Essigbaum - Pflanzen, Pflege, Schneiden, entfernen, giftig?

Essigbaum - Pflanzen, Pflege, Schneiden, entfernen, giftig?

Essigbaum mit herbstlichem LaubDer Essigbaum ist ein weit verbreitetes Gehölz. Man findet ihn ich vielen Gärten. Wer einen besitzt, weiß auch, wie schnell sich diese Bäume oder Büsche vermehren. Es ist gar nicht so leicht, diese vielen Ablegen wieder loszuwerden, die sich durch Wurzelausläufer bilden.

Pflanzen

Der Essigbaum mag einen nährstoffreichen Boden und einen sonnigen Standort. Er stellt nur geringe Ansprüche an den Boden. Er wächst auch auf Kalk und extrem trockenen Böden.

Nasse, saure und kalte Böden mag er nicht. Ideal ist ein sandiger, durchlässiger, lockerer und etwas humoser Boden.

Man sollte Essigbäume nie in Teichnähe pflanzen, da die Ausläufer die Teichfolie durchbohren können. Auch in Wegnähe stehen sie nicht ideal, denn die Wurzeln heben Pflaster und Platten an. Wenn der Essigbaum nicht so viele lästige Ausläufer treiben würde, wäre er das ideale Gehölz für den Garten. Er sieht gut aus, hat eine interessante Herbstfärbung und ist absolut pflegeleicht. Nur leider vermehrt er sich unkontrolliert und wird zur absoluten Plage.

style="font-weight: bold;">Pflege

Essigbäume wachsen schnell und werden breit. Sie benötigen so gut wie keine Pflege. Man muss den Essigbaum eigentlich nur bei extremer Trockenheit gießen. Auch gedüngt wird er nur wenig. Der Essigbaum wird kaum von Schädlingen befallen und erfreut sich einer guten Gesundheit. Krankheiten sind nicht bekannt.

Schneiden

Beim Essigbaum ist kein Schnitt erforderlich.

Essigbaum mit LaubEntfernen

Die Wurzeltriebe des Essigbaumes erscheinen in überaus großer Zahl und nicht nur rings um den Baum, sondern auch noch in einigen Metern Entfernung. Selbst wenn der Baum gefällt wurde, bilden sich immer wieder neue Bäumchen. Man muss diese immer wieder, möglichst frühzeitig abschneiden, so weit am Boden, wie es geht. Das führt irgendwann zu einer Ermüdung der Pflanze. Für eine schnelle Entfernung muss man ein Herbizid verwenden, aber dabei ist Vorsicht geboten. Man benötigt eine Bewilligung dafür und sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Ein anderes Mittel ist Round up zu verwenden. Man kann Löcher in den Stamm bohren und das Mittel einfüllen oder man streicht den Baumstumpen damit ein. Die Aktion muss mehrmals wiederholt werden.
Man kann auch die Wurzeln anbohren und Spiritus einfüllen, die Frage bleibt aber immer, ob man genug erwischt hat. Alle schafft man nie.

Giftigkeit?

Alle Pflanzenteile sind giftig, aber nur ganz geringfügig. Man muss Teile davon essen, um Magen- und Darmbeschwerden zu bekommen. Der Milchsaft kann auf der Haut zu Entzündungen führen. Gelangen Spritzer dieses Saftes in die Augen, kann es zu einer Bindehautentzündung kommen.

Die Hauptwirkstoffe sind Gerbstoffe, Ellagsäure und der stark saure Zellsaft. Besonders giftig sind die Sorten Rhus radicans, verniciflua und toxicodendron.