Nadelbäume im Garten

Nadelbäume im Garten

Anspruchsvolle Hobbygärtner und Botaniker, die sich für ihre Außenanlagen etwas Besonderes wünschen, entscheiden sich immer häufiger dafür, Nadelbäume im Garten anzupflanzen.

kiefer_flAuf diese Weise holt man sich buchstäblich ein kleines Stückchen „Wald“ nach Hause – eine durchaus attraktive Vorstellung.

In jedem Fall sind sie nach Ansicht vieler Gartenfreunde ein wohlriechender Blickfang. Egal, ob vereinzelt aufgestellt oder in Gruppen angepflanzt. Überdies bietet es sich bei einigen Nadelbaumarten gleichwohl an, diese auch als Kübelpflanzen zu nutzen.

Gerade Kiefern, Föhren, Wacholder oder Lärchen eignen sich

sehr gut für die Anpflanzung daheim, denn aus ihnen lassen sich meist sogar echte „Kunstwerke“ gestalten. In diesem Zusammenhang ist zum Beispiel von der asiatischen Bonsai-Kunst die Rede.

Eine Verfahrensweise, der eine jahrhundertelange Tradition zugrunde liegt. Im Zuge dessen werden auch Tsugas, Fichten und andere Nadelbäume im Garten durch regelmäßigen Schnitt klein gehalten und durch ausgefallenen Formschnitt „veredelt“. Ein wenig Phantasie und etwas handwerkliches Geschick sind für diese Gestaltungsvariante jedoch unabdingbar.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Wer sich andererseits die beliebte Bonsai-Kunst nicht unbedingt für die eigenen Außenanlagen vorstellen kann, nutzt die einen oder anderen Nadelbäume im Garten stattdessen für die spätere Verwendung als Weihnachtsbaum.

Hierfür bieten sich unter anderem die Nordmann-Tanne, die Gemeine Fichte oder die Korea-Tanne an. Denn diese Sorten sind in der Regel recht robust, sodass ein späteres Wiedereinpflanzen keine nachhaltigen Beeinträchtigungen am Baum nach sich zieht.

Die wichtigsten Nadelbaumarten

Grundsätzlich werden in Bezug auf Nadelbäume drei Arten unterschieden. Hierbei sind
die Kieferngewächse (Pinaceae), die Zypressengewächse (Cupressaceae) und die Eibengewächse (Taxaceae) zu nennen. Letztere ist zum Beispiel die Europäische Eibe, zur ersteren Kategorie zählen die Fichten, Tannen, Zedern, Goldlärchen und Douglasien.

Den Zypressengewächsen werden dahingegen Wacholder, Sicheltannen, Lebensbäume, Mammutbäume und Zypressen zugeordnet.

Langsam oder schnellwachsend?nadelbaum_fl

Nadelbäume im Garten werden in der Regel auch hinsichtlich ihrer Wachstumsart unterschieden. Die Eibe beispielsweise zählt zu den langsam wachsenden Arten, ebenso wie die Nordmann-Tanne, einige Kieferarten oder die Nobilis-Tanne.

Die Colorado-Tanne, die Waldkiefer, die Gemeine Fichte sowie einige andere Tannensorten werden wiederum der schnellwachsenden Kategorie zugeordnet. Für die Verwendung im heimischen Garten wäre es vor dem Hintergrund einer möglichen Arbeitserleichterung sinnvoll, auf Nadelbäume zurückzugreifen, die nicht das ganze Jahr über ihre Nadeln verlieren.

Die Nadeln der Tanne können durchaus zehn Jahre oder älter werden. Allerdings fallen sie im Laufe eines Jahres nahezu kontinuierlich ab. Sobald Nadeln abfallen, wachsen bei der Tanne neue nach. Das bedeutet für den Hobbybotaniker also meist ein „Mehr“ an Arbeit.

Neben dem Chinesischen Rotholzbaum zählt  im Übrigen auch die Lärche zu den Arten, die ihre Nadeln nicht das ganze Jahr hindurch verlieren, sondern lediglich im Herbst und Winter.

Die Vielfalt der Nadelbäume hierzulande

Es ist schön, sich an der Artenvielfalt der Nadelbäume, die es hierzulande gibt erfreuen zu können. Vor allem, wenn sie zum Teil im heimischen Garten heranwachsen. Besonders häufig zu sehen sind der Thuja oder die Scheinzypresse sowie die Berg-oder Waldkiefer.

Ebenso großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Schierlingstanne, die Hemlocktanne, die Goldlärche oder der Mammutbaum. Der Wacholder – auch als

Strauch ein echter und sehr geschmackvoller Hingucker – ist neben der Zeder oder der Sicheltanne freilich ebenso gern gesehen.

Nadelbäume beeindrucken natürlich meist nicht allein durch ihre attraktive Optik, sondern gerade ihr typischer Duft ist es, der so geschätzt wird. So sehr der Mensch dieses an Wald- und Wiesenregionen erinnernde Aroma meist zu schätzen weiß, so wenig mögen es hingegen viele Insektenarten. Mit der Folge, dass sich Blattläuse und andere Schädlinge von den Nutz- und Blütenpflanzen fernhalten.