Laubbäume richtig bestimmen

Laubbäume richtig bestimmen

Was genau ist unter einem Laubbaum zu verstehen und wie kann man Laubbäume richtig bestimmen? Im Allgemeinen handelt es sich bei einem Baum um eine mehrjährige Pflanze, die über eine Wurzel, einen Stamm, Zweige, Äste und Blätter verfügt.

ahorn_flWissenswert ist, dass der Grad der Verholzung bei dieser Pflanzenart im Stamm und in den einzelnen Verzweigungen nahezu kontinuierlich zunimmt.

Ist der Laubbaum eines Tages hoch genug, bildet sich die Baumkrone. Um aber Laubbäume richtig bestimmen zu können, sind Geduld, eine gute Beobachtungsgabe und zugleich

ein gewisses Grundwissen erforderlich.

Das „Wo“ und das „Wie“ ist oft entscheidend

So spielen in diesem Zusammenhang unter anderem die Beschreibung der einzelnen Blattformen bzw. deren Farb- und Formgebung eine sehr wichtige Rolle. Weitere Aspekte, die diesbezüglich zum Tragen kommen, sind die Wachstums- bzw. die Blütezeit, die Beschaffenheit der Früchte, der Rinde und des Wurzelwerks.

Auch der Standort des einzelnen Baumes, die Bodenverhältnisse vor Ort, die typischen bekannten Baumkrankheiten sowie die englische Bezeichnung des Gewächses können in diesem Zusammenhang benannt werden.

Nicht nur für Schüler interessant, sondern auch in der Berufswelt von Bedeutung

Schon in der Schule lernen die Kinder, Laubbäume richtig bestimmen zu können. Denn gerade in zahlreichen Berufen kann ein entsprechendes Hintergrundwissen von Belang sein.

Demnach sind es vor allem die Apotheker, Drogisten oder auch Heilpraktiker, die von diesem Fachwissen profitieren. Ebenso wie Ernährungsfachleute, Chemiker oder Lehrer.

Wissenswerte Fakten zu unterschiedlichen Laubbaumarten

Die Eiche gilt seit jeher
als die „Königin unter den Bäumen“. Die Blütezeit des Baumes mit der englischen Bezeichnung Northern Red Oak ist von April bis Mai. Ihre eiförmigen, leicht bräunlichen Früchte sind zwar eher unauffällig und verfügen noch dazu über einen sehr geringen Fruchtansatz, jedoch ist dahingegen die Wuchshöhe der Eiche sehr beeindruckend.

Sie kann zwischen 25 und 30 Meter hoch werden und erscheint somit meist kräftig, widerstandsfähig, standfest und imposant. Der bevorzugte Standort des Baumes ist in halbschattigen bis sonnigen Bereichen, die Beschaffenheit des alkalischen oder schwach-sauren Bodens ist meist lehmig bis sandig.

Ganz besonders interessant im Hinblick auf die Bestimmung von Laubbäumen ist die Form bzw. die Beschaffenheit der einzelnen Blätter.escbaumbluete_ca

Die etwa zehn bis 12 Zentimeter langen und bis zu sechs Zentimeter breiten Blätter sind eiförmig und am Rand kerbig gesägt. Der sehr kurze Blattstiel ist dabei ebenso bezeichnend, wie die Tatsache, dass das Blatt im unteren Bereich breiter ist, als in der oberen Hälfte.

Die Rinde ist zunächst braun bis hellgrau, leicht glänzend; sie wird im Laufe der Jahre jedoch sehr borkig und bekommt tiefe Risse. Typische Krankheiten der Eiche können Mehltau und Blattflecken sein.

Interessante, aufschlussreiche Merkmale

Ähnlich wie die Eiche kann auch die Silber- oder Weißpappel bis zu 30 Meter hoch in den Himmel ragen. Die Blütezeit ist zwischen März und April, wobei die hellbraunen Kätzchen zunächst weiß und leicht filzig und später behaart werden.

Die Rinde der Silberpappel ist glatt, schwarz-weiß und wird im Laufe der Jahre borkig. Die Silberpappel bevorzugt – ähnlich wie die Eiche – sonnige bzw. halbschattige Standorte und liebt gleichwohl schwach

saure bis alkalische Bodenverhältnisse. Die lederartigen Blätter der White Poplar sind meist sechs bis zehn Zentimeter lang und circa fünf Zentimeter breit und verfügen über einen handförmigen Umriss.

Im Gegensatz zur glänzend-grauen Blattoberfläche sticht die weiche, weiße Unterseite ab. Zu den für die Silberpappel typischen Krankheiten zählen die Triebspitzenkrankheit sowie die Blattnekrose, wobei zunächst kleine, schwarze Flecken entstehen.

Diese wachsen nach und nach zu größeren Flecken zusammen. Generell sind Blattnekrosen für die Silberpappel jedoch ungefährlich.