wird, zeigt es sich besonders dankbar.

Zudem liebt es vor allem die noch junge Pflanze, wenn der Boden rund um ihren Standort - in sonniger oder gern auch in halbschattiger Umgebung - in regelmäßigen Abständen gelockert bzw. geharkt wird. Nichtsdestotrotz nimmt es die Blutpflaume aber auch nicht übel, wenn der Boden eher von schwerer, leicht-trockener Beschaffenheit ist.

Sowohl in Beeten, inmitten von Rasenflächen, als auch als Kübelpflanze ist die Blutpflaume hervorragend geeignet. Das Gewächs ist überdies winterhart
und durch das schwarze (Stamm-) Holz selbst noch während der kalten Jahreszeit ein optisches Highlight.

Essbare Früchte

Es ist immer wieder wundervoll, im Frühjahr die rosafarbenen Knospen aufspringen zu sehen. Im Kontrast zu ihrem dunkelroten Laub sticht die Blutpflaume im Garten oder in Parkanlagen auf besonders schöne Weise hervor.

Natürlich sind es nicht nur die Blüten bzw. die Farbe der Blätter, die die Blutpflaume zu etwas so Besonderem machen. Vor allem diese zu jeder Jahreszeit leicht metallisch-leuchtenden Blätter sind es, die den anspruchsvollen Hobbybotaniker begeistern.

Der eine oder andere Gartenfreund liebt es womöglich, hin und wieder von den süßen Früchten des Strauches zu kosten, jedoch werden die etwa zwei bis drei Zentimeter dicken, ebenfalls dunkelroten Früchte häufiger als Futter für die Vögel am Baum belassen.

Wie dem auch sei: ein saftiger, sehr süßer Snack zwischendurch kann in jedem Fall die Arbeit im heimischen Garten „versüßen“. Zu berücksichtigen ist beim Genuss des Obstes jedoch, dass die im Kern enthaltenen Samen toxisch wirken!

Nichts spricht im Übrigen dagegen, hin und wieder ein paar Zweige der Blutpflaume als dekorativen Blickfang in der Wohnung in eine (Boden-)Vase zu stellen. In Kombination mit grünem oder andersfarbigem Laub wird so das Wohnzimmer oder die Eingangshalle zu einem echten Hingucker.

Triebe schneiden

Um über viele Jahre hinweg eine reichhaltige Blütenpracht zu gewährleisten, kann es mitunter ratsam sein, die Triebe hin und wieder zurückzuschneiden. Grundsätzlich ist ein regelmäßiger Rückschnitt aber nicht erforderlich, jedoch können Hobbygärtner durchaus ab und an

ihrer kreativ formenden Phantasie freien Lauf lassen; am besten unmittelbar nach der Blütezeit.

Wissenswert ist in diesem Zusammenhang gleichwohl, dass ein zu häufiges Zurückschneiden der Triebe mit unschöner Besenbildung einhergehen kann. Vor allem ältere Gewächse vertragen eine derartige Behandlung meist nur sehr schlecht. Frei nach dem Motto: „Weniger ist mehr“ empfiehlt es sich also, die Blutpflaume in aller Ruhe heranwachsen zu lassen.