Gefüllte Tulpen (Pfingstrosentulpen) - Blütezeit & Pflege

Gefüllte Tulpen (Pfingstrosentulpen) - Blütezeit & Pflege

Gefüllte Tulpen werden so speziell gezüchtet, sie kommen nicht natürlich vor. Die Blüten sind breiter und voller als die anderer Tulpen und sie haben meist einen wunderbaren Duft, der vielen anderen Sorten fehlt.

Gefüllte Tulpen sind ein besonderer AnblickBesonders schöne Sorten sind ’Mansella’ (zitronengelb mit feinen feuerroten Flammen), ’Peach Blossom’ (dunkelrosa mit weiß), ’Willem von Orange’ (Goldbronze mit rotem Schein), ’Mascotte’ (dunkles Blauviolett mit weißem und gefransten Rand), ’Queensland’ (rosarot mit weißem gefransten Rand)‚ ’Black Hero’

(tief dunkelblau), ’Carmeval de Nice’ (weiß mit feuerroter Flamme) und ’Ice Cream’ (wie eine Eistüte, dunkelrosa Außenblätter, leicht grün angehaucht, weiße gefüllte Blütenmitte).

Blütezeit
  • Die Tulpenblüte erstreckt sich über mehrere Wochen.
  • Es gibt früh-, spät- und normalblühende Sorten.
  • Die Hauptblütezeit ist im April.
  • Gefüllte frühe Sorten blühen zuerst. Sie fangen Anfang April an zu blühen.
  • Gefüllte späte Sorten blühen ab Mitte Mai.
Standort
  • Tulpen, auch die gefüllten Arten mögen einen sonnigen Standort.
  • Sie benötigt viel Wärme und Trockenheit.
  • Notfalls gedeihen sie auch im Halbschatten, aber sie sollten so viel Sonne wie irgend möglich bekommen. Für schattige Lage eignen sich einige Wildtulpen besser.
Pflanzsubstrat
  • Am besten geeignet ist ein humoses, tiefgründiges und nährstoffreiches Substrat.
  • Der pH-Wert sollte bei etwa 7,0 liegen!
  • Wichtig ist, dass der Boden nicht zu nass ist.
Pflanzen
  • Tulpenzwiebeln pflanzt man im Herbst, am besten im September.
  • Beim Kauf darauf achten, dass die Zwiebeln keine ein bis zwei Millimeter lange scharze Punkte auf der
    braunen Schale haben. Das sind die Dauerkörper des Tulpen-Feuers. Ebenso auf leicht eingesunkene runde bräunliche Flecken unter der Schale achten! Das kann der Erreger auch sein.
  • Empfehlenswert ist, die Zwiebeln in Pflanzkörbe zu legen und diese einzupflanzen. So wird es Wühlmäusen schwer gemacht, an die begehrten Zwiebeln zu gelangen.
  • Die Pflanztiefe beträgt etwa 10 bis 12 cm. Kleine Zwiebeln nicht so tief wie große einpflanzen!
Gießen und Düngen
  • Nicht viel gießen, sonst faulen Zwiebeln häufig.
  • Während der Blüte düngen.
  • Auch nach der Blüte noch düngen, bis das Laub eingetrocknet ist. Der Dünger wird für das nächste Jahr benötigt.
  • Auch Gießen nach dem Abblühen nicht vergessen, aber keinesfalls zu viel.
Schneiden
  • Wer die Tulpe als Schnittblume abscheniden will, kann das ohne Probleme tun. Länger halten sie aber in der noch kühlen Natur.
  • Besser ist, man lässt sie stehen. Ist die Blüte abgeblüht, wird sie entfernt. Das ist erforderlich, damit die Tulpe im nächsten Jahr wieder blüht.
  • Die Blätter werden noch benötigt. Sie dienen der Regeneration.
Überwintern
  • Tulpenzwiebeln sind absolut winterhart.
  • Sie benötigen in der Regel keinen extra Schutz.
Vermehrung
  • Ganz einfach Tochterzwiebeln von der Mutterzwiebel trennen.
  • Der ideale Zeitpunkt für die Teilung ist der Herbst.
  • Aussaat möglich, dauert aber lange bis zur ersten Blüte (6Jahre)
  • Aussaat im Herbst
Gelbe Tulpen - der Frühlingsbote schlechthinKrankheiten und Schädlinge
  • Blattälchen – Nematoden, welche die Zellen der Pflanze aussaugen. Oft bei zu viel Feuchtigkeit auftretend. Trocken halten und bei starkem Befall Pflanze entsorgen.
  • Tulpen-Feuer – speziell Tulpen befallender Grauschimmelerreger. Breitet sich schnell aus. Befällt auch Wildtulpen. Besonders gefährdet sind durch Frost geschädigte Pflanzen. Nässe und Feuchtigkeit fördern die Ausbreitung. Erkrankte Pflanzen sofort entfernen und beseitigen (Tonne)! Es gibt keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel.
Problem Wühlmaus
  • Wühlmäuse lieben Tulpenzwiebeln
  • Empfohlen wird, die Zwiebeln in Pflanzkörbe zu legen und zu pflanzen. Es gibt aber Wühlmäuse,

    die sich auch da durchbeißen.
  • Pflanzkörbe aus Draht sind deutlich besser.
Problem Blühfaulheit ab dem zweiten oder dritten Standjahr
  • Viele Tulpenzwiebeln sind schlicht und einfach überzüchtet. Im ersten Jahr sehen die Blüten herrlich aus, aber schnell bleiben sie in den kommenden Jahren weg.
  • Das ist heute fast schon normal. Da es so viele neue Züchtungen gibt, kann man jedes Jahr neue pflanzen. So hat man immer neue Kombinationmöglichkeiten.
  • Alternativen bilden Wildtulpen, die zuverlässig jedes Jahr wieder blühen und sich auch gut vermehren.