Cyanotis-Arten - Pflege von kewensis und somaliensis

Der Name der Cyanotis leitet sich aus dem Griechischen aus der blauen Farbe der Blüte ab. Cyanotis kewensis zeichnet sich durch eine Behaarung von Trieben und Blättern aus. Die Blätter sind an der Oberseite grün und an der Unterseite purpurrot gefärbt. Ihre Blüten besitzen eine rote Farbe. Die Pflanze blüht nur selten. Die Blätter der Cyanotis somaliensis sind größer als die Blätter der Cyanotis kewensis. Nur der gezackte Blattrand ist mit Haaren besetzt. Cyanotis somaliensis blüht blau. Cyanotis somaliensis wird in der Umgangssprache oft "Katzenohr" genannt.

Standort

Cyanotis Arten benötigen im Garten

und im Zimmer einen vollsonnigen Standort, ähnlich wie Sukkulenten. Ampeln werden, wenn möglich, in der Nähe der Fenster aufgehängt. Am besten ist ein Fenster an der Süd- oder Westseite geeignet. Im Gegensatz zu Kakteen benötigen sie jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit, damit sich ihre Blattspitzen nicht braun färben. Die Cyanotis will jedoch nicht besprüht werden. Das Aufstellen von mit Wasser gefüllten Untersetzten in der Nähe der Pflanze oder ein naher Zimmerbrunnen genügen.
  • Ein sonniger Standort sorgt für einen buschigen Wuchs der Cyanotis.
  • Fehlende Helligkeit ist für einen spärlichen Wuchs und lange blattlose Triebe verantwortlich.
  • Cyanotis gedeiht gut bei normaler Zimmertemperatur.
  • Im Freien vertragen Cyanotis-Arten Temperaturen bis zu -7 °C.
  • Über den Winter ist ein Schutz gegen Frost angebracht.
Cyanotis eignet sich hervorragend zur Unterpflanzung von Hochstämmchen in Kübeln und als Blattschmuck für sonnige Balkonkästen.

Substrat

Die dekorativen Zimmerpflanzen gedeihen in einem Gemisch aus Einheitserde und Sand. Das Mischungsverhältnis liegt bei einem Drittel Sand und zwei Dritteln Erde. Steht kein Sand zur Verfügung, dann erfüllten Perlite oder Blähton die gleiche Funktion. Alternativ können Sie Kakteenerde verwenden. Das Substrat sollte Wasser gut ableiten, deshalb wirkt sich eine Drainage positiv aus. Im Garten wird ein humoser durchlässiger Boden bevorzugt. In Pflanzkübeln oder Balkonkästen sollten die Pflanzpartner für Cyanotis ähnliche Boden- und Wasseransprüche haben.

Gießen

Das Substrat der Blattschmuckpflanze wird gleichmäßig feucht gehalten, indem sich der Wurzelballen richtig vollsaugen kann. Staunässe verträgt die Cyanotis nicht. Der Topfballen sollte zwischen den Gießrhythmen regelmäßig abtrocknen können. Benetzen Sie die Blätter nicht mit Wasser. Es erzeugt hässliche Flecken. Kontrollieren Sie nach dem Gießen den Untersetzter und gießen Sie das überschüssige Wasser ab. Im Winter sollte die Pflanze nur vorsichtig gegossen werden, damit Wurzeln und Triebe nicht verfaulen. Tipp: Eine kurze Trockenperiode intensiviert die Blattfärbung! Wenn gegossen wird, dann immer von unten.

Düngen

Cyanotis wird alle zwei Monate mit handelsüblichem Flüssigdünger gedüngt. Die Pflanze macht unterm Jahr keine Wachstumspause, sondern bildet das gesamte Jahr über neue Triebspitzen.

Vermehren

Cyanotis Arten werden im Frühjahr durch Stecklinge vermehrt. So geht’s:
  • Ein Steckling muss mindestens drei Blattpaare enthalten.
  • Ein durchlässiges Pflanzsubstrat aus einem Gemisch aus Sand und Torfersatzsoffen wie Kokosfasern. herstellen
  • Die unteren Blätter des Stecklings entfernen
  • Den Steckling so tief in das feuchte Substrat stecken, dass der Bereich mit den entfernten Blättern unter der Oberfläche liegt.
  • Über zwei bis drei Wochen gleichmäßig feucht halten
  • Wählen Sie einen warmen, aber nicht zu sonnigen Standort
Vermehrung durch Samen

Samen für Cyanotis Arten sind im Gartenfachhandel erhältlich. Sie werden aus der Blüte gewonnen. Da Cyanotis Arten selten blühen, sind Samen sehr rar. Die
Samen werden in ein gut durchlässiges sandhaltiges Pflanzsubstrat gegeben und feucht gehalten Nach einigen

Wochen erscheinen die ersten grüne Triebe. Sie werden wie eingewurzelte Stecklinge behandelt. Tipp: Die Wurzelbildung zeigt der Steckling durch neuen Austrieb an.

Später werden sechs bis acht Stecklinge in einen Topf gepflanzt, damit sich ein dichter Pflanzenwuchs entwickelt. Die Lebensdauer von Cyanotis Arten liegt bei zwei bis drei Jahren. Ältere Pflanzen verholzen und ergeben ein unschönes Gesamtbild. Tipp: Cyanotis zeitig vermehren!

Umtopfen

Die Wurzelbildung der Blattschmuckpflanzen ist spärlich. Ein Umtopfen ist daher überhaupt nicht notwendig. Ältere Pflanzen werden aller vier bis fünf Jahre in ein neues Substrat umgetopft. Ein größerer Pflanztopf ist in den meisten Fällen nicht notwendig.

Krankheiten

Kühle Temperaturen und ein ständig feuchtes Substrat führen zu Wurzelfäule. Ein Schädlingsbefall ist durch Pflegefehler oder einen falschen Standort möglich, denn Cyanotis-Arten sind sehr robust. Springschwänze und Trauermücken stecken oft im Substrat. Springschwänze und Trauermücken fressen an den Wurzeln von Jungpflanzen, so dass diese eingehen. Präparate zur Behandlung gibt es im Gartenfachhandel.
  • Ebenso können Cyanotis von Pilzen und Mehltau befallen werden, was Schäden an den Blättern hervorruft. Mittel dagegen sind im Fachhandel erhältlich.
  • Die größten Feinde  von Cyanotis Arten sind aber zu viel Wasser gekoppelt mit niedrigen Temperaturen.
Häufig gestellte Fragen
  • Wie lassen sich Cyanotis kewensis und Cyanotis somaliensis ohne Blüten unterscheiden? - Das nur ist durch die Form und die Größe der Blätter möglich. Während die Blätter von Cyanotis kewensis eiförmig sind, haben die Blätter von  Cyanotis somaliensis eine spitze Form. Sie sind größer und haben eine Frische grüne Farbe. Cyanotis kewensis-Blätter erscheinen eher dunkelgrün und haben eine rote Unterseite. Sie sind fein behaart.
  • Wo passt Cyanotis dazu? - Cyanotis passen zu vielen Blühpflanzen. Sie eigen sich für Steingärten und Rabatten. Ihre Triebe hängen dekorativ über Trockenmauern. Cyanotis eignen sich zur Bepflanzung von Grabanlagen. Sie bilden schnell einen dichten grünen Teppich.
  • Welche Schwierigkeiten gibt es bei der Haltung? - Cyanotis kewensis und Cyanotis somaliensis sind sehr unkomplizierte Gewächse. Sie sind für Anfänger und fortgeschrittene Pflanzenfreunde geeignet. Wenn sie blühen, dann sind sie ein prächtiger Blickfang. Ohne Blüten sorgen Pflanzenstecker aus Keramik oder Ton für eine dekorative Wirkung.
  • Wo kommt die Cyanotis her? - Die Pflanze stammt aus warmen südlichen Ländern. Sie auch in den Tropen zu Hause. Cyanotis somaliensis stammt aus Somalia. Insgesamt sind rund 50 unterschiedliche Arten bekannt.
  • Bilden Cyanotis-Arten Früchte? - Ja, aus den Blüten entwickeln sich kapselförmige Früchte. Sie enthalten den Samen.
Wissenswertes zu Cyanotis in Kürze
  • Die Besonderheit bei dieser Pflanze: Sie legt - im Gegensatz zu vielen anderen - keine Ruhepause ein, sondern wächst das ganze Jahr über.
  • Die Blätter beinhalten kleine, feine, weiße Haare, daran ist die Cyanotis somaliensis auch leicht erkennbar.
  • Das Gießen ist im ganzen Jahr im gleichen Rhythmus durchzuführen, die Erde sollte immer gut feucht sein.
  • Nur den oberen Teil der Erdschicht sollten Sie von Zeit zu Zeit etwas trocknen lassen, bis es wieder Wassernachschub gibt.
  • Gießen Sie die Pflanze am besten immer von unten, Blätter können optisch beeinträchtigt werden, wenn darauf von oben her Wasser strömt.
  • Die Cyanotis somaliensis verträgt direktes Sonnenlicht nicht so gut, eine gewisse Helligkeit sollte am Standort trotzdem herrschen.
  • Am besten ist die Pflanze in einer Blumenampel am Fenster oder am Balkon aufgehoben, wo sie auch gut gesehen wird.
  • Eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit ist von Vorteil bei der Entwicklung, allerdings kein unbedingtes Muss.
  • Beim Düngen sollten Sie es nicht übertreiben, denn die ständig wachsende Pflanze, muss nur alle zwei Monate einmal gedüngt werden - ideal: Flüssigdünger.
Fazit: Diese Pflanze braucht nicht viel Zeitaufwand des Hobbygärtners, doch man benötigt einiges an Fachwissen, damit man die Cyanotis somaliensis auch richtig behandelt und ihrer empfindliche Art auch gerecht wird. Hierzu sollten Sie sich kurz mit einem Gartenprofi oder via Lektüre informieren, bevor Sie die optisch sehr schöne Pflanze nach Hause bringen.