Knollenpflanzen - Arten und deren Pflege

Knollenpflanzen - Arten und deren Pflege

Gladiolen

Diese ausdruckstarken Knollengewächse entfalten ihre ganze Pracht von Sommermitte bis weit in den Herbst hinein.

Mit ihren eleganten, trompetenförmigen Blüten wirken sie auch in der Vase sehr apart.

Kultivierung

Wenn Sie Gladiolenknollen kaufen, suchen Sie dickliche Knollen mit lang gezogenem Stängelansatz und kleiner Wurzelscheibe aus, Sie werden mit äußerst üppigem Blütenfloor belohnt!

Die langstieligen Hybriden werden in den Hintergrund von Beeten gepflanzt, die niedrigen an die Vorderseite eines Zierbeets. Zwischen anderen

Pflanzen blühen Gladiolen einige Wochen früher als in einem reinen Gladiolenbeet oder an einer ungeschützten Stelle. Falls sie ausschließlich als Schnittblumen vorgesehen sind, setzt man sie ein, wo gerade Platz ist.

Knollen pflanzen

Die Knollen zu Frühjahrsbeginn etwa 10 cm tief in schwere und 15 cm tief in leichte Böden pflanzen. Bei schweren, zu Staunässe neigenden Böden in das Pflanzloch etwas Sand einfüllen. Die Knollen gut andrücken, dann mit Erde abdecken. Die beste Pflanzzeit ist Anfang bis Mitte Frühjahr. Wenn die Knollen zu flach eingesetzt werden, kippen die Pflanzen zur Blütezeit um.

Pflegemaßnahmen

Bevor die jungen Triebe erscheinen, darf weder geharkt noch gedüngt werden. Harken Sie das Gladiolenbeet später wiederholt oberflächlich durch, um unerwünschte Wildkräuter zu jäten und den Boden zu belüften. Verteilen Sie um die jungen Triebe herum ein wenig Guano. Dieser phosphor- und stickstoffreiche Vogeldung enthält eine ideale Kombination der benötigten Nährstoffe.

Stützen und Anbinden

Wenn Gladiolen gestützt werden, zum Beispiel mit einem Bambusstab, gedeihen sie in der Regel prächtig. Sobald die Wuchsrichtung der Blüten zu erkennen ist, den Satb an der Rückseite, einige Zentimeter von der Pflanzenbasis entfernt, in den Boden stecken, mit Schnur befestigen.

Überwinterung der Gladiolenknollen

Heben Sie die Knollen aus der Erde, sobald sich die Blätter gelbbraun verfärben. Streifen Sie die anhaftende Erde ab, und kappen Sie den Stängel 1 cm über der Basis. Legen Sie die Knollen in einer flachen Kiste aus, am besten auf Pack- oder Zeitungspapier, und lassen Sie diese an einem trockenen. Luftigen Platz gründlich trocknen. Wenn die Knollen vollständig getrocknet sind, zupfen Sie alle losen Teile und die eingeschrumpften alten Knollen ab. Entfernen Sie auch immer die kleinen Nebenknollen. Überwintern Sie die Knollen an einem kühlen, aber frostfreien Platz. Ein luftdurchlässiger Behälter, etwa ein Sieb, verhindert Fäulnis. Kennzeichnen Sie die Sorte.

Dahlien

Mit dem Leuchtfeuer ihrer Blütenköpfchen, dem üppigen Wuchs und den satten Farben ihres Laubs verleihen Dahlien jedem Garten im Spätsommer ein nahezu exotisches Flair.

Pflanzung

Die Knollen zur Frühjahrsmitte in ein 15 cm tiefes Loch setzen. Dann die Basis des Stängels in die Nähe des Stützstabs bringen.

Die Knolle mit
Torf, der mit Dünger vermengt wurde, abdecken. Schließlich genügend Erde einfüllen und mit den Fingern festdrücken.

Pflegemaßnahmen

Die Pflanze nach etwa 3 Wochen an die Stützen binden. Im Hochsommer mit Torf, Grasschnitt oder verrottetem Stallmist mulchen und die Mulchschicht angießen.

Mit fortschreitendem Wachstum an mehreren Stellen anbinden, die Seitentriebe mit Stäben und dazwischen gespannten Schnüren in Form halten. Unerwünschte

Wildkräuter beseitigen.

Entspitzen

Etwa 3 Wochen nach dem Pflanzen die Spitze des Haupttriebs entfernen, aus Knollen gezogene Dahlien gegen Frühjahrsende oder zu Samenbeginn entspitzen. Containerpflanzen 2 Wochen früher.

Nach 2 Wochen erscheinen in den Blattachseln neue Triebknospen (sie zeigen ein helleres Grün als die Blätter). Um die unteren Seitentriebe zu stärkerem Wachstum anzuregen, wird das oberste Paar abgezwickt.
Die Seitentriebe treiben je eine endständige Blütenknospe, die von zwei Nebenknospen begleitet wird. Um große Blüten zu erzielen, werden die Nebenknospen ausgebrochen, sobald dies gefahrlos möglich ist.

Überwintern

Hat der erste Frost die Erde gestreift, schneiden Sie alle Stängel auf eine Länge von 15 cm zurück. Die Knollen können noch 2 Wochen im Boden bleiben, müssen aber nach starkem Frost sofort ausgegraben werden. Heben Sie die Knollen mit einer Grabegabel vorsichtig heraus. Säubern Sie den ganzen Wurzelstock von anhaftender Erde, ohne dabei die Stängelreste zu beschädigen. Kennzeichnen Sie die Knollen.

Lassen Sie die unbedeckten Knollen 14 Tage lang an einem luftigen Platz trocknen. Legen Sie die Knollen dann in eine Kiste auf eine 15 cm hohe Torfschicht und bestäuben Sie sie mit Schwefelblüte.

Keine der Knollen darf den Kistenrand berühren. Decken Sie die Knollen mit einer Torfschicht ab und breiten Sie ein Sackleinen darüber aus, das alle Feuchtigkeit aufsaugt. Stellen Sie die Kiste in ein kühles Frühbeet.

Freilandbegonien

Sowohl Knollenbegonien als auch aus Samen gezogene Beetbegonien sind problemlos in der Anzucht, aber höchst frostempfindlich. Beide Arten schmücken den sommerlichen Garten mit verschwenderischer Blütenpracht.

Kultur von Knollenbegonien

Die Knollen zu Frühjahrsbeginn in eine mit feuchtem Torf- Sand- Gemisch gefüllte Kiste betten. Darauf achten, dass sie auf einer Ebene mit der Substratoberfläche liegen, ihre hohle Seite sollte nach oben weisen.

Sobald sich kräftige Blatttriebe entwickeln, die Pflanzen einzeln in etwa 12 cm große Töpfe mit Blumenerde setzen. Die Erde durchgehend feucht halten, die verschiedenen Sorten beschildern. Gewächshauspflanzen ein weiteres Mal in Töpfe mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm umsetzen. Wollen Sie besonders große Blüten erhalten, belassen Sie an den Pflanzen nur einen Haupt- und zwei bis drei Seitentriebe.

Freilandpflanzen im Spätfrühling abhärten, dann mit 30 - 40 cm Abstand in durchlässigen, humusreichen Boden an einen sonnigen oder besser halbschattigen, windgeschützten Standort setzen.

Stütze für Knollenbegonien

Die meisten Knollenbegonien benötigen an einem geschützten Platz keine Stütze. Großblumige, gefüllte Sorten neigen zu Kopflastigkeit, weshalb sie angebunden werden sollten. Da ihre Stängel und Blütenstiele leicht abbrechen, müssen Sie dabei vorsichtig vorgehen. Stecken Sie an der Rückseite der Pflanze einen kurzen, kräftigen Stab in genügendem Abstand von Stängelgrund in die Erde, um die Knolle nicht zu verletzten. Neigen Sie den Stab zum Stängel hin, und befestigen Sie ihn dann mit Bast.

Überwinterung

Bevor die ersten starken Herbstfröste einsetzen, müssen die Knollen ausgegraben und an einen geschützten Platz gebracht werden. Wenn die Blätter noch grün sind, werden die Knollen in Kisten mit feuchtem Kompost gepflanzt, in denen sie ungehindert weiter wachsen können, bis sich dann der Laubabfall ankündigt.

Sobald die Blätter vergilben, werden die Pflanzen immer sparsamer gegossen. Dann werden die Stängel abgeschnitten, die Knollen aus der Erde genommen, alle abgestorbenen Stängelreste entfernt und die vertrockneten Wurzeln abgebürstet. Jede Knolle wird auf Fäulnisstellen hin untersucht, die gegebenenfalls mit einem scharfen Messer ausgeschnitten und mit Schwefelpulver bestreut werden.

Versenken Sie die Knollen in eine tiefe Wanne oder Kiste mit trockenem Sand. Stellen Sie diese zum Überwintern an einen frostfreien Platz, an dem die Temperatur nicht unter 7 Grad Celsius sinken darf.