Einheimische Laubbäume

Einheimische Laubbäume

Schon in der Antike hatten einheimische Laubbäume eine ganz besondere Bedeutung für den Menschen. Denn vielen Bäumen wurde seinerzeit eine gewisse Symbolkraft zugeordnet.

laubbaum-herbstEin Umstand, der mitunter noch heute seine Gültigkeit hat.

Diese Symbolkraft, dieses spezielle Renommee einiger Laubbäume wird in erster Linie auch durch die kontinuierliche Erneuerung des Laubes begründet. Diese alljährliche Lauberneuerung wird noch heute als ein Zeichen für immer wiederkehrendes Leben angesehen.

Außerdem spielen in diesem Zusammenhang die Standfestigkeit, die Kraft und Energie, die von einem Laubbaum in der Regel ausgehen,

eine nicht unerhebliche Rolle.

Insbesondere die Eiche sowie die Esche sind es, die gar als heilige Bäume betrachtet und von einigen Kulturen demnach regelrecht verehrt wurden. Erstere wird selbst in unserer modernen Zeit noch als die Königin der Bäume bezeichnet.

Die „wohldurchdachte“ Grundlage für alle

Herabfallendes Laub ist für (Klein-)Tiere, Pflanzen und so weiter eine ungemein wertvolle Nährstoffbasis. Neben Igeln, Mäusen, Käfern, Schmetterlingen und Fröschen tun sich auch Regenwürmer und zahlreiche Insektenarten daran gütlich.

Natürlich sind die Blätter aber nicht nur die perfekte Nahrungsgrundlage, sondern sie dienen darüber hinaus vor allem dem Schutz gegen Kälte im Winter sowie dem Schutz gegen eine eventuelle Austrocknung des (Wald-)Bodens.

Eine variantenreiche Artenvielfalt in unseren Wäldern

Die Zahl der hierzulande bekannten Laubbäume ist ungemein vielfältig. Von der Erle über den Gingkobaum bis hin zur Eberesche, von der Pappel über die Ulme bis hin zur Rosskastanie oder zur Weide haben diese unsere Gefilde
im Hinblick auf die Artenvielfalt bei Laubbäumen in der Tat viel zu bieten.

Einige Sorten sind sogar immergrün, wie zum Beispiel der Gewöhnliche Buchsbaum, die Europäische Stechpalme, die Steineiche oder der schnellwachsende Kirschlorbeer. Aber auch der Lorbeerbaum ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Dieser kommt jedoch vergleichsweise selten in Deutschland vor und wird im Übrigen sehr gern auch als Küchenkraut und Gewürz eingesetzt.

„Es grünt so grün…“eiche3_fl

Der Laubbaum an sich wird in der Botanik zu den so genannten Bedecktsamern gezählt. Es handelt sich dabei also um Gewächse, deren Samenanlage innerhalb des Fruchtknotens eingeschlossen ist. Bekannte, einheimische Laubbäume sind unter anderem die „gute, alte“ Eiche sowie ihre Unterarten, wie zum Beispiel die Stieleiche, die Rot-Eiche oder die Traubeneiche.

Die meisten Eichenbäume zeichnen sich in erster Linie durch ihr ungemein langsames Wachstum aus. Ähnlich wie auch der Amberbaum oder die majestätisch anmutende Buche. Zur schnellwachsenden Laubbaumart hingegen zählen die Vogelbeere bzw. die Mehlbeere, die Birke und der Ahorn. Hierzu gehören der Feldahorn übrigens ebenso wie der Blut- oder der Spitzahorn.

Hin und wieder ist Vorsicht geboten

Unter den einheimischen Laubbäumen gibt es bekanntlich auch giftige Arten. So enthalten zum Beispiel die Blüten, die Blätter oder die Früchte bestimmter Sorten toxisch wirkende Stoffe, sodass sie der Kategorie „Giftpflanzen“ zugeordnet werden.

Hierzu zählen unter anderem der immergrüne Ilex, der Lorbeerbaum, die Falsche Akazie bzw. der Silberregen sowie der immergrüne Gemeine Buchsbaum. Üblicherweise wird die Gattung der Laubbäume in drei Hauptgruppen unterteilt.

Dabei spricht man von den mittelgroßen Bäumen, den Klein- und Großbäumen. Mittelgroße Bäume sind unter anderem die schon im Altertum geschätzte Eberesche,

der Ahorn, der Haselbaum, die Fichte, die Elsbeere, der Gemeine Wacholder sowie die Stechpalme.

Kleinbäume sind dahingegen zum Beispiel der Zierapfelbaum, einige Ahornsorten (Fächer-, Feuer- und Japan-Ahorn), der Kugel-Amberbaum, die japanische Zierkirsche oder auch der Faulbaum. Der Walnussbaum, die Moorbirke, die Rotbuche, die Stiel- und Traubeneiche sowie der Gingko, die Hainbuche oder die Linde zählen dahingegen zu den Großbäumen.