Nussbaum - Pflanzen, Pflege, Schneiden

Nussbaum - Pflanzen, Pflege, Schneiden

Schon bei den alten Römern und Griechen stand der Nussbaum „hoch im Kurs“. Bedingt durch die damalige Bedeutung als Fruchtbarkeitssymbol weihte man den Nussbaum seinerzeit den Göttern Jupiter und Zeus.

haselnussbaum_flSeither gilt der Nussbaum als „Speise der Götter“ – und erfreut sich auch heute noch bei anspruchsvollen Genießern und Hobbygärtnern größter Beliebtheit.

Selbst in unserer modernen Zeit wird in einigen Teilen Europas im Rahmen einer Hochzeitsfeierlichkeit noch ein Nussbaum gepflanzt, um so den beiden Liebenden einen reichen Kindersegen zu

bescheren.

Nicht minder interessant war der Nussbaum zudem als effizienter Schutz gegen lästige Mücken und Fliegen. So pflanzte man Nussbäume beispielsweise gern in der Nähe von Misthaufen auf Farmen und Bauernhöfen, um durch den für Insekten offenbar unangenehmen Geruch der Rinde und Blätter „ungebetene, tierische Gäste“ weitestgehend fernzuhalten.

Die verschiedenen Arten

Bei einem Nussbaum handelt es sich um eine robuste und sehr stabile Baumart der Gattung Obst- oder Laubbaum, der runde oder ovale Früchte mit harter, hölzerner Schale trägt. Die Zahl der existenten Nussbaumarten ist sehr vielfältig.

Bekannt sind in unseren Gefilden vor allem der Haselnussbaum, die Schwarznuss die Edelkastanie bzw. die Marone sowie auch der Walnussbaum. Zu den bekanntesten exotischen Nussbaumarten zählen die Pistazie, die Mandel und die Cashewnuss.

Nicht nur wegen seiner Früchte wird der Nussbaum bei uns so geschätzt, sondern in erster Linie auch ob seiner stets reichhaltigen und imposanten Blütenpracht.

Alles, was nötig ist

Der Nussbaum wird der Kategorie der so genannten Lichtbaumarten zugeordnet, was darauf hindeutet, dass er zum Wachsen und Gedeihen selbst noch
bis ins „hohe Alter“ hinein viel Licht und einen möglichst freien Standort benötigt.

Auch wenn der Nussbaum einzig als Zierbaum im heimischen Garten gezogen werden soll, sollte das Augenmerk des Gärtners auf einem sonnendurchfluteten, freien Standort gelegt werden. Werden also mehrere Nussbäume nebeneinander angepflanzt, ist nach Möglichkeit ein Mindestabstand von zehn mal zehn Metern einzuhalten.

Wer in Erwägung zieht, einen Nussbaum aus Nusskernen zu ziehen, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass das daraus entstehende Gewächs meist sehr kleine und noch dazu schwer zu öffnende Nussfrüchte tragen wird.

Weitaus schwerwiegender in diesem Zusammenhang ist allerdings der Umstand, dass bei diesen so genannten Wildlingen in der Regel das Risiko einer erhöhten Pilz- oder Bakterienanfälligkeit besteht. Hinzu kommt, dass die so gezogenen Nussbäume überaus frostanfällig sind und im Frühjahr verfrüht austreiben.

Für Hobbygärtner, die dennoch „in Eigenregie“ einen Nussbaum ziehen wollen, ist es wichtig, gerade zu Beginn der Wachstumsphase auf einen geraden Wuchs bis zu einer Höhe von zwei bis dreieinhalb Metern Höhe zu achten. Regelmäßiges Beschneiden der Triebe sowie ein Halt gebender Pfahl, welcher jeweils am Stamm befestigt wird, trägt zu einem gesunden Wuchs des selbstgezogenen Nussbaumes bei.

Nichtsdestotrotz raten Experten aus vorgenannten Gründen, lieber auf bereits veredelte Nusspflanzen aus dem Fachhandel zurückzugreifen. Zum Beispiel auf die Sorten „Wunder von Monrepos“, „Esterhazy II“, „Hugnuss“, „Parisienne“ oder „Mars“.

Nussbaum zurückschneiden

Der Rückschnitt eines Nussbaumes sollte erst zum Ende des Sommers oder besser noch zum Herbstanfang erfolgen. Denn zu dieser Zeit fließt der Saft im Innern des Baumes in den Zweigen nicht mehr

allzu stark, sodass die Gefahr des Ausblutens auf diese Weise reduziert werden kann.

Ähnlich wie beim Zurückschneiden anderer Baumarten empfiehlt es sich, größere Schnittstellen mit einem speziellen Pflanzen- oder Baumwachs zu bestreichen. Im Allgemeinen aber ist der Nussbaum relativ empfindlich, wenn es um das Zurückschneiden seiner Triebe geht.

Die behandelten „Wunden“ heilen sehr schlecht, sodass es in jedem Fall Sinn macht, den Nussbaum nicht allzu häufig zu beschneiden. Er dankt diese „Rücksichtnahme“ über kurz oder lang mit einem üppigen Blütenwachstum.