Tulpenzwiebeln - Stecken, Pflanzen und Pflege

TulpenzwiebelnTulpen gehören zu Recht zu den schönsten Frühlingsblühern. In wunderschönen Farben und unterschiedlichen Blütenformen zieren sie die Gärten. Wenn nach der langen Winterperiode endlich die farbenprächtigen Gewächse aus dem Boden sprießen, ist der Frühling unweigerlich angekommen. Glücklicherweise ist die Pflege der Tulpen relativ einfach und leicht zu bewerkstelligen. Wie, das lesen Sie hier.

Tulpenzwiebeln in ihrer Vielfalt kaufen

Schon beim Kauf von Tulpenzwiebeln sollten Sie Ihre zukünftigen Frühlingsblüher gut auswählen. Hierbei gilt eine einfache Regel: Aus großen Blumenzwiebeln wachsen große

Pflanzen. Auch die Höhe der Blumen spielt bei der Standortbestimmung eine Rolle. Kurze Tulpen eignen sich für windige Orte, die hohen Tulpen wiederum möchten windgeschützt stehen. In einer günstigen Kombination können also die kurzen Blumen in vorderer Reihe stehen, währen die hohen elegant dahinter aufwachsen. In einer geschmackvoll gewählten Kombination ergibt sich so ein sehr schönes Bild.

Ferner sind Frühlingsblüher in Kategorien eingeteilt: es gibt, die frühen, die mittel und spät blühenden Tulpen. Mit einer dementsprechenden Sortierung haben sie in Ihrem Garten von März bis Mai immer wieder eine neue Blütenpracht. 

Boden und Standortbestimmung

Die Tulpe ist eine genügsame Pflanze, die keine großen Ansprüche an den Boden stellt. Optimal ist ein gut durchlässiger Boden. Staunässe, die auf schweren Böden entsteht, mögen die Zwiebeln nicht. Daher ist es ratsam, den Boden gegebenenfalls mit Sand zu mischen, um ihn durchlässiger zu machen. Alternativ ist auch eine Drainage möglich, die dem Boden das angestaute Wasser entzieht.

Tulpen lieben einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Scheint die Sonne bereits am Morgen auf das Blumenbeet, werden sich die kleinen Blüten schnell in die Höhe recken.

Das Pflanzen der Tulpen

Tulpen sehen am schönsten aus, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Zur Vorbereitung kann der Boden bereits einige Wochen vorher mit Komposterde und Sand aufgefüllt werden. Sie können mit der Bepflanzung im September beginnen und sich bis Dezember oder Januar Zeit lassen. Wichtig ist, dass der Boden frostfrei ist. Die kleinen Zwiebeln werden in einer Tiefe von ca. 10 bis 15 cm eingesetzt. Als einfache Faustregel gilt: Die Pflanztiefe der Tulpe entspricht ca. die doppelte Höhe der Zwiebel. Hilfestellung bieten auch die im Handel angebotenen Blumenzwiebelpflanzer. Sie tragen eine Markierung der jeweiligen Blumenzwiebeln, die beim Einsetzen der Zwiebeln hilfreich sind. Nun können Sie die Zwiebeln im Abstand von 10 bis 30 in den Boden einsetzen.

Gießen

Tulpen setzenDas Blumenbeet mit Frühlingsblühern sollte feucht, aber auf keinen Fall zu nass gehalten werden. Sollte es im Frühjahr bereits des Öfteren regnen, müssen die Tulpen nicht extra gegossen werden. Sehr sandige Böden benötigen in der Regel mehr Wasser, da die Feuchtigkeit nicht gut im Boden gehalten werden kann. Bei zu viel Feuchtigkeit entsteht Staunässe und lässt die Zwiebeln im Boden verfaulen. Dabei sollten Sie beachten, dass Pflanzen Regenwasser weitaus mehr als das frische Leitungswasser bevorzugen.

Düngen von Blumen

Tulpen gehören zu den Starkzehrern. Sie benötigen jede Menge guter Nährstoffe. Es bieten sich Ihnen zwei Möglichkeiten zur Düngung der Tulpen: die ökologische Alternative mit Kompost oder Volldünger wie Blaukorn. Diese Entscheidung ist auch von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit abhängig. Ein guter, nährstoffreicher Boden benötigt weniger

Dünger als schwache, sandige Böden.
Wenn Sie in Ihrem Garten einen Teich haben, ist das gelegentliche Gießen mit Teichwasser bereits günstig für das Wachstum der Pflanzen. Ab dem Herbst nähren sich die Blumenzwiebeln aus den Stoffen des Bodens. Daher ist es ratsam, in dieser Zeit den Boden gut mit Komposterde oder Humus zu düngen. Alternativ ist auch die Düngung mit Blaukorn oder Mineraldünger möglich. Dieser wird jedoch erst im Frühjahr - beginnend vor der Blüte der Tulpen dünn auf den Boden gestreut. Achten Sie jedoch darauf, dass sich keine der Körner auf den gerade emporschießenden Blättern befinden. Starke Verbrennungen wäre die Folge für die hübschen Pflanzen. Die Düngung mit Volldünger ist mit dem Verblühen abgeschlossen.
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Nach der Blüte

Sobald die Tulpen abgeblüht sind, sollten Sie Ihnen Zeit geben, um Kraft für das nächste Frühjahr zu sammeln. Vorerst reicht es, die welke Blüte abzuschneiden. So bilden sich keine Samen, die der Tulpenzwiebeln die Kraft nehmen könnten. Sobald dann auch die Blätter verwelkt sind, werden diese abgenommen und bodennah abgeschnitten.
Bei hochwertigen Tulpenzwiebeln lohnt es sich, diese vor dem Abschneiden auszubuddeln und mit Blattlaub in einer Holzkiste trocken zu lagern. Während des Sommers werden sie auf diese Weise abgedunkelt gelagert, bis sie im Herbst wieder in den Boden kommen.

Das Überwintern der Tulpen
 
In der Regel können die Tulpenzwiebeln über den Winter in der Erde verbleiben. Nur empfindliche Sorten, die harten Frost nicht vertragen, sollten im Spätherbst aus dem Boden genommen werden. Dabei ist der Termin so spät wie möglich zu wählen, damit sich die Zwiebeln noch Kraft und Nährstoffe für die nächste Blühsaison holen können. Zum Überwintern werden sie in einer trockenen Holzkiste gelagert. Eine weiche Unterlage wie Zellstoff sorgt für Atmungsaktivität und verhindert die Fäulnisgefahr. Damit die Zwiebeln nicht keimen, sollten sie unbedingt vor Licht geschützt aufbewahrt werden. In keinem Falle gehören Blumenzwiebeln in eine geschlossene Plastiktüte. Hier bildet sich Feuchtigkeit, die als Folge die Zwiebeln verschimmeln lässt.

Ein abschließendes Wort

Tulpen bringen mit ihrer bunten Palette an Farben gute Laune in den Garten. Die relativ anspruchslosen Blumen sind leicht zu pflegen. Selbst mit wenigen Erfahrungen in der Gartenarbeit lohnt sich das Auspflanzen der Blumenzwiebeln im Herbst. Die Belohnung folgt im Frühjahr mit wunderschönen Blüten.
 
Wissenswertes

Pflanzen Sie die Zwiebeln im Spätherbst an einer sonnigen Stelle. Zu frühes Pflanzen führt oft zu vorzeitigem Austrieb, der dann durch Frost geschädigt wird.
Die optimalen Pflanztiefen und -abstände hängen vom Bodentyp und der beabsichtigten Wirkung ab. In extrem leichten Böden können die Tulpenzwiebeln bis maximal 30cm tief gelegt werden. Das verleiht hohen Sorten Standfestigkeit und ermöglicht die Bodenbearbeitung sowie Zwischenpflanzungen, ohne die Zwiebeln dabei zu stören. Eine Pflanztiefe von 15cm ist jedoch üblicher und erleichtert das Herausnehmen der Zwiebeln im Sommer, wenn die Tulpen verblüht sind. Setzen Sie die Tulpen in schweren Böden nie tiefer als 15cm. Nicht selten graben Mäuse und andere Nager Tulpenzwiebeln aus und fressen diese dann an. Um dies zu verhindern, können Sie die Zwiebeln tiefer pflanzen, doch bedenken Sie, dass die Zwiebeln dadurch in nasser Erde anfälliger für Fäulnis werden.

Je nachdem, welchen Effekt Sie erzielen wollen, wählen Sie in Beeten einen Pflanzabstand von 10 bis 30cm. Für Zierbeete und Rabatten genügen innerhalb der Pflanzungen 10- 15cm je nach Zwiebelgröße. Der Abstand kann bei Mischbeeten größer gewählt werden.

Wenn Tulpen zur dauerhaften Bepflanzung eingesetzt werden sollen, können niedrige Arten, wie T. turkestanica und T. tarda, in Rabatten oder im Steingarten in Gruppen von sieben bis zwölf Zwiebeln und 15cm tief gepflanzt werden. Guter Wasserabzug und eine gegen rauen Wind geschützte Südlage bieten beste Bedingungen.

Es gibt im Wesentlichen zwei Pflanzmethoden für Zwiebeln. Entweder gräbt man für jede ein eigenes Loch und legt sie eine nach der anderen, oder man gräbt für alle ein gemeinsames Loch der gewünschten Tiefe und setzt alle gleichzeitig. Die erste Methode wird durch einen Zwiebelpflanzer erheblich erleichtert. Damit lässt sich die Erde aus dem Loch herausheben und nach dem Setzen der Blumenzwiebeln wieder hineinfüllen.

Um das Fäulnisrisiko nachhaltig zu mindern, setzen Sie die Zwiebel mit der flachen Seite nach unten ein und umgeben diese mit groben Sand. Schließlich drücken Sie die Zwiebel etwas an, so dass keine Hohlräume entstehen.

Pflege-Tipps

Wenn die Blütenblätter abfallen, wird der Rest der Blüten entfernt, nicht aber die Stiele und Blätter, es so soviel grünes Gewebe wie möglich erhalten bleiben, um die Tulpenzwiebeln für das kommende Jahr mit ausreichenden Mengen an Nährstoffen zu versorgen. Die abgefallenen Blütenblätter sollen immer abgesammelt werden, da sie unter Umständen Krankheitserreger enthalten.

Die Zwiebeln einiger Arten, wie zum Beispiel T: kaufmanniana, und deren Sorten reifen im Boden und blühen viele Jahre. Die meisten Tulpen, besonders die modernen hybriden, bilden im Lauf der Zeit immer kleinere Blüten und gehen manchmal ein, wenn sie im Boden gelassen werden. Man muss sie jedes Jahr nach der Blüte herausnehmen und trocken lagern.

Am besten geschieht dies, wenn sich die Blätter und Stiele im Frühsommer gelblichbraun gefärbt haben. Benutzen Sie eine Grabegabel zum Lockern der Zwiebeln, ziehen Sie die Zwiebeln nicht an den Blättern heraus, da diese abreißen könnten und die Zwiebel in der Erde verloren gehen könnten.
Wenn der Pflanzort vorher für Sommerblumen oder andere Pflanzen benötigt wird, kann man die noch grünen Tulpen herausnehmen und sie vorübergehend in einem Beet einschlagen, bis die Blätter von allein einziehen.

Lagern Sie die Zwiebeln in flachen Schalen im Gewächshaus oder einem trockenen Schuppen. Blätter und Stiele werden entfernt, wenn sie trocken und brüchig sind, ebenso Wurzeln, alte Schalen und anhaftende Erde. Bewahren Sie die sauberen Zwiebeln bis zum Herbst trocken, luftig und für Mäuse unzugänglich auf. Sie sollten regelmäßig auf Fäulnis kontrolliert werden.