Kornelkirsche - Pflanzen, Schneiden und Pflege als Hecke

Kornelkirsche - Pflanzen, Schneiden und Pflege als Hecke Botanische Skizze der Kornelkirsche von Otto Wilhelm ThoméDie Kornelkirsche (Cornus mas) ist ein Strauch aus der Familie der Hartriegel (Cornus) und wird in den deutschen Regionen auch unter dieser Bezeichnung angeboten. Auch unter Herlitze oder Dirlitze ist er bekannt. Die Kornelkirsche blüht im zeitigen Frühjahr.

Oft werden die gelben Blüten noch vor der Forsythie entdeckt. Sie sind aber auch aus einem anderen Grund ein Blickfang: Wenn

sich die Knospe der Kornelkirsche öffnet, kommen mit einem Mal viele kleine gelbe Blütensterne zum Vorschein.

Standort für Kornelkirschen

Kornelkirschen gibt es in mehreren Zuchtformen, die nicht nur unterschiedliche Blattformen und Farben aufweisen, sondern auch unterschiedliche Fruchtfarben haben. So sind diese Sorten zu finden:
  • 'Alba' mit weißen Früchten
  • 'Aurea' mit gelben Blättern und roten Früchten
  • 'Flava' mit gelben Früchten
  • 'Nana' mit kleinem und rundlichem Wuchs
Kornelkirschen lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort, besonders wenn die Früchte zum Verzehr geerntet werden sollen. Sie brauchen volle Sonne zum besseren Reifen. Dafür eignet sich eine der großfruchtigen Sorten aus dem Bereich Wildobst ganz besonders gut, das ist die Sorte „Jolico“. Da man den Früchten bereits in der Antike eine heilsame Wirkung nachgesagt hat, steht sie heute wieder im Interesse. Auch wenn der Strauch nicht mit Kirschen verwandt ist, haben die Früchte ein ähnliches Aussehen. Sie war ursprünglich eine Wildpflanze und stammt aus der Region des Kaukasus, sie ist schon seit langem bekannt, wurde aber zwischenzeitlich einmal verdrängt. In der freien Natur kommt sie heute nur noch im südlichen Harz, in der Eifel und auch am Niederrhein vor. In den Winzergebieten kommt er fast nicht mehr vor, weil das Holz der Kornelkirsche sehr hart ist und für die Holzverarbeitung ebenso beliebt war wie Eibenholz.

Die Kornelkirsche im Garten

Der Strauch der Kornelkirsche kann Höhen bis zu 8 m erreichen und wächst in den meisten fällen mehrstämmig. Ihre Zweige haben eine faserige, dünne und grüne Rinde. Die Blüten, die sich schon früh im Jahr zeigen, werden von den Insekten heiß begehrt. Aber die Kornelkirsche hat auch einen anderen Nutzen. Sie ist ein optisch reizvolles Naturgehölz, weil sie sich im Herbst mit ihren bunten Blättern im Garten hervorhebt. Auch wenn man sie aus diesem Grund gerne in den Mittelpunkt stellt, wird sie häufig für den Anbau von Hecken genutzt. Da es sich bei der Pflanze um eine robuste Pflanze handelt, können sie leicht als Jungpflanze im Herbst oder Frühjahr eingesetzt werden. Sie sollten dann eine Größe von rund 1 ½ m haben und benötigen kein ausgesprochen ausgebildetes Wurzelwerk, um eingesetzt zu werden. Auch wenn der Strauch problemlos einzupflanzen ist, schnell wird er nicht anwachsen. Es kann durchaus zwei oder drei Jahre dauern, bis man bemerkt, dass die Pflanze weiterwächst.

Der Boden sollte eher trocken und kalkreich sein, so ist es auch in ihrem natürlichen Lebensraum. Auf solchen Böden wachsen allgemein keine größeren Bäume,
diese würden der Kornelkirsche das Licht wegnehmen. Trotzdem kann man sie im Garten auch in leicht sauren und feuchteren Boden pflanzen. Staunässe kann sie jedoch überhaupt nicht leiden.

Pflege der Kornelkirsche


/>Dieser Strauch ist pflegeleicht und nimmt auch einen nährstoffarmen Boden nicht übel. Wenn sie im Frühling eine Portion Kompost bekommt, hat sie damit für den Rest des Jahres genug. Sie kann auch so stehen, dass sie Hitze und Trockenheit abbekommt, ihren Kirschen wird das sogar am liebsten sein. Auch Wind kann der Pflanze nicht viel anhaben, deshalb wird sie auch gerne als Heckenpflanze verwendet. Sie kann zurückgeschnitten werden, wie man es bei einer Hecke gewohnt ist, sie treibt immer wieder neu aus.

Tipp: Nicht in die Nähe von Spitz-Ahorn oder Birke pflanzen. Da die Wurzeln der Kornelkirsche nicht sehr stark ausgebildet werden, würde sie von diesen beiden Bäume mit ihren kräftigen Wurzeln verdrängt.

Kornelkirschen können zu schönen Hecken gezogen werdenDas Pflanzen einer Hecke aus Kornelkirschen

Hecken bieten im Garten unterschiedliche Funktionen. Sie bilden die Grundstücksgrenze oder grenzen einen Teil des Gartens von einem anderen Teil ab. In ihrer Funktion sind Hecken ein wichtiger Bestandteil im Naturschutz, denn sie bieten Vögeln die Möglichkeit zum Nisten. Eine Hecke aus der Kornelkirsche hat den Vorteil, nur langsam zu wachsen, deshalb ist nicht sehr oft ein Rückschnitt nötig. Je nachdem, wie hoch die Hecke werden soll, wählt man einfach eine der Sorten aus, die sich in der Wuchshöhe unterscheiden. Die Pflanzen können im Gartencenter gekauft werden und sollten alsbald zurückgeschnitten werden, um die Heckenform zu erreichen. Das geht natürlich zunächst auf Kosten der Blüte und der Frucht, aber sie werden trotzdem später an der Hecke zu sehen sein. Der Rückschnitt kann radikal vorgenommen werden, möchte der Gartenbesitzer nicht auf alle Früchte verzichten, sollten die Blüten erst einmal nicht abgeschnitten werden.

Ableger von der Kornelkirsche

Entweder kauft man die Kornelkirsche im Gartenbedarf als Containerpflanze oder sorgt im eigenen Garten für Nachwuchs an bestehenden Pflanzen. Dazu wird die Methode der Absenker angewendet, das heißt, es wird ein Zweig seitlich zur Seite gebogen und an der Stelle, wo ein Blattpaar zu sehen ist, in den Boden gedrückt und fixiert. An dieser Stelle werden sich Wurzeln bilden, die, wenn sie groß genug sind, die Wurzeln der neuen Pflanze darstellen. Dann kann der Zwei von der Mutterpflanze abgetrennt werden.

Steckbrief und Wissenswertes zur Kornelkirsche
  • Höhe 2,4 bis 7,5 m
  • Blüte von Spätwinter bis Frühsommer
  • jeder fruchtbare Gartenboden
  • sonniger oder schattiger Standort
  • sommergrüne Laubgehölze, winterhart
Wenn man den Namen Hartriegel hört, denkt man in erster Linie an Sträucher, doch gibt es auch einige Arten, die als Baum wachsen. Manche Arten werden wegen ihrer bunten Rinde kultiviert, die im Winter Farbe in den Garten, andere zeichnen sich durch prachtvolle Blüten oder eine herrliche Herbstfärbung aus. Die meist weißen Blütenstände bestehen aus Hochblättern, die einige unscheinbare Blüten umgeben. Sie erscheinen noch vor dem Blattaustrieb im Spätwinter oder im Frühjahr. Im Herbst färben sich die ovalen Blätter rot, gelb oder bronzefarben, und schwarze oder rote Beerenfrüchte bilden sich aus.

Beliebte Arten
Cornus Mas, die Kornelkirsche, bringt zwischen Spätwinter und Frühjahrsmitte kleine, goldgelbe Blüten hervor, die in der Regel von glasigroten Beeren abgelöst werden. C. mas wächst zunächst buschig - verzweigt und nimmt im Lauf der Zeit eine schöne, baumartige Gestalt von 2,4 bis 3,6 m Höhe an. Die dunkelgrünen Blätter färben sich im Herbst purpurrot.

Kultur
Arten die wegen ihrer Blüten gezogen werden, wie zum Beispiel Cornus Mas, setzt man in der ersten Herbsthälfte an einen sonnigen Platz in fruchtbaren Gartenboden. Sie erfordern keinen Rückschnitt, doch kann man bei Bedarf nach der Blüte einige Zweige entfernen oder einkürzen.

Vermehrung
In der zweiten Hälfte des Sommers werden von halb ausgereiften Trieben 7,5 bis 10 cm lange Stecklinge abgenommen. Man lässt sie im Vermehrungsbeet bei etwa 16 °C bewurzeln. Dann werden die Jungpflanzen in Anzuchterde gesetzt, und man lässt sie im Kalten Kasten überwintern. Im Spätfrühling werden die Setzlinge ausgepflanzt und nach 2 bis 3 Jahren an den endgültigen Standort gebracht.
Der Hartriegel kann im Frühjahr auch durch Absenker vermehrt werden.

Bildquelle: Otto Wilhelm Thomé: Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gera 1885.