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Hyazinthenglas - Hyazinthen im Glas vortreiben

Hyazinthen sind wahrlich einzigartige Zwiebelblumen. Schon früh im (Garten-) Jahr tragen sie mit ihrer leuchtenden Blütenpracht dazu bei, dass Vorgärten, Beeten oder Parkanlagen nach einem tristen, grauen Winter endlich Lust auf den Frühling machen.

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intensiven Blautöne, das attraktive Weiß, das wundervolle Rot oder all‘ die anderen Farbnuancen, die Hyazinthen im Allgemeinen zu bieten haben, sind in der Tat eine echte Augenweide. 

Die Farben kommen vor allem bedingt durch die großen Blüten der Pflanze zur Geltung. Diese wiederum bestehen aus vielen, vielen einzelnen Blüten, die allesamt noch dazu einen wohlriechenden Duft verströmen. 

Pink Pearl, White Pearl, Blue Star, Delft Blue und Co…

So intensiv die Nuancierungen der Hyazinthenblüten, so reichhaltig ist auch die Angebotspalette, mit der “Mutter Natur” in diesem Zusammenhang nahezu jeden Gartenfreund „verwöhnt“. Nicht umsonst galten Hyazinthenzwiebeln vor allem im 16. bis zum 18. Jahrhundert als eine echte Kostbarkeit. Nein, mehr noch: wer seinerzeit ...



Hyazinthenblumen sein Eigen nennen konnte, lag „voll im Trend“. 

Ebenso traditionsreich ist im Übrigen auch das Vortreiben der Hyazinthen im Glas. Man wollte damit erreichen, dass den Blumenzwiebeln auf diese Weise ein „vorgezogener“ Frühlingsbeginn „suggeriert“ wird und sie so noch früher im Jahr zu Blühen beginnen. Noch heute erfreut es sich größter Beliebtheit, Hyazinthen im Glas vortreiben zu lassen, und auch der Handel stellt sich mit immer neuen Hyazinthenglasvarianten auf diesen geschichtsträchtigen Trend ein. 

„Vorspiegelung falscher Tatsachen“… 

Dadurch, dass also der faszinierenden Hyazinthe simuliert wird, die schönste Jahreszeit habe begonnen, treibt sie vorzeitig ihre Blüten aus und beglückt dadurch selbst anspruchsvolle Gartenfreunde. Schon früh werden die Zwiebeln dieser höchst dekorativen und wohlriechenden Pflanze mit Wärme verwöhnt. Denn bereits bevor sie ins eigens dafür konzipierte Hyazinthenglas eingesetzt werden, kann man sie für einige Tage auf die mit einem Tuch abgedeckte Heizung legen. Dies regt das Wachstum der Wurzeln zusätzlich an, sodass diese schon bald rund um den Zwiebelboden herum als kleine, winzige „Stummelchen“ zu sehen sind. 

Bevor die so vorbehandelten Zwiebeln im Hyazinthenglas eingesetzt werden, sollte dies zuvor mit ein wenig Wasser befüllt werden. Gleichzeitig ist jedoch darauf zu achten, dass die Zwiebel im Zuge dessen nicht „ertränkt wird“, da anderenfalls die empfindlichen Wurzeln rasch zu faulen beginnen. Während der Vortriebsphase muss das Wasser übrigens nicht erneuert werden, sondern es genügt, hin und wieder einige Tropfen nachzufüllen.

Je dunkler, desto besser

hyazinthe2_flEs macht Sinn, die Gläser im Keller oder an einem anderen, möglichst kühlen und dunklen Ort zu platzieren. Je weniger Licht, desto intensiver wird das Wachstum der Wurzeln gefördert. Um aber zu verhindern, dass sich die Pflanzentriebe allzu früh bilden, empfehlen erfahrene (Hobby-)Gärtner, die Gläser abzudecken. Auch zu diesem Zweck sind im Blumenfachhandel praktische Hütchen oder „Häubchen“ zu finden, die sogar in optischer Hinsicht punkten. 

Sobald sich nach einiger Zeit genügend Wurzeln entwickelt haben, kann das Glas in der Wohnung auf der Fensterbank platziert werden. Zu warm darf das Hyazinthenglas allerdings nicht stehen, denn das verkürzt die Blütezeit der Hyazinthe zumeist erheblich. Es empfiehlt sich, die Abdeckung bzw. das Hütchen noch ein Weilchen auf dem Glas zu lassen. Und zwar so lange, bis der Trieb es „aus eigener Kraft“ anhebt.
 
Mitunter kommt es vor, dass zwar der Wuchs des Blattwerks beeindruckende Ausmaße annimmt, die Blüte selbst jedoch unterentwickelt bleibt. Eine mögliche „Fehlerquelle“ kann ein zu geringes Wurzelwachstum während der Anzuchtphase in der Dunkelheit sein. Eine zu warme Umgebungsluft oder starke
Temperaturschwankungen können ebenfalls die Ursache hierfür sein. Erfahrene Gartenfreunde empfehlen in einem solchen Fall, die Blätter zu stutzen, um so der Blumentraube die Chance zu geben, sich in aller Ruhe zu entwickeln. Meist ist ein solcher Schritt tatsächlich von Erfolg gekrönt.



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