Pfingstrosen-Pflanzen - Pflege, Düngen, Vermehren

PfingstrosenDie Pfingstrose ist eine der beliebtesten Gartenblumen. Am Mai präsentiert sie ihre wunderschönen Blüten. Man unterscheidet Strauchpfingstrosen (Paeonia rockii), Bauernpfingstrosen (P. officinalis), Staudenpfingstrosen, auch Edelpfingstrosen genannt (P. lactiflora), Netzpattpfingsrosen (P. tenuifolia) und einige andere seltene Arten.

Pfingstrosen können sehr alt werden, 100 Jahre und mehr. Dementsprechend langsam entwickeln sie sich. Ihre volle Blüte entfalten sie meist erst im 5. Standjahr. Etwas Geduld ist also erforderlich.

Standort
  • Pfingstrosen lieben die Sonne. Sie sollten so sonnig wie möglich stehen.
  • Günstig ist ein windgeschützter Standort.
  • Auf

    alle Fälle ist ein Pflanzring empfehlenswert, in welchen die Triebe hineinwachsen können. Der Ring sorgt für Halt. Die schweren Blütenköpfe neigen sich sonst gern Richtung Boden.
Pflanzsubstrat
  • Wichtig ist ein nährstoffreicher Boden.
  • Ansonsten gedeihen Pfingstrosen in jedem Gartenboden, solange sie gut ernährt werden.
  • Je sandiger der Boden, desto mehr muss gedüngt werden.
  • Am liebsten ist den Pflanzen ein tiefgründiger, fruchtbarer Lehmboden
  • In Sandböden entwickeln sich meist mehr Blätter und weniger Blüten.
Pfingstrosen pflanzen
  • Die beste Pflanzzeit für Pfingstrosen ist im Herbst.
  • Ab September bekommt man in Spezialgärtnereien wurzelnackte Exemplare. Diese wachsen in der Regel problemlos an.
  • Im Frühjahr angebotene Pfingstrosen tun sich oft schwer mit dem
    Anwachsen.
  • Triebknospen von Staudenpfingstrosen dürfen nur etwa 3 cm mit Erde bedeckt sein!
  • Strauchpfingstrosen pflanzt man so tief, dass die Veredlungsstelle etwa 15 cm unter der Erde liegt.
  • Pflanzabstand mindestens 80 cm, besser 100 bis 120 cm!
  • Pfingstrosen mögen es nicht, umgepflanzt zu werden. Im Notfall im September/Oktober umsetzen!
  • Bei schwerem Boden ist eine Drainageschicht empfehlenswert.
pfingstrosen hoch 300 flGießen und Düngen
  • Wenn das Frühjahr sehr trocken ist, ist darauf zu achten, dass von der Zeit des Austriebes bis zum Beginn der Blüte ausreichend Wasser gegeben wird!
  • Ansonsten muss man Pfingstrosen nicht übermäßig gießen.
  • Sobald die ersten Zwiebelblumen blühen, werden die Pfingstrosen gedüngt.
  • Man verwendet organische und mineralische Dünger.
  • Im März Volldünger, im Juli eine Portion kalibetonten Dünger (wichtig für die Blütenausbildung für das kommende Jahr).
  • Im Herbst kann man noch eine Handvoll Hornspäne einarbeiten, dazu eine Ladung Kompost aufschütten.
Überwintern von Pfingstrosen
  • Pfingstrosen sind in der Regel ausreichend winterhart.
  • Wenn man sie im Herbst mit Kompost etwas anschüttet, reicht das aus, damit die Horste den Winter gut überstehen.
  • Im ersten Winter kann in Regionen mit strengen Wintern ein Schutz die Pflanze vor Frostschäden bewahren.
Schneiden
  • Verblühtes muss regelmäßig entfernt werden!
  • Man schneidet die Blüte über dem obersten Blatt ab, damit die Kraft nicht in die Samenbildung geht.
  • Man sollte vermeiden, dass die Blütenblätter auf den Boden fallen und einen Nährboden für Pilzerkrankungen bilden!
  • Die Blätter unbedingt stehen lassen!
  • Ab Oktober schneidet man die Stiele und Blätter etwa 5 cm über dem Boden ab.
blattlaeuse2 flVermehren
  • Bei der Vermehrung durch Aussaat haben die Nachkommen meist andere Eigenschaften als die Eltern.
  • Bei der Veredlung haben die neuen Pflanzen die Eigenschaften der Mutter.
  • Als Unterlage eignen sich Edelreiser.
  • Eine tolle Anleitung zum Vermehren der Baumpfingstrosen unter: www.baumpfingstrosen.de/Lexikon/Vermehrung.php
  • Ansonsten kann man die Pfingstrose auch durch die Teilung des Wurzelstockes vermehren.
Krankheiten und Schädlinge
  • Ameisen finden sich oft in großer Zahl auf den Blüten. Sie fressen den von den Knospen gebildeten klebrigen Zucker und richten keinen Schaden an.
  • Pilzbefall (Botrytis paeoniae) – führt bei der Strauchpfingstrose zum Welken ganzer

    Triebe, bei der Staudenpfingstrose verbräunt die Knospe und trocknet ein oder der Stiel fängt an zu faulen und kippt um.
  • Am besten ist Vorbeugung mit einem Bortytisfungizid. Bei Befall hilft nur herausschneiden, unbedingt bis ins gesunde Holz.