Schattenstauden, Stauden für den Schatten

In jedem Garten finden sich schattige Ecken. Oft ist es ein alter Baum oder andere Gehölze, die für eine Beschattung sorgen. Aber auch das Haus selbst oder eine hohe Hecke können viel Schatten liefern. Viele Stauden eignen sich gut für solche Flächen.

Die Stauden werden auch als Gehölz- oder Waldstauden bezeichnet. Zwar können Schattengärten nicht mit der Blütenfülle und Farbigkeit von Prachtstauden mithalten, aber auch sie haben ihren ganz eigenen Charme.

Viele der Schattenstauden blühen im Frühjahr, noch vor dem Laubaustrieb der Bäume. Unter Büschen und Bäumen

öffnen sie ihre Blüten und überzeugen durch ihre Blühwilligkeit.

Eine wertvolle Schattenpflanze ist die Wintergrüne Elfenblume. Die herzförmigen Blätter sind wintergrün, oft immergrün. Das Winterlaub hat eine schöne Bronzefarbe. Die Blüten sind gelb und erscheinen von April bis Mai.  Die Pflanze ist langlebig und anspruchslos und ein idealer Bodendecker im Schatten.

Mit die dankbarsten Schattenstauden sind Funkien, auch Herzlilien oder Hosta genannt. Es sind dekorative Blattstauden, einige auch mit schönen Blüten. Die Blätter sind oft auffällig groß, gemustert oder fallen durch ihre Farbe auf. Interessant ist oft die Herbstfärbung. Die Blüten sind glockenförmig und sitzen an langen Trieben.  Die Blütenfarben variieren
von weiß bis violettblau. Funkien sind genügsam und absolut pflegeleicht.

Ein bezaubernder Frühlingsblüher mit enzianblauen Blüten ist das Siebenbürgen-Lungenkraut. Es bildet dichte Blattteppiche, ist aber empfindlich bei Sommertrockenheit. Die Pflanze ist gut für halbschattige bis schattige Standorte geeignet.

Eine dekorative Schattenpflanze ist das Bronze-Schaublatt. Es fällt durch seine großen wirkungsvollen Blätter auf.  Die Blüten sind weiß und erscheinen in großen Rispen. Die Pflanze benötigt in trockenen Sommern ausreichend Wasser ist aber ansonsten sehr pflegeleicht.

Ein wüchsiger Bodendecker ist der Kaukasus-Beinwell. Er bildet durch Ausläufer dichte Blattteppiche. Die Blüten sind zartgelb und stehen dicht über dem Laub. Die Pflanze ist pflegearm, anspruchslos und robust. Wenn sie ausreichend gegossen wird, kann sie auch einen sonnigeren Platz vertragen.

Lichten Schatten bevorzugt die Golderdbeere, ein anspruchsloser Bodendecker für den Frühlingsgarten. Die Blüten sind Goldgelb. Im zeitigen Frühjahr schneidet man die Pflanze zurück. Sie bildet einen dichten Blattteppich.

Auch einige Gräser machen sich gut im Schatten oder Halbschatten, so zum Beispiel die Weißbunte Japan-Segge. Das Gras ist gut als Gehölzunterpflanzung geeignet. Nach starken Frösten kann es sein, dass man einen starken Rückschnitt vornehmen muss.

Außerdem gut für ein Schattenbeet geeignet ist die Balkananemone, die von März bis April blüht.  Es ist eine winterharte Knollenpflanze, die schön blüht und einen wahren Blütenteppich bildet.

Auch der Fächerahorn kommt mit einer schattigen oder halbschattigen Lage recht gut zurecht. Allerdings kann auch er 3 bis 4 Meter hoch werden. Er überzeugt durch sein herrliches Laub.

Es gibt etliche Pflanzen, die sich im Schatten recht gut machen. In Gärtnereien, speziell in Staudengärtnereien hat man meist eine sehr große Auswahl.