Zierlauch - Pflege, Pflanzen, Vermehren, Überwintern

Zierlauch - Pflege, Pflanzen, Vermehren, Überwintern

zierlauch-allium flDas Sortiment um die verschiedenen Zierlaucharten ist in den letzten Jahren immer umfangreicher geworden. Es gibt die verschiedensten Sorten, hohe und niedrige, tolle Farben und Blüten über die gesamte Gartensaison hinweg.
Zierlauch ist auf dem Vormarsch. Ein besonderer Vorzug des Allium ist, das er fast keinen eigenen Platz im Beet benötigt. Man pflanzt ihn zwischen andere Stauden. Er treibt früh aus und zieht nach der Blüte zügig wieder ein.

Pflege

Allium ist sehr anpassungsfähig

und pflegeleicht. Zierlauch mag einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Am besten gedeiht er in sonniger Lage. Je sonniger Zierlauch steht, um so besser blüht und wächst er. Eine Ausnahme bildet der Bärlauch, dieser mag es lieber halbschattig.

Gedüngt wird, wenn die Blätter einziehen. Auch ist es empfehlenswert, beim Austrieb eine Handvoll organischen Volldünger in den Boden um die Pflanze einzuarbeiten.

Pflanzen

Die beste Pflanzzeit für den Zierlauch ist der Herbst. Man pflanzt die Zwiebeln etwa dreimal so tief, wie sie hoch sind.  In sehr magerem Boden sollte man bei der Pflanzung etwas Kompost oder anderen organischen Dünger mit in das Pflanzloch geben.

Vermehren

Zierlauch kann ausgesät werden. Außerdem bilden sich von den Zwiebeln so genannte Tochterzwiebeln. Diese können abgetrennt werden. Wenn der Zierlauch geblüht hat, lässt man die Samenstände einfach eintrocknen. Die Pflanzen vermehren sich meist von selbst. Allerdings blühen sie erst nach etwa drei Jahren. Man braucht also etwas Geduld, bis sich Ergebnisse zeigen. Die gezielte Aussaat ist langwierig und aufwändig und oft gelingt sie nicht. Besser man unterstützt die Selbstaussaat, indem man die Samenstände an der Pflanze belässt, bis sich die Kapseln öffnen und der Samen ins Beet fällt.

Allium sind Kaltkeimer. Sie müssen also im Herbst ausgesät werden, damit sie bei kühlen Temperaturen keimen können. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, eine Drainage oder drainiertes Substrat ist empfehlenswert.

Überwintern

Die meisten Zierlaucharten sind
winterhart. Man kann die Zwiebeln also getrost in den Beeten belassen. Was nicht gut ist, ist zuviel Nässe, das mögen sie nicht. Zwiebeln in Pflanzkübeln sollte man oberhalb mit Reisig abdecken. Auch sie sollten vor zu viel Nässe geschützt werden, damit sie nicht faulen. Deshalb gießt man im Winter nur sehr selten und nur an sonnigen, frostfreien Tagen.

Zierlauch – eine pflegeleichte Pflanze

Zierlauch wird als Zwiebel im späten Herbst gepflanzt. So wie andere Zwiebelgewächse wird er dazu in den Boden gesteckt. Dabei braucht die Pflanze kaum Platz, denn sobald die Blüte beginnt, zieht sie die Blätter ein und es bleibt kaum mehr als der lange Stängel mit der Knospe, die sich langsam zu entfalten beginnt. Die meisten Allium-Arten mögen volle Sonne, nur wenige bevorzugen Halbschatten oder Schatten. Alle mögen sie jedoch einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Die Zwiebel des Zierlauchs sollte in einer Tiefe gepflanzt werden, die in etwa dem Dreifachen ihrer Größe entspricht. Dabei kann gern etwas Kompost, Dünger oder gute Pflanzerde zugegeben werden. 

Schneiden und Vermehren des Allium 

Ab dem Frühjahr treibt die Zwiebel dann aus und bildet eine Blüte, die mit der Zeit immer größer wird.

Obwohl die Blüte durch die Höhe der Pflanze recht ungeschützt ist, ist sie trotzdem sehr robust und knickt auch bei Wind und starkem Regen durch den dicken Stiel nicht ab. Etwas nachteilig ist es, dass das Laub bei Beginn der Blüte schnell welk und unschön wird, es sollte jedoch auf keinen Fall weggeschnitten werden, da die Pflanze die Blätter noch für die Nährstoffaufnahme benötigt. Wen der Anblick stört, der kann die Blätter mit bodendeckenden Pflanzen etwas verstecken oder rundherum höhere Pflanzen setzen. Hierbei ist besonders Lavendel farblich ein schöner Begleiter für den Zierlauch. Nach der Blüte, die einige Wochen dauert, kann der Stängel abgeschnitten werden, er kann jedoch auch stehen gelassen werden, solange der Samenstand noch schön aussieht. Lässt man ihn stehen, bilden sich Samen, durch die sich der Zierlauch vermehrt. Allerdings dauert es einige Jahre, bis die neuen Pflanzen selbst auch blühen. Für eine jährliche schöne Blüte sollte der Allium regelmäßig im Frühling gedüngt werden, ansonsten sind die Zwiebeln sehr robust und winterhart.

Die schönsten Zierlauch-Sorten

Eine besonders große Blüte hat der Allium Globemaster. Er wird bis zu einem Meter hoch und bildet im Juni eine runde violette Blütenkugel mit vielen kleinen Einzelsternen, die einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern erreichen kann. Sehr hoch wird der Riesenlauch, der Allium Giganteum. Er erreicht bis zu eineinhalb Meter, bildet jedoch kleinere Blütenkugeln mit einem Durchmesser von etwa 12 Zentimetern. Er blüht von Juni bis Juli. Die gleichen Maße hat auch die Sorte Gladiator, die jedoch schon im Mai ihre Blütenkugeln bildet und dadurch schon frühzeitig für Farbe im Garten sorgt. Für den Schatten ist der Bärlauch geeignet, der im April weiß blüht und etwa 30 Zentimeter hoch wird.