Einjährige Kletterpflanzen - schnellwachsender Sichtschutz

Einjährige Kletterpflanzen - schnellwachsender Sichtschutz

Einjährige Kletterpflanzen legen oft eine extreme Wuchsgeschwindigkeit an den Tag, sodass sich mit ihnen innerhalb eines Sommers eine Hauswand, ein Spalier oder der Gartenzaun begrünen lässt.

kletterpflanzen flSie blühen außerdem oft den ganzen Sommer lang und können sowohl direkt in den Garten wie auch in einen Kübel gepflanzt werden. An das Rankgerüst stellen sie meist keine besonderen Ansprüche, es kann aus einem Holzspalier bestehen, in der einfachen Variante reichen aber auch Holzstäbe, Drähte oder Schnüre, an denen sich

die langen Ranken festhalten können.

Kapuzinerkresse und Schwarzäugige Susanne

Sehr starkwüchsig ist die Kapuzinerkresse, die innerhalb eines Sommers eine Höhe von mehreren Metern erreicht und dadurch schnell einen Sichtschutz bietet. Diese Pflanzen gibt es mit gelben, orangefarbenen oder roten Blüten. Oftmals werden aber auch Saatgutmischungen angeboten, bei denen sich Blüten in mehreren Farben bilden.

Die Kapuzinerkresse wächst in jedem normalen Gartenboden, der nicht zu nährstoffreich ist. Sie sollte daher auch nicht gedüngt werden, denn ein zu hoher Stickstoffgehalt führt häufig zu einer Verminderung ihrer Blühfreudigkeit. Als Standort kommt ein sonniger bis halbschattiger Platz im Garten in Frage, nur zu schattig sollte er nicht sein, denn im Schatten lässt die Blüte ebenfalls nach. Die Blätter und Blüten der Kapuzinerkresse sind essbar, daher eignet sich diese Pflanze auch für Haushalte mit Kleinkindern.

Ähnlich wie die Kapuzinerkresse, aber insgesamt etwas feiner sieht die Schwarzäugige Susanne aus. Sie hat gelbe oder
orangefarbene Blüten mit einem großen schwarzen Punkt in der Mitte. Während die Kapuzinerkresse aber problemlos direkt ins Freiland gesät werden kann, weil sie sehr leicht keimt, ist es bei der Schwarzäugigen Susanne besser, die Pflanzen in Töpfen vorzuziehen und erst später nach draußen zu setzen. Beide blühen den ganzen Sommer hindurch, sterben jedoch bei den ersten Nachtfrösten ab.

Prunkwinde, Trichterwinde und Wicke

Die Prunkwinde bildet sehr große Blüten, die einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern haben können und die sich vom Sommer bis zum Herbst bilden. Sehr schön ist auch ihr Blattwerk, das die Form kleiner Herzen hat. Prunkwinden sollten wegen ihrer großen Blüten ein wenig windgeschützt stehen. Etwas weniger empfindlich sind in dieser Hinsicht die Trichterwinden, deren Blüten etwas kleiner bleiben, aber trotzdem noch einen Durchmesser von fünf bis sieben Zentimetern erreichen. Prunkwinden wie auch Trichterwinden gibt es in vielen verschiedenen Blütenfarben von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu Blau und Violett.

Auch bei der Edelwicke gibt es Saatmischungen mit mehrfarbigen Blüten. Sie bilden aber kein so dichtes Laub wie andere einjährige Kletterpflanzen und sind daher nur bedingt als Sichtschutz geeignet. Zum Ausgleich hierfür können sie aber sehr gut als Schnittblumen für die Vase verwendet werden. Hierfür ist besonders die Duftwicke interessant, die – wie ihr Name schon sagt – einen guten Duft in der Wohnung verbreitet.

Glockenrebe, Zierkürbis und Dipladenia

zierkuerbis4 flAuch die Glockenrebe wächst sehr schnell und kann dadurch innerhalb weniger Monate große Flächen begrünen. Ihre Blüte beginnt im Hochsommer und zieht sich bis in den Oktober. Die Glockenrebe bekam ihren Namen durch die Form

ihrer Blüten, die Glocken ähneln. Diese Blüten sind zunächst grünlich und werden später violett.

Wer dagegen auf der Suche nach einem etwas außergewöhnlichen Sichtschutz ist, kann hierfür den Zierkürbis verwenden, dessen Früchte zwar nicht zum Verzehr geeignet, aber sehr dekorativ sind. Vom Zierkürbis gibt es inzwischen zahlreiche Sorten mit einfarbigen und mehrfarbigen Früchten in sehr interessanten Formen.

Noch nicht ganz so bekannt, aber inzwischen immer häufiger in den Gärtnereien zu finden, ist die Dipladenia, die aus tropischen Gegenden stammt. Sie bildet rote oder rosafarbene Blüten, die sich dadurch auszeichnen, dass sie sehr lang an den Zweigen haften bleiben. Mit etwas Glück lässt sich die Dipladenia überwintern, um sie im nächsten Frühling wieder auszupflanzen.